Wolf gehen die Abwehrspieler aus

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Einer von vielen verletzten Leistungsträgern beim VfR Aalen: Tim Grupp hat sich in Mainz eine Innenbandverletzung zugezogen, der Defensivspieler fällt im Heimspiel gegen den Bahlinger SC am Samstag definitiv aus.
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Personeller Engpass in der Dreierkette beim VfR Aalen: Grupp fällt gegen den Bahlinger SC sicher aus, Windmüller, Stanese, Oschkenat und auch Sakai sind angeschlagen.

Aalen.

Die Liste ist länger geworden: Vor dem vorletzten Heimspiel der Saison an diesem Samstag hat der VfR Aalen zahlreiche Kandidaten, die gegen den Bahlinger SC entweder sicher ausfallen oder auszufallen drohen. Vor allem in der Dreierkette gehen Trainer Uwe Wolf die (erfahrenen) Spieler aus. Anpfiff in der Ostalb-Arena: 14 Uhr.

Tim Grupp, Daniel Stanese und Gino Windmüller - das ist die Wunschformation in der Dreierkette. Am Samstag könnten alle drei fehlen. Grupp (Innenbandverletzung) ist definitiv nicht dabei, Stanese (Schulterverletzung) und Windmüller (muskuläre Probleme) sie ebenso unsicher. Weil auch Oliver Oschkenat angeschlagen ist, bleibt von den Erfahrenen nur Marcel Appiah übrig. „Ja, uns könnte fast die komplette Dreierkette fehlen“, sagt Uwe Wolf. Für die größte Baustelle im Team hat der Trainer nun den Nachwuchs im Blick: „Michael Schaupp und Serdar Arslan sind zwei Junge, die dafür in Frage kommen.“

Auch sonst muss der Coach improvisieren. Mit Goson Sakai, Nikita Marusenko, Kevin Hoffmann, Steffen Kienle, Kristjan Arh Cesen (alle verletzt) und Toni Vastic (Rotsperre) gibt es weitere Sorgenkinder, deren Einsatz fraglich oder unmöglich ist. Trotzdem stellt Wolf klar: „Es wird eine knifflige Aufgabe, aber wir werden eine Mannschaft auf den Platz kriegen, die in der Lage ist, dieses Spiel zu gewinnen.“

Erfreulich: Der Langzeitverletzte Andreas Knipfer kehrt zurück. Und die U19-Spieler Schaupp und Holger Bux überzeugen Wolf nach wie vor. „Solche Spieler wünsche ich mir, und ich möchte die beiden auch in der neuen Saison im Kader haben.“ Auch für zwei weitere Profis gibt's ein Sonderlob: für Kolja Herrmann und Ouadie Barini. „Kolja hat ein überragendes Spiel in Mainz gemacht“, sagt Wolf. Und der oft kritisierte Barini habe eine sehr gute Trainingswoche abgeliefert. „Ich gehe deshalb davon aus, dass auch er am Samstag in der Startelf steht.“

Der Ex-Sechziger will 60 Punkte

Trotz aller Personalsorgen: Die Vorgabe fürs Heimspiel ist klar - Wolf will nach zuletzt zwei Niederlagen in der Fremde wieder gewinnen. Und dabei die Heimserie halten. „Wir wollen in der Ostalb-Arena ungeschlagen bleiben.“ In vier Partien daheim hatte der 53-Jährige bislang das Sagen. Die Bilanz: zwei Siege und zwei Unentschieden. Für einen weiteren Erfolg am Samstag erwartet der Coach, dass seine Elf dem Gegner das Toreschießen nicht so einfach macht wie zuletzt in Mainz. „Wenn man sieht, wie die drei Gegentore entstanden sind, sind das Nachlässigkeiten, die wir abstellen müssen.“

Dass das gelingt, davon ist Uwe Wolf überzeugt. Wie auch von der Qualität seines Kaders: „60 ist eine Lieblingszahl von mir“, sagt der Ex-Profi von 1860 München. „Und auf 60 Punkte können wir in den letzten vier Spielen noch kommen, das wäre eine schöne Zahl.“

Grundvoraussetzung: dass die zweite Garde das Heimspiel gegen Bahlingen gewinnt.

Ein Video finden Sie unter www.schwaepo.de.

So könnten sie spielen:

VfR: Bernhardt - Knipfer, Appiah, Schaupp - Volz, Abruscia, M. Müller, Herrmann - Ramaj, Bux, Barini

60 ist eine Lieblingszahl von mir.“

Uwe Wolf, Trainer des VfR Aalen

Toni Vastic: drei Spiele Sperre nach roter Karte

Urteil. Toni Vastic ist nach seiner roten Karte im Auswärtsspiel beim FSV Mainz 05 II (1:3) für drei Spiele gesperrt worden.

Rückkehr. Damit darf der Torjäger im letzten Saisonspiel bei der TSG Hoffenheim II am 12. Juni wieder spielen.

Reaktion. Trainer Uwe Wolf hat mit Vastic über den Platzverweis geredet. „Das Foul kann immer vorkommen, zumal ich mir aggressive Spieler wünsche.“ Aber: „Was er danach gemacht hat mit der Tätlichkeit, das muss er abstellen.“ Wolf ist froh, dass der VfR so gut weggekommen ist. „Ich habe mit einer viel längeren Sperre gerechnet, vielleicht sogar über die Saison hinaus.“ alex

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