Weiter fünf in der Landesliga unterwegs

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Die Landesliga-Schiedsrichter der Gruppe Schwäbisch Gmünd: Dominik Barth, Manuel Krieger, Miriam Dreher, Johannes Röhrig, Felix Strukelj (von links).

Neustart für die Schiedsrichtergruppe Schwäbisch Gmünd nach langer Pause – Neulingskurs auf Ende Januar 2022 terminiert

Schwäbisch Gmünd. Auch für die Schiedsrichtergruppe Schwäbisch Gmünd war es eine außergewöhnliche Saison. Nur an 120 von insgesamt 365 Tagen durfte der Ball rollen, ehe die Saison zuerst unterbrochen und dann in allen Liegen des Verbandes abgebrochen und annulliert wurde. Auch bei den Beobachtungsschiedsrichter wurde die Saison annulliert. Die Gmünder Gruppe hat zum Neustart in die Saison 2021/22 mit 105 aktiven Schiedsrichtern nur leichte Verluste. Weiter fünf davon sind in der Landesliga unterwegs.

Auch für die Schiedsrichter der Gmünder Gruppe war die Saison 2020/21 eine außergewöhnliche Saison. An nur 120 von insgesamt 365 Tagen durfte der Ball rollen, genauer gesagt vom 01. Juli bis 28. Oktober 2020, ehe aufgrund der Pandemie der Spielbetrieb zuerst unterbrochen wurde, ehe die Saison dann in allen Liegen des Württembergischen Verbandes abgebrochen und annulliert wurde. Dadurch, dass der Spielbetrieb nur ein Drittel der Saison absolviert wurde, konnten 114 aktive Gmünder Schiedsrichter nur insgesamt 827 Spiele leiten, was auch einem Drittel der Spielleitungen einer kompletten Saison entspricht. In der letzten komplett absolvierten Saison 2018/19 vor der Pandemie wurden von den Gmünder Unparteiischen noch insgesamt 2.781 Spiele geleitet.

Im Beobachtungswesen wurden die Gmünder Schiedsrichter in der vergangenen Saison von Miriam Dreher (TSV Ruppertshofen), Dominik Barth (1. FC Stern Mögglingen), Manuel Krieger (TSB Gmünd), Johannes Röhrig (Spfr. Lorch) und Felix Strukelj (TSV Heubach) in der Landesliga vertreten, wodurch sie die ranghöchsten Schiedsrichter der Gmünder Gruppe waren. Auch bei den Beobachtungsschiedsrichter wurde die Saison annulliert, wodurch es keine Auf- und Absteiger gab. So leiten die bisherigen fünf Aushängeschilder der Gmünder Gruppe auch in der kommenden Saison 2021/22 weiter Spiele in der Landesliga. Manuel Krieger amtiert somit bereits die sechste Saison in der Landesliga, Johannes Röhrig eine weniger. Miriam Dreher und Dominik Barth gehen in die jeweils vierte Runde und Felix Strukelj in seine dritte Spielzeit. Zudem wurde Felix Strukelj als einer von nur zwölf Assistenten aus dem gesamten Verbandsgebiet eine weitere Saison zur A- und B-Junioren Bundesliga nominiert und ist nochmals beim Bundesliganachwuchs unterwegs. Dadurch stellt die Gmünder Gruppe schon in der fünften Saison hintereinander mindestens einen von nur zwölf Assistenten im gesamten Verbandsgebiet in diesem Bereich, bei 39 Schiedsrichtergruppen.

Bereits in der Bezirksliga müssen diese Schiedsrichter, die unter Beobachtung pfeifen wollen, eine körperliche und schriftliche Leistungsprüfung erfolgreich vor der Saison absolvieren, ansonsten dürfen Sie keine Beobachtungsspiele leiten. Der Gruppe stehen für die kommenden Runde wieder zwei Plätze zur Verfügung. Diese wurde erneut an die beiden 20-jährigen Nachwuchstalente Christoph Röhrig (Spfr. Lorch) und Felix Uhl (TV Heuchlingen) vergeben. Leider verletzte sich Felix Uhl aktuell schwer und fällt für die komplette Vorrunde aus. „Auch bei Schiedsrichtern können Verletzungen passieren. Ich wünsche ihm eine gute und rasche Genesung und dass er baldmöglichst wieder Spiele leiten kann“, so Dürr. Beide hatten in der vergangenen Saison erstmals in der Bezirksliga unter Beobachtung gestanden und erste Erfahrungen gesammelt. Bei Christoph Röhrig hofft Dürr, dass er sich weiterentwickelt hat und dies sich in seinen Ergebnissen dann auch widerspiegelt. „Wenn er konzentriert in seinen Spielen zu Werke geht, kann er sich sicherlich im Haifischbecken Bezirksliga, wo jeder aufsteigen möchte, bewähren“, bilanziert der Gmünder Obmann.

Als Beobachter im Verbandsgebiet ist seit 2006 Thomas Maihöfer (TV Herlikofen) unterwegs. Er beobachtet dabei weiter Schiedsrichter bis zur Verbandsliga. Obmann Frank Dürr selbst (ebenfalls TV Herlikofen) beobachtet jetzt in seiner neunten Saison Schiedsrichter und ist dabei seit 2016 bis zur Landesliga unterwegs.

