Vieles ist neu beim SV Neresheim

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Die Mannschaft des SV Neresheim, obere Reihe:Samuel Schultes, David Miladinovic, Fabio Mango, Dario Cutura, Oguzhan Cay, Fatih Yildiz,; mittlere Reihe:Sportlicher Leiter Harald Zettl, 1.Vorstand Gerhard Reiger, Teammanager Stefan Aubele, Dominik Pfeifer,

Trainer Andreas „Bobo“ Mayer will mit dem SV Neresheim die Mammutaufgabe Landesliga meistern, und den Klassenerhalt sichern.

Neresheim. Für den SV Neresheim steht die dritte Saison in der Landesliga an. An der Seitenlinie wird künftig Andreas „Bobo“ Mayer das Sagen haben.
Damit hatte kaum einer gerechnet: Unfreiwillig und plötzlich musste Andreas „Bobo“ Mayer seine Karriere als Spieler und spielender Co-Trainer beenden. Aus gutem Grund: Er trat die Nachfolge von Manfred Raab als Trainer beim SVN an. „Für mich kam das alles sehr überraschend. Manfred Raab und ich hatten die Vorbereitung bereits geplant. Doch schon zu diesem Zeitpunkt machte er bereits Andeutungen, dass er aufhören will. Ich hatte versucht ihn vom Gegenteil zu überzeugen, doch das gelang letztlich nicht“, berichtet Neu-Trainer Andreas „Bobo“ Mayer und ergänzt: „Der Verein ist dabei gleich auf mich zugekommen. Nach etwas Bedenkzeit habe ich schließlich zugesagt.“
Die Bedenkzeit hatte gute Gründe, denn „Bobo“ Mayer erhielt auch Angebote von Profivereinen: In der ersten Liga in der Schweiz und Österreich - oder in der dritten Liga in Deutschland hätte er als Co-Trainer agieren können. Das alles lehnte er ab, stattdessen übernahm er den Trainer-Posten beim Landesligisten SV Neresheim: „Ich bin mit der Region einfach verwurzelt. Klar habe ich in den vergangenen 20 Jahren auch etwas anderes gesehen. Aber ich möchte im Amateur-Fußball bleiben und finde, dass die Landes-, Verbands- und Oberliga einfach spannende Ligen mit einigen Traditionsvereinen sind. Wir alle in Neresheim wissen, dass die Landesliga eine Mammutaufgabe wird. Doch ich freue mich auf diese Saison und bereue meine Entscheidung definitiv nicht.“
Eigentlich wollte „Bobo“ Mayer noch eine Saison als spielender Co-Trainer bestreiten, ehe er seine lange aktive Karriere endgültig an den Nagel gehängt hätte. Für den 40-Jährigen war es aber nicht reizvoll die Saison als Spielertrainer anzugehen: „Das kann man vielleicht in der Kreisliga machen. Meiner Meinung nach ist so etwas aber bereits ab der Bezirksliga nicht mehr möglich. Ich bin ein Spieler, der sich immer an der eigenen Leistung messen lassen will. Es ist einfach schwierig, wenn man selber hundertprozentige Chancen verballert, dann aber andere als spielender Trainer anmeckert, weil ihnen ähnliches passiert ist. Das ist nicht meine Art. Deshalb kam für mich nur in Frage: entweder Spieler oder Trainer.“
Rückblickend ist Andreas „Bobo“ Mayer mit den ersten sechs Wochen seiner neuen Tätigkeit sehr zufrieden. Er betont, dass alle Spieler hart gearbeitet haben: sowohl was den taktischen, als auch den körperlichen und konditionellen Bereich angeht. Auch die Integration der zahlreichen neuen Spieler ist gelungen.
Der SV Neresheim bestritt in der Vorbereitung insgesamt sechs (ein Sieg und zwei Unentschieden) Testspiele und „Bobo“ Mayer zog größtenteils ein positives Fazit: „Ich bin mit den Spielen sehr zufrieden, da ich zahlreiche Erkenntnisse und Schlüsse ziehen konnte. Diese gilt es nun noch zu verfeinern.“ Im ersten Pflichtspiel, Runde eins im WFV-Pokal, gab es eine knappe 1:2-Niederlage beim Liga-Mitbewerber 1. FC Frickenhausen.
Die Mission Klassenerhalt startet an diesem Samstag um 15.30 Uhr gegen die TSVgg Plattenhardt. Eine Woche später steht dann das Duell bei der SSG Ulm an.

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