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Vor dem Spiel in Aalen: Der VfB Stuttgart II bedient sich bei den Bundesliga-Profis

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Alexander Haag
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Zusammen 264 Bundesligaspiele, 50 Tore und einen Marktwert von 11,8 Millionen Euro: Das können die vier Spieler vorweisen, die am vergangenen Spieltag für den VfB Stuttgart II auf dem Platz standen. Allerdings: Die Profis Daniel Didavi, Roberto Massimo, Mateo Klimowicz und Wahidullah Faghir konnten die Niederlage gegen die TSG Balingen auch nicht verhindern.

Zwar gelang dem erst 18-jährigen Faghir zwischen zeitlich das 1:1, am Ende aber stand es 1:2 aus Sicht der Bundesliga-Reserve.

Damit ist der VfB Stuttgart II in der Regionalliga Südwest nur noch einen Punkt vom ersten Abstiegsrang entfernt - und steht am Freitagabend gehörig unter Druck. Gegner ist dann der VfR Aalen, und auch bei dem läuft derzeit wenig zusammen. Seit sieben Spielen sind die Ostälbler nun schon sieglos, und auch unter dem Nachfolger des entlassenen Trainers Uwe Wolf gab's bislang noch keinen Dreier. Ein Unentschieden und zwei Niederlagen, das ist die bescheidene Bilanz von Christian Demirtas. Zum Vergleich: In der Hinrunde hat der VfR gegen diese sieben Gegner Pirmasens, Schott Mainz, Bahlingen, Balingen, Gießen, Steinbach Haiger und Großaspach 12 Zähler gesammelt.

Es ist das große Wiedersehen nach der Corona-EM: Nach den Titelkämpfen mit 18 positiven Fällen haben sich die deutschen Handballer zu einem Lehrgang in Kamen-Kaiserau getroffen. „Wir hatten damals teilweise keine Möglichkeit, uns persönlich zu verabschieden“, sagt Kapitän Johannes Golla. Allerdings sind nicht alle Nationalspieler der EM an Bord. So fehlen beide Gmünder. Sowohl Kai Häfner als auch Djibril M'Bengue mussten ihre Teilnahme an dem Lehrgang kurzfristig absagen. Die zwei Ex-TSBler fehlen damit auch am Samstag und Sonntag in den beiden Testspielen gegen Ungarn.

Apropos TSB Gmünd: Der hat ohne seinen an Corona erkrankten Trainer Dragos Oprea den SV Fellbach mit 35:31 geschlagen. „Unsere junge Mannschaft hat es geschafft, einen sehr abgezockten Gegner in der wichtigen Phase zu bezwingen. Zu keiner Zeit hatte ich das Gefühl, dass dieses Spiel kippen könnte“, sagt Michael Hieber. Nach dem Schlusspfiff bedankte sich der Abteilungsleiter bei seinen Spielern. „Es war für alle Beteiligten keine einfache Situation und dennoch für mich persönlich ein tolles Erlebnis.“ Dass das Team so extrem fit ist, sei der Verdienst von Oprea, der bei seiner Rückkehr jetzt nicht mehr den Tabellensechsten, sondern den Dritten coachen kann.

Na also, Carina Vogt kann noch gewinnen. Beim Continental-Cup in Park City ist die Olympiasiegerin und Fünffach-Weltmeisterin des SC Degenfeld souverän auf Platz eins gesprungen. Mit Weiten von 84,5 und 86,0 Metern deklassierte sie die Zweitplatzierte Natalie Eilers aus Kanada um fast 10 Punkte. Den deutschen Triumph rundete Josephin Laue als Dritte ab. Und die Wettkämpfe in Amerika sind damit noch nicht beendet. Bereits am Freitag will Vogt im B-Weltcup wieder angreifen, beim Wettkampf in Whistler. Das dritte und letzte Springen steigt dann am 25. März in Lake Placid. Allerdings bekommt die Waldstetterin jetzt namhafte Konkurrenz: Katharina Althaus, die bei den Olympischen Spielen in Peking Silber gewonnen hat, ist jetzt über den Teich geflogen und greift ebenso ein.

Die Ringer gehen auf die Matten. Und für die Frauen steht ein Wettkampf in Aalen an. Am Ostersamstag ermitteln die Mädels bei den internationalen baden-württembergischen Meisterschaften ihre Landessieger. Natürlich wollen sich die Lokalmatadore in der Ulrich-Pfeifle-Halle besonders gut präsentieren.

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