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Was Markus Thiele nicht wusste

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Markus Thiele
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Alexander Haag über volle Ränge, auslaufende Verträge und eine tolle Serie.

Das gab's im Schwerzer schon lange nicht mehr: volle Ränge bei einem Ligaspiel des FC Normannia Gmünd. Gut 800 Zuschauer haben sich das Verbandsligaspiel gegen den TSV Essingen (1:3) angeschaut. „Es hat alles gepasst: Spitzenspiel, Derby, dazu das Wetter und die Tatsache, dass wir im Stadion spielen durften“, sagt FCN-Präsident Alexander Stütz. Zuletzt gab es ein solch großes Interesse am 9. März 2019. Damals spielte der FC Normannia noch in der Oberliga, und beim Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers (0:1) wurde sogar die 1000-Zuschauer-Marke geknackt.

Ja, in die Oberliga will der FC Normannia Gmünd in den kommenden zwei Jahren gerne zurückkehren. Am liebsten schon in dieser Saison. „Der Aufstieg bleibt auch nach der Derby-Niederlage unser Ziel“, sagt Alexander Stütz und fügt hinzu, dass „unsere Ausgangsposition für die Rückrunde sehr gut ist - zumindest was den Relegationsplatz zwei betrifft.“ Aber der FCN-Präsident stellt auch klar, dass „wir Platz eins noch nicht abgeschrieben haben“. Mit der ersten Saisonhälfte ist Stütz absolut zufrieden. „Wir haben uns gegen einige vermeintlich schwächere Gegner vielleicht mehr erhofft, dafür haben wir aber auch sehr starke Spiele gegen Ehingen-Süd, Ilshofen oder in Essingen abgeliefert.“ Und: Wenn es so weitergeht ist sich der Präsident sicher, dass auch in der Rückrunde die Tribüne im WWG-Sportpark wieder voll sein wird. „Wir wollen da an die Hinrunde anknüpfen und die Zuschauer mit unserem Fußball begeistern.“

Apropos Fans: Wenn überhaupt, dann ist das Zuschauerinteresse das einzige Manko des 1. FC Heidenheim in der ersten Saisonhälfte. 8985 Besucher kamen im Schnitt zu den Heimspielen, da ist der zweitschlechteste Wert in der 2. Bundesliga. Nur eine Mannschaft hat weniger Zuschauer: der SV Sandhausen (5502). Auch FCH-Trainer Frank Schmidt hat das fehlende Interesse schon moniert, vor dem 5:4-Spektakel gegen Jahn Regensburg ist er davon ausgegangen, dass die 10 000-Zuschauer-Marke in der Voith-Arena geknackt wird - gekommen sind nur 9695. Umso erfreulicher ist, dass sich nun bereits 5000 Fans eine Rückrunden-Dauerkarte besorgt haben.

„Wissen Sie, was am 4. Dezember 2021 war?“ Das wurde Markus Thiele gefragt. „Nein, was war da“, antwortete der Geschäftsführer des SSV Ulm 1846. Seit diesem Tag hat der Regionalliga-Tabellenführer im heimischen Donaustadion nicht mehr verloren. Sprich: Die Ulmer sind daheim seit einem Jahr ungeschlagen. Ohnehin hat der Aalener den Eindruck, dass sich die Stimmung in Ulm verändert hat. Zuletzt, so Thiele, sei er sogar beim Joggen an der Donau angesprochen worden. „Dass man doch aufsteigen soll. Das war vor einem Jahr noch nicht so ...“

Nur zwei Wochen Urlaub hat Michael Schiele seinen Spielern gegönnt. Der Trainer des Zweitligisten Eintracht Braunschweig ist am Montag ins Vorbereitungstraining gestartet. Auch abseits des Platzes sollen die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Die Braunschweiger wollen den am 30. Juni 2023 auslaufenden Vertrag mit dem 44-jährigen Fußballlehrer aus Dorfmerkingen unbedingt verlängern. Schiele hat die Braunschweiger im Juni 2021 übernommen und in die 2. Bundesliga geführt. Zwischen 2011 und 2015 war er Co-Trainer beim VfR Aalen und damit mitverantwortlich für den Aufstieg in die 2. Bundesliga im Jahr 2012. Und noch einer soll bei der Eintracht verlängern: Geschäftsführer Peter Vollmann. Auch der 64-Jährige hat eine VfR-Vergangenheit, er war zwischen 2015 und 2018 Trainer des damaligen Drittligisten.

Alexander Stütz
Alexander Haag

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