VfR erlebt ein Déjà-vu

+
Sabani Benko,(1. FSV Mainz 05 II,#6),Kindsvater Benjamin,(VfR Aalen,#11), ,Foto: Eibner-Pressefoto/ Uli Scherbaum
  • schließen

Für den Regionalligisten sind bei der U23 des FSV Mainz 05 keine Punkte zu holen. Trotz 1:0 Führung verliert der VfR Aalen im Bruchwegstadion.

Mainz. Wieder ein 3:1 in Mainz. Das erste Spiel der Saison ist für den Aalener Regionalligisten ein Déjà-Vu zum Vorjahr. Eine gute erste Halbzeit, aber keine Tore im letzten Jahr. Und jetzt? Heißt es 0:1 zur Halbzeit. Der VfR Aalen startete nicht nur in die Saison, sondern auch in die Partie gegen die Mainzer U 23 schwungvoll, engagiert, motiviert.

Ein Foul. Ein Elfmeter und der große Jubel in der 17. Minute. Wieder liefern die Mannen von Trainer Uwe Wolf in Mainz starke erste 45 Minuten ab. Und wieder verlassen den VfR Aalen in der zweiten Hälfte die Kräfte.

Der technischen Überlegenheit der Mainzer U 23 setzt der VfR Körperlichkeit und Spielhärte gegenüber und setzt sich damit über weite Strecken der ersten Hälfte durch. Die Aalener setzen die Zweite der Mainzer unter Druck, lassen ihnen nur wenig Raum, greifen früh an. In der 17. Minute dann das Foul im Mainzer Strafraum von Eniss Shabani an Leon Volz. Kapitän Alessandro Abruscia nimmt sich der Aufgabe an und verwandelt zur 1:0-Führung. Der VfR steht hoch, die Reihen eng. Auch Cheftrainer Uwe Wolf ist von der Vorstellung seiner Jungs überzeugt - allerdings nur mit jener in der ersten Dreiviertelstunde.

Es ist ein Schnips mit den Fingern, eine Unachtsamkeit und der Ausgleich in der 50. Minute. Der in der Halbzeit eingewechselte Alessio Curci passt fast von der Grundlinie zurück auf Leon Petö, der zum 1:1 trifft. Es beginnt damit eine Serie an guten Spielzügen der Mainzer, die jetzt so richtig aufdrehen. Mainzer, die die körperliche Überlegenheit mit Laufstärke, Wendigkeit und junger Freche wettmachen. Aalen kann sich in Halbzeit zwei kaum mehr sammeln, verliert mehr und mehr an seiner Ordnung, Absprachen fehlen. Auch die Spielerwechsel sorgen für keine merkliche Veränderung. Im Mittelfeld tut sich der VfR Aalen schwer einen Spielaufbau zu gestalten, die Stürmer werden kaum mehr richtig eingesetzt, die Abwehr verliert in manchen Situationen den Überblick.

Diese Fehler und eine Mainzer Elf, die solche Unachtsamkeiten nutzt, führen zu zwei weiteren Toren. Das 2:1 fällt in der 65. Minute als Lukas Quirin eine Unachtsamkeit der Aalener Abwehr ausnutzt und zu Simon Brandstetter durchsteckt, welcher zur Führung trifft. Und der dritte Treffer fällt in der 81. Minute, als ein langer Pass auf Alessio Curci auf der rechten Seite kommt. Curci steht allein vor Torwart Matthias Layer und hebt den Ball ins Tor.

Kurz vor Schluss müssen sich die Gäste glücklich schätzen, dass nicht noch ein vierter Treffer folgt. Wieder ist es Quirin auf Curci, der im Strafraum vom eingewechselten Sergio Gucciardo gefoult wird. Elfmeter. Layer wehrt ab. Der Nachschuss von Gucciardo geht am rechten Pfosten vorbei.

Mit hängenden Köpfen und fallenden Schultern verließ das Team von Uwe Wolf das Bruchwegstadion. Jetzt heißt es fürs Trainerteam und die Mannschaft, wieder Hoffnung zu schüren, klare Kante zu zeigen, Köpfe wieder aufzurichten, auf Stärken berufen. Denn am Mittwoch steht die nächste Aufgabe bevor:das Achtelfinale im WFV Pokal. Hier muss der VfR Aalen zum Oberligisten FSV Bietigheim-Bissingen. Eine Aufgabe, die der VfR Aalen besser meistern will als das Déjà-vu vom Bruchwegstadion.

Volz Leon,(VfR Aalen,#27), Abruscia Alessandro,(VfR Aalen,c#10), ,Foto: Eibner-Pressefoto/ Uli Scherbaum

Zurück zur Übersicht: Regionalsport

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare