Sportmosaik

Wenn Silvesterfeiern flach fällt

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Alexander Haag

Alexander Haag über frühzeitige Bettruhe und eine lange Leidenszeit

Die Silvesterparty fällt in diesem Jahr aus. Die beiden Skispringerinnen Carina Vogt und Anna Rupprecht vom SC Degenfeld rutschen im slowenischen Ljubno ins Jahr 2022 rein. Genauer: sie springen. Denn nach dem ersten Weltcup an Silvester folgt an Neujahr bereits der zweite. Und am 1. Januar beginnt bereits morgens um 10.45 Uhr die Qualifikation. Die zwei Weltmeisterinnen sind aber nicht die einzigen Gmünder, die beim Feiern zurückhaltend sein müssen.

Kai Häfner und Djibril M'Bengue, die einst beim TSB Gmünd groß geworden sind, gehören zu den 19 Auserwählten, die bei der Handball-Europameisterschaft vom 13. bis 30. Januar das deutsche Trikot tragen werden. Und die direkte Vorbereitung zu diesem Turnier beginnt am 1. Januar. In Großwallstadt will Bundestrainer Alfred Gislason seinen Spielern den Feinschliff verpassen. Das neuformierte DHB-Team mit vielen jungen, unerfahrenen Profis werde „von sich reden machen“, sagt Gislason. Und: Alle nominierten hätten „die Chance, sich in den Vordergrund zu spielen“. Häfner ist neben Andreas Wolff, Julius Kühn, Simon Ernst und Jannik Kohlbacher nur noch einer von fünf Akteuren, die mit der DHB-Auswahl den EM-Titel 2016 gewonnen haben.

Für Fußball-Trainer Alexander Zorniger und dessen Co-Trainer Beniamino Molinari vom zyprischen Erstligisten Apollon Limassol steht am 2. Januar (Anpfiff: 18 Uhr) das Stadtderby gegen AEL Limassol an. Die beiden Gmünder wollen dann die Tabellenführung in der First Division verteidigen, die sie sich vor Weihnachten durch ein 1:1 bei APOEL Nikosia zurückerobert haben.

Beim TSV Heubach darf unterdessen ausgiebig aufs neue Jahr angestoßen werden. Und es gibt noch einen zusätzlichen Grund zum Feiern: Patrick Stöppler bleibt Trainer des Fußball-A-Ligisten, er hat seinen Vertrag nun bis Sommer 2023 verlängert. „Wir freuen uns, dass Patrick für die Saison 2022/2023 zugesagt hat“, vermeldet der Verein über Facebook. Stöppler geht dann bereits in seine dritte Saison bei den Rosenstein-Kickern, die aktuell Platz sechs belegen.

Gut ein Jahr nach seiner Coronainfektion hat er zurückgeblickt. Auf eine Zeit, die nicht einfach war für ihn. Tim Kleindienst vom FC Heidenheim stand damals noch in Diensten des belgischen Erstligisten KAA Gent. „Ich habe den Verantwortlichen in aller Deutlichkeit gesagt, dass ich mich nicht opfern werde. Meine Gesundheit war mir wichtiger“, sagt der 26-jährige Stürmer. Zwei Monate lang hat er damals ausgesetzt. Er klagte über Mattigkeit, Durchfall, Geschmacksverlust und schlimme Kopfschmerzen. „Ich konnte nur geradeaus schauen und die Augen nicht rollen. Wenn ich die Treppe hochgestiegen bin, war ich schon fix und fertig.“ Obwohl er nur im Bett lag, hat er vier Kilo abgenommen. Heute fühle er sich wieder bei 100 Prozent, und das zeigt er auf dem Platz: Für den Zweitligisten hat er in diesem Jahr 18 Treffer erzielt.

Die SF Dorfmerkingen starten am 12. Juli in die Vorbereitung zur Restrunde in der Oberliga. Und das erste Testspiel wird gleich ein echter Härtetest. Denn am 21. Januar gastiert der Regionalliga-Tabellenführer SSV Ulm 1846 auf dem Härtsfeld (Anpfiff: 16.30 Uhr). SFD-Trainer Helmut Dietterle und SSV-Geschäftsführer Markus Thiele kennen sich aus Aalen sehr gut, die beiden haben das Spiel vereinbart. Die Dorfmerkinger treten aber auch gegen niederklassigere Mannschaften aus der Region an: gegen den FV Sontheim (26. Januar), die TSG Hofherrnweiler (5. Februar) und den SV Kirchheim-Dirgenheim (9. Februar).

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