„Wir tun alles, um die Spiele nicht zu gefährden“

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Volleyball, Regionalliga Damen, DJk Schwäbisch Gmünd, Training

Hannes Bosch und Franziska Rettenmaier berichten, wie sie Pandemiezeit meistern.

Schwäbisch Gmünd. Vor dem letzten Hinrundenspiel der Regionalliga-Volleyballerinnen der DJK Gmünd an diesem Sonntag (14.30 Uhr, Römersporthalle Straßdorf) gegen den TV Villingen sprechen DJK-Cheftrainer Hannes Bosch und Spielerin Franziska Rettenmaier sowohl über die sportliche Lage als auch über die aktuelle Corona-Situation. Sie geben Einblicke, wie das Team mit den Einschränkungen klar kommt und wie sie mit der mittlerweile dritten Corona-Saison umgehen, in der die Belastung für Trainer und Spieler besonders groß ist.

Welches sind die aktuellen Regelungen und Beschränkungen?

Hannes Bosch: Aufgrund der 2G+-Regel können nicht alle Spielerinnen am Trainings- und Spielbetrieb teilnehmen. Zu Beginn der neuen Regelungen war es noch möglich, Nicht-Immunisierte Spielerinnen im Spiel- und Trainingsbetrieb als Co-Trainer einzusetzen. Hierfür war anfangs ein Schnelltest ausreichend. Theoretisch wäre es möglich gewesen, diese Co-Trainer auch direkt in den Spielbetrieb zu integrieren. Allerdings wollten wir dies nicht ausnutzen und haben uns immer strikt an die Regeln gehalten.

Wie ist der Kontakt in der Mannschaft zu den Spielerinnen, die aktuell nicht am Training teilnehmen können?

Bosch: Anfangs waren die nicht-immunisierten Spielerinnen für das Aufwärmprogramm zuständig. Hierbei stand mehr der soziale als der sportliche Gedanke im Vordergrund. Uns war es wichtig, dass die Spielerinnen auch Kontakt zur restlichen Mannschaft haben. Mittlerweile dürfen nur noch geimpfte und genesene Spielerinnen die Halle betreten. Nicht-immunisierte Spielerinnen dürfen nun auch nicht mehr als Co-Trainer das Aufwärmprogramm leiten. Aber unserer gesamtes Team hat täglich Kontakt über WhatsApp. Zudem streamen wir auch einige unserer Spiele. Deshalb ist der Kontakt innerhalb der Mannschaft weiterhin gut.

Franziska Rettenmaier: Was den Kontakt zu den Spielerinnen, die nicht spielen können, angeht, läuft es gut, unsere WhatsApp- Gruppen stehen keinen Tag still und wir tauschen uns ständig aus.

Wie gehen die Spielerinnen mit der Situation um?

Bosch: Aktuell ist die Booster-Impfung auch ein großes Thema bei uns in der Mannschaft. Unsere Spielerinnen sind aber auch generell sehr vorsichtig. Wir haben Spielerinnen, die Kinder haben, mit ihrer Oma leben oder im Gesundheitswesen arbeiten, deshalb tun wir alles, um den Regeln zu entsprechen.

Rettenmaier: Wir haben ein Hygienekonzept und Hygiene-Beauftragte und sind grundsätzlich vorsichtig. Wir tun von unserer Seite aus alles dafür, den Spielbetrieb nicht zu gefährden.

Wie steht es um den Spielbetrieb?

Bosch: Wie schon gesagt, können nicht alle Spielerinnen am Spielbetrieb teilnehmen. Rein sportlich gesehen läuft es den Umstanden entsprechend gut, denn haben wir in dieser Zeit zwei Siege geholt, was mehr Punkte sind als in allen Spielen davor, allerdings ging es gegen schwächere Teams. Wir sind aber froh, dass es während des Spiels keine Einschränkungen gibt. Während der ersten Corona-Welle mussten wir z.B. am Netz Abstand halten.

Rettenmaier: Am Anfang der Saison hatten wir große Sorgen, dass der Spielbetrieb vorzeitig beendet wird. Wir hatten auch wegen unserem schwierigen Start in die Saison die Sorge, dass wir eventuell durch eine vorzeitige Beendung absteigen könnten und zudem wollen wir auch dem Sport, den wir lieben, nicht nur eine halbe Saison nachgehen können. Aktuell sind wir aber alle sehr optimistisch, dass wir die Saison beenden können.

Wie ist die Stimmung bei euch im Team?

Rettenmaier: Grundsätzlich ist die Stimmung gut. Wir hatten zwar letzten Sonntag eine sehr bittere Niederlage gegen einen durchaus schlagbaren Gegner, haben das Spiel allerdings bereits am Montag aufgearbeitet. Wir sind aber insgesamt mit unserer Punkteausbeute zufrieden, auch wenn zwei Siege mehr durchaus möglich gewesen wären.

Wie ist die Belastung aktuell?

Rettenmaier: Einige von uns spielen fast jedes Spiel durch, das ist schon anstrengend. Es gibt aber auch Positionen, auf denen wir durchwechseln können. Wir versuchen es über unsere Athletik-Trainer zu steuern, so dass die Belastung möglichst gering bleibt. So können wir es einigermaßen im Rahmen halten. Dennoch ist die Belastung auf jeden Fall höher als sonst. Wir sind deshalb froh, dass die Hinrunde bald vorbei ist und wir dann erstmal eine Pause haben, in der wir uns erholen können.

David Bernand

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