Vier Tage volle Tennis-Power in Oberkochen

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Endspiel: Maximilian Homberg
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Der 17-jährige Maximilian Homberg vom TC Ismaning gewinnt den Kocher-Cup des TC Oberkochen in drei spannenden Sätzen gegen Patrick Zahraj aus Pforzheim.

Oberkochen.

Drei Tage hochklassiges Herrentennis gab es in Oberkochen beim FILA-Cup zu sehen, viele spannende und enge Matches fanden statt. Und auch das Endspiel bot am Sonntag jede Menge Spannung.

Insgesamt 32 Spieler traten am Freitag bei bestem Wetter auf den acht Plätzen der Anlage des TC Oberkochen im Hauptfeld an, acht davon hatten sich durch die Qualifikation am Donnerstag gekämpft. Die meisten der gesetzten Spieler standen dann auch im Viertelfinale am Samstagvormittag, die Zuschauer sahen teils spannende Partien. Hierhin hatte sich auch der 17-jährige Maximilian Homberg (TC Ismaning), an Nummer 17 gesetzt, bis hierher gespielt, und siegte auch in seinem Viertelfinale. Ganz spannend machten es hier Thorsten Bertsch (TC Iserlohn) und Christian Hansen (Marienburger TC), die sich nach einer Spielzeit von viereinhalb Stunden mit 6:7, 6:2, 6:1 trennten – bei sehr sommerlichen Temperaturen.

Aufwendige Anreise

Im Halbfinale besiegte der junge Homberg dann Bertsch mit 6:1 und 6:1, der an Nummer eins gesetzte Patrick Zahraj aus Pforzheim siegte gegen Leopold Zima (Rochusclub Düsseldorf). Zahraj, 22 Jahre alt, war erst am Dienstag mit der Bahn von einem Turnier in den Niederlanden angereist und steht derzeit auf Platz 55 der Rangliste des Deutschen Tennisbunds DTB. Homberg, im Vorjahr beim Kocher-Cup in der Qualifikation ausgeschieden, liegt auf Platz 102 der Rangliste, aber auch auf Platz 60 der Juniorenweltrangliste. Am Dienstag geht es für ihn nach New York zu den US-Open der Junioren.

Am Sonntag war das Wetter dann durchwachsen. Das Weißwurstfrühstück und das begleitende Konzert des Musikvereins fanden noch im Trockenen statt. Zuschauer und Musiker hatten jede Menge Spaß beim ersten Konzert des MV seit 18 Monaten.

Im Endspiel startete Patrick Zahraj startete gegen Maximilian Homberg besser ins Spiel und führte schnell 2:0. Homberg konnte dann auf 1:2 und 2:3 verkürzen. Beide Spieler machten auf der Vorhand mit harten Schlägen Tempo, auf der Rückhand eher Slizebälle.

Beide Spieler mit viel Tempo

Homberg streute immer wieder einen kurzen Stopball ein, überraschte seinen Gegner aber auch mit genauen Passierbällen. Beim 4:3 ging er erstmals in Führung. Beim Stand von 5:4 und 40:30 für Homberg setzte Regen ein, eine Pause von fast 45 Minuten war nötig. Nachdem der Platz frisch abgezogen und an mehreren Stellen mit frischem Sand aufgefüllt war, gewann Homberg den Satz mit 6:4. Und Zahraj benötigte eine Behandlung, weil er auf dem frischen Material ausgerutscht war.

Spannender Spielverlauf

Ähnlich begann Satz zwei. Zahraj führte 2:0 und dann 3:1, ehe Homberg ausglich. Bei diesem Spielstand sagte Zahraj, dass er auf dem frischen Sand nicht weiterspielen wolle wegen der Verletzungsgefahr. Man wechselte auf einen anderen Platz. Hier gewann Zahraj den 2. Satz mit 7:5. Auch in Satz drei ging es ausgeglichen weiter. Bis zum 4:4 schenkten sich beide nichts, ehe Homberg sich mit 6:4 durchsetzte. Beide Spieler bedankten sich bei der Siegerehrung für die gute Organisation.

8500 Euro Preisgeld schüttete Organisator Hubert Wunderle aus, 2300 Euro erhielt der Sieger, 1500 der Finalist. Für die Zuschauer gab es bei einer Tombola wertvolle Preise, darunter ein Set mit einer hochwertigen Tennisausrüstung und ein Fahrrad.

Vorrunde: Noah Schlagenhauf
Endspiel: Patrick Zahraj

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