Wechselbad der Gefühle

+
Die Radballer zeigten tolle Leistungen.
  • schließen

Hofen. Verständlicherweise etwas enttäuscht wirkten Magnus Öhlert und Dennis Berner vom RKV Hofen. Es war summa summarum sicherlich mehr drin, aber irgendwie fehlte die Konstanz. Zwischen himmeljochjauchzend und zu Tode betrübt wechselten die Gefühle bei Spielern, Trainern und den Hofener Fans. Schon das Halbfinale am Samstag erwies sich für Öhlert/Berner als recht durchwachsen.

Nach einem eher verhaltenen Start und einem 5:3 Arbeitssieg gegen das Team aus konstanz folgte ein furios herausgespieltes 7:3 gegen den RV Gärtringen. Mit einem weiteren Sieg hatte man die Qualifikation fürs Finale sicher vor Augen, aber der Weg war steinig. Die Mannschaft aus dem sächsischen Wiednitz geriet gegen den RKV Hofen zwar schnell mit 0:3 in Rückstand, doch die beiden Sachsen gaben nie auf, sie remisierten den Rückstand und die Begegnung blieb spannend. Nach dem Seitenwechsel besannen sich Öhlert/Berner ihrer wahren Stärke und belohnen sich mit einem 7:5-Erfolg. Die Pflichtaufgaben waren erfüllt, gegen das Bundesliga-Kaderteam aus Großkoschen folgte nun die erste große Bewährungsprobe. Die clever und ballsicher agierenden Brandenburger gingen schnell mit 2:0 in Führung, setzten die Gastgeber unter Druck. Der Jubel auf Hofener Seite war groß, als der RKV den 2:2-Ausgleich geschafft hatte. Großkoschen aber ließ nicht locker und marschierte zum 4:2-Sieg. Auch im letzten Halbfinal-Spiel gegen das Zweitliga-Team vom RSV Sangerhausen musste der RKV Hofen einen 0:2-Rückstand hinnehmen. Mit viel Moral gelang der Ausgleich, aber am Ende war Sangerhausen einfach zu stark und siegte mit 5:2. Immerhin: Als Gruppendritte waren Öhlert/Berner nach Sangerhausen und Großkoschen und vor Gärtringen fürs Finalturnier qualifiziert.

Das Podest knapp verfehlt

Um ein Wort bei der Vergabe des Pokals mitsprechen zu können, war es nötig, unter die ersten zwei Teams der Gruppe zu kommen, die aus den vier ersten Mannschaften des Halbfinal-Turniers gebildet worden waren. Die Finalgruppe, in der Hofen zu bestehen hatte, bestand aus Darmstadt, Großkoschen und Hähnlein. Da der VC Darmstadt allerdings aus gesundheitlichen Gründen die Turnier-Teilnahme zurückziehen musste, war ein schweres Spiel weniger zu absvolvieren. Die Hofener hielten gegen den großen Favoriten und späteren Turniersieger RSV Großkoschen mutig dagegen. Mit einer hervorragenden kämpferischen Leistung konnte man den 0:2-Rückstand egalisieren. Letztlich mussten sich Öhlert/Berner aber durch ein unglückliches Gegentor den Mannen aus Brandenburg mit 4:5 geschlagen geben. Gegen den RSV Hähnlein galt es nun unbedingt zu gewinnen, um das Halbfinale zu erreichen. Mit Bravour und dem Motto „Jetzt oder nie“ gingen die RKV-Schützlinge ans Werk und erspielten sich einen 5:2-Erfolg. Die Tür zum Halbfinale war geöffnet. Hier traf Hofen als Gruppenzweiter der Gruppe eins auf den Gruppenersten der Gruppe zwei, das Team vom RSV Sangerhausen. Öhlert/Berner agierten in diesem Match zu ungeduldig und überhastet. In einem Spiel auf letztlich doch hohem Niveau siegte Sangehausen verdient mit 5:3. Der RKV Hofen war damit im kleinen Finale um Rang drei. Jetzt schien das Feuer aber ziemlich erlöscht, die schweren Spiele zuvor hatten ihre Spuren hinterlassen. Trotz Führungstreffer wollte gegen RVW Naurod kein Spielfluss aufkommen und Öhlert/Berner unterlagen mit 3:4. Damit blieb den Gastgebern der undankbare vierte Rang. Naurod wurde Dritter - das Finale konnte Großkoschen gegen Sangerhausen mit 4:3 für sich entscheiden und den Deutschland-Pokal entgegennehmen.

Zurück zur Übersicht: Regionalsport

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare