Wieder Medaillenflut für SVG

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Das Gmünder Team bei den Baden-Württembergischen Meiserschaften in Karlsruhe. Hinten von links: Lenny Lientz, Johannes Beyer, Fabian Blessing, Hanna Fuchs, Cillia Gottesbüren, Marie Fuchs, Paula Fuchs, Jan Klein.Vorne von links: Felix Strampfer, Dominik Abele, Kathrin Stotz, Stella Cazzulo, Marit Boomers, Ida Schneider, Heike Stotz.

Gmünds Schwimmerinnen und Schwimmer trumpfen in Karlsruhe mit tollen Leistungen auf.

Karlsruhe.

Elf Gold-, sieben Silber- und sechs Bronzemedaillen in den Jahrgangswertungen, insgesamt fünf Meistertitel, sechs Vizemeisterschaften und zwei dritte Plätze in der offenen Wertung – die 14 Teilnehmer/innen des Schwimmvereins Gmünd waren auch bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften auf der 50-Meter-Bahn im Fächerbad in Karlsruhe überaus erfolgreich. Dabei waren die Voraussetzungen alles andere als ideal: Baden-Württembergische Meisterschaften terminlich nach den Süddeutschen und Deutschen Meisterschaften als Saisonfinale anzusetzen ist sicherlich nicht motivierend, zudem waren einige Schwimmerinnen und Schwimmer in den letzten Wochen erkältet oder an Corona erkrankt und wurden deshalb nicht auf ihren Hauptstrecken gemeldet. Schließlich brach sich die ukrainische Topathletin Dana Akhmedova im Training eine Zehe und konnte deshalb gar nicht an den Start gehen, wodurch der SVG einige sichere Medaillen verpasste. Dass das Gmünder Team dennoch 18 persönliche Bestzeiten erzielte, dazu zwei neue Vereinsrekorde über 4 x 200 Meter Freistil der Damen und über 4 x 100 Meter Lagen Mixed und bei 48 Starts 22 Teilnahmen am großen Finale verzeichnete, erfüllt Björn Koch mit Stolz und Freude: „Das dokumentiert das hohe Leistungspotenzial, den brennenden Ehrgeiz und den motivierenden Teamspirit unserer Schwimmerinnen und Schwimmer“. Der SVG-Coach bedankte sich dabei ausdrücklich „bei meiner Co-Trainerin Dany Fuchs und den anderen Übungsleiter/innen für ihre kompetente Arbeit“ und vergaß auch nicht ein Dankeschön an die „helfenden Eltern“ sowie an Thomas Vetter, den Leiter der Gmünder Bäderbetriebe, „der uns in einem schwierigen Umfeld großartig unterstützt!“

In Karlsruhe gab Landestrainer Dr. Farshid Shami, früher Cheftrainer beim SVG, bekannt, dass er fünf Gmünder/innen in den Kader des Württembergischen Schwimmverbandes berufen hat: Marie Fuchs in den Perspektivkader, Paula Fuchs und Ida Schneider in den Landeskader, sowie Kathrin Stotz und Jan Klein in den Regionalkader. Quasi als Bestätigung dafür waren alle fünf auch in Karlsruhe wieder die Erfolgsgaranten.

Marie und Paula Fuchs holen Meistertitel

Allen voran wieder Marie Fuchs, die nach zwei Wochen Trainingspause wegen einer Corona-Erkrankung natürlich nicht an ihre Normalform anknüpfen konnte. Dennoch gewann sie in der Gesamtwertung Gold über 100 Meter Freistil (58,37 Sekunden) und 50 Meter Schmetterling (27,93 Sekunden) sowie zweimal Bronze über 50 Meter Brust (33,80 Sekunden) und 200 Meter Lagen (2.25,78 Minuten). Beim Jahrgang 2005 wurde sie Erste über 50 Meter Schmetterling und 100 Meter Freistil, Zweite über 50 Meter Brust und 200 Meter Lagen.