Neben diesen beiden offiziellen Beobachtern findet außerdem mit erfahrenen Kollegen, sowie mit den Nachbargruppen Aalen und Heidenheim zusammen, eine Nachwuchsförderung statt. Junge Kameraden werden dabei vor der offiziellen Beobachtung in der Bezirksliga bei Nachwuchsbeobachtungen in der Kreisliga A und B intern begleitet, beobachtet und anschließend die Spielleitung gemeinsam analysiert, um Sie auf die Beobachtung vorzubereiten. Zudem werden junge Kameraden auch bei höherklassigen Spielen als Assistenten eingesetzt, denn bei fünf Landesligaschiedsrichtern mit Assistenten ist es in der kommenden Runde wichtig viele junge Schiedsrichter als Assistenten auszubilden, weshalb derzeit wieder einige junge Kameraden bei Testspielen ausgebildet werden.

Normalerweise müssen alle Vereine im Verbandsgebiet für jede gemeldete Mannschaft von den C-Junioren bis zu den Aktiven und Senioren jeweils einen Schiedsrichter stellen in der die jeweilige Spielklasse auch mit Schiedsrichtern besetzt wird. Damit die Schiedsrichter für ihren jeweiligen Verein auch anrechenbar sind, müssen diese in einer normalen Spielzeit mindestens vier Schulungen besuchen und 15 Spiele leiten, unter 18 Jahren reichen zwölf Spiele. Bei zu wenigen anrechenbaren Schiedsrichtern müssen die Vereine ansonsten Strafzahlungen an den Verband leisten. Durch die Annullierung der vergangenen Saison gab es auch keine Anrechenbarkeit der Schiedsrichter für ihre Vereine. Da viele Vereine zu wenig Schiedsrichter haben, verzichtete der Württembergische Fußballverband durch diese Aktion auf mehrere hunderttausend Euro Strafzahlungen von seinen Vereinen.

Die Vereine im Altkreis Gmünd müssten so etwa 115 Schiedsrichter stellen, allerdings hat die Gmünder Gruppe insgesamt gar nicht so viele, selbst wenn alle für ihren jeweiligen Verein anrechenbar wären. Nach der langen Pandemiepause wurden von den Ausschussmitgliedern der Gmünder Schiedsrichtergruppe alle aktiven Schiedsrichter persönlich angerufen und abgefragt, ob und in welchem Umfang sie weiter als Schiedsrichter zur Verfügung stehen. Glücklicherweise hängten nur wenige ihre „Pfeife“ an den sprichwörtlichen „Nagel“. So hat die Gmünder Gruppe zum Vorjahr mit 120 aktiven Schiedsrichter aktuell noch 105 aktive Schiedsrichter. „Mit dieser Zahl bin ich zufrieden“, bilanziert der Gmünder Obmann Frank Dürr, der im April 2021 für weitere drei Jahre im Amt bestätigt wurde.

Allerdings kann die Gmünder Gruppe in der kommenden Saison weiter die Herren Reservespiele der zwei gemischten KL A und B-Staffeln auch in der dritten Saison hintereinander nicht mehr durch einen geprüften Schiedsrichter besetzen. Ebenso in der Vorrunde die D-Junioren „ohne Aufstiegsrecht“ und in der Rückrunde die D-Junioren „7er-Staffeln“. Bei den Aktiven haben wir durch die größeren Staffeln mehr Spiele in der Bezirksliga und Kreisliga A zu besetzen, in der Kreisliga B sind wir weiter auf gleichem Niveau. Zudem werden die Landesligaschiedsrichter mehr in ihrer Beobachtungsklasse zum Einsatz kommen, wo zudem jeweils zwei Assistenten mitgesandt werden müssen. „Dadurch, dass wir in den letzten Jahren mehre Aufsteiger in die Landesliga hatten, leiten diese zusammen mit jeweils zwei Assistenten mehr Amateurligaspiele, wodurch es uns weiter nicht mehr möglich ist, die Reserven zu besetzen.“

Die Nichtbesetzung ist erneut ein Fingerzeig an alle Vereine, dass dringend neue Schiedsrichter benötigt werden. Die Gruppe hofft nach dem pandemiebedingten Ausfall des Neulingskurses Anfang 2021 wieder einen Neulingskurs ab Ende Januar 2022 abhalten zu können. Unter der Leitung von Lehrwart Michael Karle von der Schiedsrichtergruppe Waiblingen möchte man wieder im Forum des 1. FC Normannia Gmünd einen Neulingskurs abhalten. Der Neulingskurs ist bereits terminiert und genehmigt. Start ist am Montag, den 31. Januar 2022 um 18.00 Uhr. Der Kurs findet dann immer montags, dienstags und donnerstags um 18.30 Uhr statt und endet mit dem achten Kurstag, dem Prüfungstag, am Dienstag, den 15. Februar 2022.

„Ich erwarte, dass es für die 38 Vereine im Gmünder Altkreis kein Problem sein wird entsprechende Leute zum Neulingskurs zu schicken, damit dieser stattfinden kann.“ Die Mindestanzahl ist auf zwölf Teilnehmer festgelegt. „Ich hoffe, dass wir einen gut gefüllten und besetzten Neulingskurs durchführen können, um dann so wieder auf dem Schiedsrichterniveau vor der Pandemie zu sein.“ Teilnehmen kann man ab 14 Jahren. Dürr hofft aber, dass die Vereine auch vermehrt Kandidaten melden, die nach der längeren pandemiebedingten Pause nicht wieder aktiv Fußball spielen. „Solche Leute helfen und in kürzester Zeit bei den älteren Jugenden und im Aktivenbereich schnell weiter und wären für uns optimal.“ Anmelden kann man sich unter www.srg-gmuend.de/neulingskurs. Sollte kein Neulingskurs zustande kommen, kann es schon sein, dass in der Rückrunde weitere Klassen nicht mehr besetzt werden können. Dürr hofft, dass es soweit, auch im Sinne der Vereine, nicht kommt.

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