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VfR-Keeper Tim Paterok kann's schwäbisch

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Alexander Haag

Alexander Haag über Vertragsgespräche, Aufstiegsträume und einen Rücktritt

Die Gespräche laufen. Und er sei sich sicher, dass es schon bald neue Vertragsverlängerungen zu vermelden gebe. Das sagt Giuseppe Lepore. Der Geschäftsführer des VfR Aalen bastelt intensiv am Kader für die neue Saison. Dass der Verein zuerst mit den Spielern, dann erst mit Trainer Uwe Wolf über die Zukunft redet, ist für den Geschäftsführer nichts Außergewöhnliches. Und er stellt klar, dass die Profis ihre Entscheidung nicht davon abhängig machen würden, wer Trainer ist. „Ich habe noch kein Gespräch geführt, in dem das die zwingende Info war.“

Einer der 16 Kandidaten, deren Verträge beim VfR Aalen im Sommer auslaufen, ist Tim Paterok. Der Torwart wurde im September nachverpflichtet und hat dann sofort Matthias Layer als Nummer eins verdrängt. Diese Rolle kann sich der 29-Jährige auch künftig beim VfR Aalen vorstellen. „Natürlich kann ich mir vorstellen, hier zu verlängern. Meine Familie fühlt sich auf der Ostalb sehr wohl, und wir haben uns super eingelebt.“ Auch mit dem Schwäbischen hat der gebürtige Paderborner kein Problem. „Ich war ja zuvor schon in Hoffenheim ...“

Es gab schon viele kuriose Trainerrücktritte. Ein weiterer ist beim TSV Ilshofen dazugekommen. Julian Metzger hat sein Engagement beim Oberligisten mit sofortiger Wirkung beendet, weil sich die Mannschaft gegen eine neue Sitzordnung in der Kabine aussprach. Der 28-Jährige wollte nach der enttäuschenden Hinrunde einiges hinterfragen. Neue Reize setzen. Und Grüppchenbildungen ausschließen. Deshalb die neue Sitzordnung. Diese kam nicht gut an. „Hier gibt es keine Profis, die Jungs wollen nach der Arbeit neben ihrem Kumpel sitzen“, sagt Kapitän Lukas Lienert in einem Interview. Mit Metzger ist übrigens das gesamte Trainerteam zurückgetreten, dazu gehört auch Silas Probst. Der wiederum hat vor der Winterpause noch als Physiotherapeut beim VfR Aalen gearbeitet.

Giuseppe Lepore ist dieser Rücktritt nicht verborgen geblieben. Weshalb er Silas Probst als weitere Übergangslösung verpflichten wollte, bis der neue Physiotherapeut aus der Quarantäne kommt und seine Arbeit beim VfR Aalen aufnehmen kann. Dieser Neue heißt Stoyan Nedkov Aleksiev und kommt aus Bulgarien. Weil der aber positiv auf das Coronavirus getestet wurde, darf er derzeit nicht nach Deutschland einreisen. Und auch Probst kann nicht einspringen, auch er ist krank.

„Alter Hase für junge Truppe. #neueskapitel.“ So präsentiert sich Fabian Menig auf Instagram und gibt damit seinen Vereinswechsel bekannt. Der 27-jährige Verteidiger ist in der Winterpause vom Hallescher FC zum 1. FC Nürnberg II gewechselt, wo er die jungen Spieler führen soll. Menig war einst einer der Publikumslieblinge beim VfR Aalen. Er kam nach dem Zweitliga-Abstieg im Sommer 2015 auf Leihbasis vom Bundesligisten SC Freiburg, ehe er im Sommer 2017 zu Preußen Münster weiterzog.

Die SG Riesbürg hat den Kampf um die Aufstiegsplätze in der Kreisliga B IV noch nicht aufgegeben. Zwar rangiert der Verein derzeit auf Rang vier, der Rückstand auf den Tabellenführer SV Elchingen beträgt aber nur zwei Punkte. „Unser Ziel ist es, nochmal ganz oben anzugreifen“, sagt Keeper Patrick Chevalier. Auf einen Spieler muss die SG dabei verzichten. Giuseppe Porcari ist in der Winterpause zu Athletik Nördlingen gewechselt.

Tim Paterok

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