Zwillingsschwester im Großen Finale

Ihre Zwillingsschwester Paula Fuchs ließ sich im Großen Finale über 200 Meter Rücken in 2.23,29 Minuten den Meistertitel nicht entgehen, über 100 Meter Schmetterling sicherte sie sich Silber in 1.03,92 Minuten. Auch über 100 Meter Rücken (4.) und über 50 Meter Schmetterling (5.) stand sie im Finale, zum Sprung aufs Podest fehlte ihr nach einer Corona-Erkrankung aber verständlicherweise die Kraft. In der Jahrgangswertung dekorierte sie sich dreimal mit Gold (100 Meter Schmetterling, 100 Meter und 200 Meter Rücken) sowie einmal mit Silber über 50 Meter Schmetterling).

Ida Schneider stellte ihr Leistungsvermögen erneut eindrucksvoll unter Beweis. Über 100 Meter Freistil lag sie im Großen Finale bei 85 Meter noch an fünfter Stelle,

kämpfte sich aber im Endspurt in 59,43 Sekunden noch auf Platz 2 vor. Dagegen war im Finale über 200 Meter Freistil mit 2.08,99 Minuten (Platz 4) bei ihr etwas die Luft raus, nach dem sie im Vorlauf noch mit 2.06,62 Minuten glänzte. Auch über 100 Meter Schmetterling (Platz 5) und über 200 Meter Lagen (Platz 6) qualifizierte sie sich für den Endlauf. In der Wertung des Jahrgangs 2005 holte sie über 200 Meter Freistil Gold und über 100 Meter Freistil und 100 Meter Schmetterling jeweils Silber.

Obwohl sie auf ihre Schokoladedisziplin Schmetterling verzichtete, überzeugte Marit Boomers (Jahrgang 2008) mit zwei neuen persönlichen Bestzeiten über 100 Meter Freistil (1.02,81 Minuten) und über 400 Meter Freistil (4.49,28 Minuten), womit sie sich in der Jahrgangswertung mit zwei Goldmedaillen belohnte. Einen dritten Platz gab es für das große Nachwuchstalent noch über 200 Meter Freistil (2.17,45 Minuten).

Mit vier neuen Bestzeiten, dem Gewinn einer Silber- und zweier Bronzemedaille glänzte Heike Stotz (Jahrgang 2005). Sie überraschte besonders mit starken 2.47,21 Minuten und Platz 2 über 200 Meter Brust. Jeweils Dritte wurde sie über 50 Meter Brust in 36,24 Sekunden und über 100 Meter Brust in 1.18,93. Auch über 200 Meter Lagen (4. In 2.30,35 Minuten) und über 100 Meter Freistil (1.04,88 Minuten) verbesserte sie ihre Hausrekorde. Bemerkenswert, dass sie sich als jüngste Schwimmerin fürs Große Finale über 200 Meter Brust qualifizierte und auf den 5. Platz kam.

Kathrin Stotz, ebenfalls Jahrgang 2007, erkämpfe sich gleich drei Bronzemedaillen: Über 100 Meter Brust (1.19,11 Minuten), über 200 Meter Brust (2.51,57 Minuten) und über 200 Meter Lagen in persönlicher Bestzeit von 2.28,56 Minuten, die ihr den Einzug in den Endlauf bescherte. Da steigerte sie sich nochmals auf 2.28,47 Minuten und schaffte Rang 5. Mit 4.45,64 Minuten qualifizierte sie sich über 400 Meter Freistil fürs „Große Finale“ und wurde da Siebte.

Obwohl sie wegen Klausuren im Studium nur sehr eingeschränkt trainieren kann, schaffte Hanna Fuchs (Jahrgang 2002) mit 34,68 Sekunden den Einzug ins Finale über 50 Meter Brust, das sie als Siebte beendete. Stella Alicia Cazzulo (Jahrgang 2008) blieb trotz Krankheitspause über 200 und 400 Meter Freistil nur knapp über ihren Bestzeiten. Sie wird sich bei anhaltendem Trainingsfleiß in der nächsten Saison mit Sicherheit steigern.

