Sportmosaik

VfR Aalen unter den Top fünf

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Alexander Haag

Alexander Haag über Zuschauerzahlen, Torhüter und einen ehrlichen Trainer.

Kickers Offenbach ist Spitzenreiter. Dahinter folgen der SSV Ulm 1846, Hessen Kassel, die SV Elversberg - und dann schon der VfR Aalen. Nein, das ist nicht die aktuellen Tabelle der Regionalliga Südwest. Das ist das Ranking in der Zuschauertabelle. 27120 Zuschauer und damit 4520 Besucher im Schnitt sind in den ersten sechs Saisonspielen zu den Offenbachern gekommen.

Dahinter klafft eine große Lücke: Die Ulmer als Zweiter kommen auf durchschnittlich 1974 Zuschauer, Kassel auf 1785 und Elversberg auf 1387. Den VfR Aalen wollten in den ersten sechs Partien 1223 Zuschauer im Schnitt sehen - macht insgesamt 7335 Fans in den sechs Begegnungen.

Schlusslichter in der Zuschauertabelle der Regionalliga sind wie so oft die Zweitvertretungen der Bundesligisten. Durchschnittlich nur 214 Besucher kommen zu den Heimspielen der TSG 1899 Hoffenheim II. Noch weniger Fans hat nur der VfB Stuttgart II - mit mageren 188 im Schnitt.

Und wie sieht es in der Zuschauer-Auswärtstabelle aus? Da zieht der SSV Ulm 1846 als Gegner am besten. Durchschnittlich 1437 Besucher gehen ins Stadion, wenn die „Spatzen“ mit dem Aalener Geschäftsführer Markus Thiele zu Gast sind. Es folgen Kickers Offenbach (1431), Astoria Walldorf (1361) und der Bahlinger SC (1304). Der VfR Aalen liegt in diesem - zugegebenermaßen fragwürdigen - Ranking nur auf Platz 17 mit durchschnittlich 639 Besichern. Wobei die Ostälbler bislang weder in Offenbach, Ulm, Kassel und Elversberg gespielt haben ...

Marius Funk hat's derzeit nicht leicht. Der Keeper der SpVgg Greuther Fürth hütet seit zwei Bundesliga-Spieltagen das Tor des Aufsteigers. Doch auch der 25-Jährige aus Aalen kann die Talfahrt bislang nicht stoppen. Vier Gegentore hat Funk kassiert, auf das 1:3 gegen den 1. FC Köln folgte nun das 0:1 gegen den Konkurrenten VfL Bochum. „Der Torwartwechsel in Fürth ist verpufft“, titelt das Kicker-Sportmagazin, nachdem Funk die bisherige Nummer eins Sascha Burchert abgelöst hat. Und: „Hat die SpVgg ein Torwartproblem?“

Doch bei aller Kritik: Marius Funk hat in seinen beiden Einsätzen nicht krass gepatzt. Wobei Fürths Trainer Stefan Leitl den Ex-Spieler des FV 08 Unterkochen beim spielentscheidenden Gegentor gegen Bochum nicht aus der Verantwortung nimmt: „Vielleicht kann er am Ende diesen einen Schritt nach vorne machen“, sagt der Kleeblatt-Trainer zum 0:1, beim dem Torschütze Anthony Losilla im Fünfmeterraum zum Abschluss gekommen ist. Am Samstag muss der Tabellenletzte auswärts beim Spitzenteam RB Leipzig ran - wer im Tor steht ist offen.

Ein anderer Torhüter hat durfte sich dagegen feiern lassen: Jasmin Fejzic vom Drittligisten Eintracht Braunschweig war beim 4:2-Sieg gegen Borussia Dortmund II der große Rückhalt. Der Ex-Keeper des VfR Aalen parierte beim Stande von 3:2 einen Foulelfmeter glänzend und hielt seine Elf im Topspiel damit auf Kurs. Die Braunschweiger haben mit dem neuerlichen Erfolg zur Tabellenspitze aufgeschlossen und sind als Vierter punktgleich mit dem Zweiten Dortmund. Und der aus Dorfmerkingen stammende Eintracht-Trainer Michael Schiele gestand hinterher: „Wenn es durch den Elfmeter 3:3 ausgeht, hätte mich das schon angekotzt ...“

Die Trainersuche beim TSV Bartholomä hat mit der Verpflichtung von Valerian Schartschinski (33) ein erfolgreiches Ende genommen. Nachdem man sich kurz vor Saisonbeginn einvernehmlich von Rudi Lorch getrennt hatte, wurde zunächst eine interne Interimslösung mit den Spielern Kurzendörfer und Weygoldt installiert. Valerian Schartschinski startet beim TSV in seine erste Trainerstation bei den Aktiven, nachdem er bereits mehrere Jahre Erfahrung als Spieler sowie B- und A-Jugendtrainer sammeln konnte. Beide Seiten setzen auf Kontinuität und baldigen Erfolg mit der Mannschaft.

Comeback, das nächste: Skispringerin Carina Vogt hat nach ihrer erneut langen Verletzungspause die ersten Sprünge auf einer Schanze absolviert. „Witzig“ sei es gewesen. Und „mega Spaß“ habe es gemacht, sagt die Olympiasiegerin des SC Degenfeld. Aber die 29-Jährige ist auch zurückhaltend. Zu viele Rückschläge hat sie in den vergangenen Jahren einstecken und verarbeiten müssen.

Marius Funk

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