Von Wasser, Burger und Freiluftkampf

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Die vier Athleten des AC Röhlingen (von links: Leo Winter, Adrian Maierhöfer, Jonas Stark, Luis Aschauer) waren für drei Wochen in den USA zu einem Ringeraustausch. Dabei gab es einige Highlights wie einen Freiluftkampf.

Vier Nachwuchsringer des AC Röhlingen waren für drei Wochen in den USA. Neben zahlreichen Kämpfen haben sie auch den Bundesstaat Montana kennengelernt.

An dieses Jahr werden sich Leo Winter, Adrian Maierhöfer, Jonas Stark und Luis Aschauer noch lange dran erinnern. Nach dem sensationellen Gewinn der Bronzemedaille bei den deutschen Jugendmannschaftsmeisterschaften in der heimischen Halle waren die vier Nachwuchsringer vom AC Röhlingen im Sommer für einen Ringeraustausch in den USA.

"Es war richtig cool und hat sehr viel Spaß gemacht", war Winter begeistert von dem dreiwöchigen Austausch. Ende Juli ging es für ihn und seine drei Teamkollegen nach Montana zum Ringeraustausch. Diesen Austausch mit dem amerikanischen Ringerverband gibt es bereits seit zehn Jahren. Alle zwei Jahre reisen deutsche Athleten in die USA und im jeweils versetzen Jahr kommen amerikanische Nachwuchsringer nach Württemberg.

Der Fokus der Delegation aus 17 Nachwuchsathleten und zwei Betreuern lag dabei nicht nur auf dem sportlichen Gedanken, sondern auch auf den kulturellen Austausch. "Das Highlight war auf dem Wasser. Dort sind wir zum Beispiel auf einem Flyboard gefahren", berichtet Jonas Stark. Das hat auch seinen Teamkollegen gefallen. "Wir sind Flyboard, Jetski und Wakeboard gefahren und sind auch geraftet", fand Winter Gefallen an den angebotenen Aktivitäten.

Whirlpool und kleine Matratzen

Insgesamt vier Städte in Montana bereisten die vier Röhlinger Ringer mit ihren Auswahlkollegen. Neben der größten Stadt Montanas, Billings, weilte das Team auch in Sidney, Kalispell und Missoula. Untergebracht waren die Jugendlichen dabei in Gastfamilien. "Die Familien waren alle freundlich, auch wenn sie ziemlich unterschiedlich waren. Manche hatten einen Whirlpool und manche mussten auf kleinen Matratzen schlafen", erinnert sich Stark gerne an die Zeit in der Gastfamilie.

Auch Winter war sehr zufrieden mit den Unterkünften. "Man ist direkt gut aufgenommen worden. Wir wurden auch gut versorgt. Es hat uns also an nichts gefehlt", war das Ringertalent vollauf zufrieden. Er besuchte dabei auch den Yellowstone und Glacier Nationalpark.

Doch neben all dem kulturellen Austausch wurde natürlich auch gerungen. In jeder Stadt standen dabei Kämpfe mit Ringern der lokalen Highschools an. "Es war ziemlich gut. Wir haben zwar nicht jeden Kampf gewonnen, aber trotzdem gute Kämpfe abgeliefert", war der junge Jonas Stark zufrieden mit seinen Auftritten.

Das hat uns einen Extraschub gegeben.

Leo Winter, Ringer beim AC Röhlingen

Ringen im Baseballstadion

Besonders dabei war auch, dass vor dem Start der Kämpfe in jeder Highschool die deutsche Nationalhymne abgespielt wurde. Etwas, was man hierzulande nicht kennt. "Das hat nochmal einen Extraschub gegeben. Man hat sich dadurch nochmal richtig motiviert für die Kämpfe", beschreibt Winter die außergewöhnliche Erfahrung.

Ein Highlight war zudem der Kampf in Kalispell. Dort kämpfte die württembergische Auswahl gegen das lokale Highschool-Team in einem Baseball-Stadion. "Das war etwas ganz anderes, weil wir auch auf einer anderen Höhe gerungen haben. Wir hatten auch anderes Essen und dadurch hatten wir keine gute Kondition", berichtet Stark von dem etwas anderen Ringkampf. "Zu Essen gab es häufig Burger", führt Winter mit einem Lachen aus.

Dabei konnten die vier einiges vom amerikanischen Ringen mitnehmen. "Sie haben einen komplett andere Stilart wie wir. Sie ringen Folkstyle und wir ringen Freistil und griechisch-römisch. So dürfen sie am Boden gar nicht klammern", erläutert Stark die Unterschiede der Stilarten. "Man kann den ein oder anderen Grifft mit nach Deutschland nehmen", hat Winter etwas gelernt, was er in der bevorstehenden Saison anwenden will.

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