Jan Klein bei den Jungs am weitesten

Großes Steigerungspotenzial sieht Trainer Björn Koch auch bei den sechs Gmünder Jungs, die in Karlsruhe an den Start gehen durften. Am weitesten ist wohl Jan Klein (Jahrgang 2005), der bei fünf Starts viermal ins „Große Finale“ einzog, drei Gold- und eine Silbermedaille in der Jahrgangswertung und sensationell eine Silbermedaille in der Gesamtwertung gewann. Das war über 200 Meter Rücken in 2.12,73 Minuten. In der Jahrgangswertung bedeutete das Platz 1, genauso wie über 200 Meter Freistil in 2.00,48 Minuten und über 100 Meter Freistil in neuer persönlicher Bestzeit von 53,58 Sekunden. Mit Hausrekord von 2.16,90 Minuten sicherte sich Jan die Silbermedaille über 200 Meter Lagen. In den großen Finals kam er über 200 Meter Lagen auf den 4., über 100 Meter Rücken auf den 6. Und über 200 Meter Freistil auf den 8. Rang.

Fabian Blessing (Jahrgang 2002) schaffte bei allen seinen drei Starts die Qualifikation fürs Finale. Über 200 Meter Brust verpasste er als Vierter in 2.30,04 nur knapp das Podest. Platz 5 holte er über 100 Meter Brust und über 50 Meter Brust wurde er Achter. Lenny Kientz (Jahrgang 2007) steigerte über 200 Meter Freistil seine Bestzeit auf 2.08,00 Minuten; damit wurde er Siebter. Über 200 Meter Brust (4.) sowie über 100 Meter Freistil und über 100 Meter Brust wurde er Fünfter.

Johannes Beyer (2005) verbesserte sich über 100 Meter Rücken auf 1.07,34 Minuten und über 100 Meter Schmetterling auf 1.03,57 Minuten. Bei allen seinen fünf Starts landete er unter den Top Ten. Felix Strampfer (2008) stellte über 50 Meter Freistil (28,55 Sekunden) und 200 Meter Freistil in 2.15,61 Minuten trotz Erkältung zwei neue persönliche Bestzeiten auf, er wurde über 400 Meter Freistil Sechster und Achter über 200 Meter Lagen und 200 Meter Freistil. Dominik Abele (2007) konnte sich wegen einer Coronaerkrankung nur eine Woche auf Karlsruhe vorbereiten und musste deshalb mit Mittelfeldplätzen zufrieden sein.

Zwei neue Vereinsrekorde in den Staffeln

Die 36 Jahre alte Vereinsbestzeit über 4 x 200 Meter Freistil der Damen löschten Marit Boomers, Kathrin Stotz, Heike Stotz und Ida Schneider aus. Auch ohne Marie und Paula Fuchs setzten sie die neue Marke auf 8.52,49 Minuten, womit sie den Meistertitel klar vor dem SV Cannstatt (9.01,99 Minuten) gewannen. Über Gold jubelten auch Jan Klein, Johannes Beyer, Marie und Paula Fuchs, die in neuer Vereinsrekordzeit von 3,46,22 Minuten die 4 x 100 Meter Freistilstaffel mixed gewannen und dabei den SV Cannstatt (3.47,99 Minuten) deutlich in Schach hielten. Dagegen hatte der Dauerrivale SV Cannstatt über 4 x 100 Meter Freistil der Damen in 3.54,35 Minuten ganz knapp die Nase vor den Gmünderinnen Paula Fuchs, Ida Schneider, Kathrin Stotz und Marie Fuchs, die nach 3.54,82 Minuten als Zweite anschlugen. Ohne Dana Akhmedova und Marie Fuchs waren Paula Fuchs, Heike Stotz, Ida Schneider und Kathrin Stotz über 4 x 100 Meter Lagen in 4.31,77 Minuten ohne Chance gegen den SV Cannstatt, der in 4.21,92 Minuten gewann. Der SVG wurde Vizemeister vor dem VfL Sindelfingen. Ebenfalls Silber sicherten sich Paula Fuchs, Fabian Blessing, Marie Fuchs und Jan Klein über 4 x 100 Meter Lagen mixed, während Jan Klein, Fabian Blessing, Johannes Beyer und Lenny Kientz über 4 x 100 Meter Lagen der Männer mit dem vierten Platz zufrieden sein mussten.

Alle Ergebnisse auf der SVG-Homepage unter: www.schwimmverein-gmuend.de

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