„Wir sind geil aufs Ringen!“ - Derbykracher zum Auftakt

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Patrick Abele (KG/DeFa) und Simon Hummel (ACR) mit dem Limespokal

Beim Ostalbderby an diesem Samstag zwischen Dewangen/Fachsenfeld und Röhlingen geht es auch um den Limes-Pokal.

Aalen-Fachsenfeld.

Zwei Jahre ist der letzte Kampf auf der Matte her. Zehn Jahre sogar das Ostalb-Derby zwischen den Mannschaften der KG Dewangen/Fachsenfeld und dem AC Röhlingen. Vorab äußern sich die sportlichen Leiter beider Vereine, Patrick Abele (KG DeFa) und Simon Hummel (ACR) gemeinsam in einem Interview zum heiß ersehnten Derby. „Endlich geht es wieder los! DieVorfreude ist riesig“, sagt Hummel und fügt hinzu: „Wir sind geil aufs Ringen!“

Dennoch sei „eine gewisse Anspannung zu spüren.“ Denn der Aufsteiger aus Röhlingen gastiert an diesem Samstagabend (ab 20 Uhr) beim Favoriten in Fachsenfeld, der laut Abele „sportlich gut in der Oberliga mitringen kann.“ Für den Gastgeber liegt die Anspannung eher auf dem Sportevent selbst. Denn nach über zwanzig Monaten ist es der erste Kampf, der unter Anfeuerungsrufen von Zuschauern stattfindet. „Die Leute sind heiß drauf“, freut sich Abele. „Dennoch müssen wir an den gesunden Menschenverstand der Zuschauer appellieren.“ Denn nebender Einhaltung der 3G-Regel am Einlass „haben wir ein gutes Hygienekonzept aufgestellt. Man kann nicht mehr machen als die Vorlagen umzusetzen.“

Karten neu gemischt

Nichtsdestotrotz überwiegt die Vorfreude auf beiden Seiten, auch wenn der AC Röhlingen keine gute Erinnerung an das letzte Derby hat. „Das letzte Duell war sehr einseitig zu unserem Bedauern“, gesteht Hummel. Doch spukt die Niederlage von 2011 nicht mehr in den Köpfender Ringer herum. „Nur drei Ringer sind von damals noch dabei. Wir sind gut gerüstet und haben uns gezielt verstärkt, daher werden die Karten neu gemischt.“ Auch beim Gegner KG De/Fa gab es Neuzugänge, die „gut ins Gefüge passen“, erklärt Abele. „Wir haben eine schlagkräftige Truppe.“

Neben einigen neuen Gesichtern auf der Matte, gibt es ein weiteres Highlight zu bestaunen. „Wir wollen die Leute wieder in die Halle bringen. Daher haben wir überlegt, die Besonderheit des Derbys zu unterstreichen, indem wir den Limes-Pokal eingeführt haben.“

Römische Grenze als Cup-Symbol

Die Idee, einen Pokal in Form eines Steins zu gestalten, hat Abele aus den USA. „Dort gibt es im Football zwischen Nord-und Süddakota das Spiel um den „Dakota Marker“ – den Grenzstein der beiden Staaten.“ Als Pendant für dieOstalb bot sich für Abele der ehemalige Limes Grenzwall an. Dieser verlief entlang der Röhlinger Haupt-straße, wodurch die Sechtahalle auf der römischen und die Woellwarth-Halle in Fachsenfeld auf der germanischen Seite gelegen hätte. Als Symbol für die damalige Grenze gilt nun der von Steinmetzmeister Fabian Felix entworfene Wanderpokal, der an den Gesamtsieger aus Hin- und Rückkampf verliehen wird. „Der ist nicht so leicht. Da muss man schon gut zupacken“, gibt Abele zu. Auch Hummel findet „die Idee top. Eine schöne Aktion“, und fügt mit einem Lächeln hinzu: „Der einzige Nachteil am Pokal ist, dass man leider nicht daraus trinken kann.“

Was das angeht verrät Abele, „dass man sich unter der Saison eher seltener auf ein Bier trifft.“ Es gibt stattdessen „gemütliche Unterhaltungen oder Diskussionen über den Kampf. „Und auch wenn das Derby eine besondere Brisanz hat, steht für beide „trotz der sportlichen Rivalität der Zusammenhalt zwischen den Orten im Vordergrund.“ Zum Schluss betont Abele: „Dieses Derby ist für beide Mannschaften ein Gewinn!“

„Dieses Derby ist für beide Mannschaften ein Gewinn!“

Patrick Abele, KG Dewangen/Fachsenfeld

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