Sportmosaik Alexander Haag und Werner Röhrich über Trainer, Transfers und Torjäger

VfR: Uwe Wolf will Ex-Normanne

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Alexander Haag

Im Testspiel am Mittwochabend waren sie Gegner, sonst sind sie eng befreundet: die Trainer Uwe Wolf vom VfR Aalen und Andreas „Bobo“ Mayer vom SV Neresheim. Kommen sich die beiden künftig auch fußballerisch wieder näher? Ein Blick zurück: In der Saison 2012/2013 wurden sie zusammen mit Hessen Kassel Meister der Regionalliga Südwest - Wolf als Trainer, Mayer als Spieler und Kapitän.

„'Bobo' war ein absoluter Führungsspieler, der gelebt hat, was ich vorgegeben habe“, sagt Wolf. Und fügt hinzu: „Solche Typen brauchst du, um Meister zu werden.“

Zurück zur Gegenwart: Uwe Wolf will Andreas „Bobo“ Mayer am liebsten wieder um sich haben. „Es ist kein Geheimnis, dass ich 'Bobo' gerne in meinem Trainerteam hier hätte.“ Denn: Der Ex-Spieler des FC Normannia Gmünd sei einerseits ein Kumpeltyp, andererseits „kann er sehr unangenehm sein“. Und: Der Ex-Profi komme zudem aus der Region. „Bobo“ Mayer selbst will sich zu diesem Thema nicht äußern.

Der VfR Aalen ist Spitzenreiter. Zwar nicht in der Tabelle der Regionalliga Südwest, dafür aber in einer Statistik der aktuellen Spielzeit. Denn: Keine andere Mannschaft erzielte bislang mehr Tore durch Freistöße. Neunmal hat die Elf von Trainer Uwe Wolf nach diesen Standards bereits getroffen - dreimal direkt und sechsmal nach indirektem Freistoß. Einer ist dafür hauptverantwortlich: Kapitän Alessandro Abruscia, der einige seiner elf Saisontore nach einem ruhenden Ball erzielte.

Gedulden muss sich Uwe Wolf bei einigen verletzten Spielern. Dass Keeper Daniel Bernhardt dem Regionalligisten VfR Aalen mit seiner schweren Schulterverletzung noch lange fehlen wird, ist bekannt. Weiterhin verzichten muss der Trainer des VfR Aalen aber auch auf Jonas Arcalean und Sascha Korb, die sich beide im Aufbautraining befinden und vorerst keine Option sind.

Aber es gibt auch Erfreuliches im Kader des VfR Aalen: Benjamin Kindsvater beispielsweise ist zurück im Mannschaftstraining. Wobei der Trainer bei dem Angreifer kein Risiko eingehen will. So ist der 28-Jährige fürs Spiel gegen den SV Neresheim an diesem Mittwoch keine Option. Das gilt auch für Steffen Kienle, sich an einer Oberschenkelzerrung laboriert. „Steffen hat aber seine erste Läufe bereits absolviert.“

Markus Thiele hat seinem Ex-Verein einen Gefallen getan. Zumindest indirekt. Denn der Geschäftsführer der SSV Ulm 1846 hat Stürmer Simon Klostermann von der TSG Balingen zu den „Spatzen“ gelockt. Heißt: Die Balinger als direkter Konkurrent der Ostälbler müssen ab sofort ohne ihren besten Torjäger auskommen, der in der laufenden Regionalliga-Saison bereits neun Treffer auf seinem Konto hat.

Weniger Freude hat Markus Thiele derzeit mit einem ehemaligen Aalener: Anton Fink wurde in Ulm einst als Königstransfer bezeichnet, überzeugen konnte der Drittliga-Rekordtorjäger aber selten. Der Geschäftsführer hat deshalb mit Fink über eine vorzeitige Vertragsauflösung geredet, „aber es gibt aktuell keinen anderen Verein“. Und dann gibt's in Ulm noch einen, den der Aalener gerne von der Gehaltsliste hätte: Ex-Trainer Holger Bachthaler. „Wir müssen genauso aufs Geld schauen wie andere“, sagt Thiele. Immerhin: Seit Saisonbeginn sind bei den „Spatzen“ 21 neue Sponsoren und Partner dabei.

Diant Ramaj, ehemaliger Torhüter des Zweitligisten 1. FC Heidenheim, machte bei seinem Profi-Debüt für die Eintracht Frankfurt eine unglückliche Figur. In der Bundesligapartie gegen den FC Augsburg verspekulierte sich der Keeper allerdings. Ramaj rechnete mit einer Flanke des Augsburger Angreifers - stattdessen landete der Ball im offenen Torwarteck, was das 1:1 für Augsburg bedeutete.

Die einen spielen, die anderen nicht. Im Tischtennis ruht der Spielbetrieb unterhalb der Oberliga mindestens noch bis Ende Januar. Da haben die Teams nach Dreikönig sehr kurzfristig erfahren. Auch in Untergröningen, wo deren 1. Damenmannschaft um den Wiederaufstieg in die Oberliga kämpft. Die in Stuttgart wohnende Sabine Holzwarth ist deshalb extra zum Training ins Kochertal gereist. Tags darauf erfuhr sie von der Absage des Spiels am Wochenende. Spaß gemacht hat's trotzdem. Aber, sagt Teamkameradin Laura Henninger: „So langsam wächst der Frust.“ Es hilft nichts. Ob die Runde zu Ende gespielt werden kann wird sich Ende Januar entscheiden. Bleibt nur: Abwarten - und Tee trinken...

Werner Röhrich

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