Vom Bruchweg in den Bruchwald

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Uwe Wolf und die Spieler vom VfR Aalen
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Im Achtelfinale des WFV-Pokals trifft der Regionalligist auf einen Oberligisten.

Aalen. Die 1:3-Niederlage aus Mainz ist noch nicht ganz verdaut, da muss der VfR Aalen seine nächste wichtige Aufgabe in Angriff nehmen: Das Achtelfinale im WFV-Pokal gegen den Oberligisten aus Bietigheim-Bissingen.

Gleich zweimal musste die Partie verlegt werden, nun muss die Elf von Chefcoach Uwe Wolf am Mittwoch im Bruchwaldstadion ran. Anpfiff ist um 19 Uhr.

Enttäuscht und aufgebracht wirkte Uwe Wolf nach dem Flop zum Saisonstart bei der U23 des 1.FSV Mainz 05. „Wir haben in der zweiten Halbzeit all die Tugenden, die wir gebraucht hätten, vermissen lassen.“ Der Wunsch, erfolgreich in die Saison zu starten, ist nicht in Erfüllung gegangen. „Aber das Schöne in einer englischen Woche ist“, beginnt Wolf, „dass wir die Möglichkeit haben, das schnellstmöglich wieder gutzumachen. Wir haben nicht lange Zeit, darüber nachzudenken, sondern haben das nächste Spiel vor der Brust und da müssen wir jetzt nach vorne schauen.“

Der FSV Bietigheim-Bissingen kegelte die SG Sonnenhof Großaspach aus der dritten Runde des WFV-Pokals (3:2 n.V.) und verhinderte ein Aufeinandertreffen der Regionalligisten. „Wie man so schön sagt: Der Pokal schreibt seine eigenen Regeln“, erinnert Wolf.

Aalens Trainer hat sich das Duell angesehen und weiß, mit welcher Leidenschaft die Bietigheimer auf den Platz treten: „Sie haben verdient gewonnen, sie haben Einsatz und Laufbereitschaft gezeigt und sie haben eine sehr starke Offensive.“ Darauf muss sich der VfR Aalen nun am Mittwochabend einstellen. Es gehe nicht allein darum, in jeder Situation die fußballerisch besten Lösungen zu finden, sondern die Grundtugenden auf den Platz zu bringen. Denn: „Gegen Großaspach hat Bissingen viel Biss gezeigt.“

Mit Mentalität und Leidenschaft will der Regionalligist den Oberligisten schlagen. Und nach ihnen gleich noch mindestens drei weitere Gegner. Das Ziel ist klar definiert: der Einzug in den DFB-Pokal. „Und dazu müssen wir jeden Gegner schlagen“, bekräftigt Wolf.

Und das kann mit seinem Team klappen? „Die Mannschaft zeigt große Mentalität und hat Charakter.“ Darauf lässt sich laut Wolf aufbauen. „Wir müssen uns jetzt aufs Pokalspiel fokussieren, wo es letzten Endes auch um viel Geld geht.“

Mehr Strenge zeigen will der Trainer aber nun nach der Partie in Mainz. Nach einer guten ersten Halbzeit und der verdienten Führung in der 17. Minute, ließ der VfR Aalen in Halbzeit zwei jegliche Form vermissen und kam kaum mehr zu gefährlichen Torchancen. Hängende Köpfe, abfallende Schultern, statt erhofftem Torjubel. Das soll sich am Mittwoch nun ändern.

Immer wieder betont Wolf den Vorteil der Breite des Kaders: „Wir können die frischesten Spieler auf den Platz bringen.“ Sarah Schwellinger

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