Wolf legt sich auf 13 Spieler fest

  • Weitere
    schließen
+
Unauffällig, aber konsequent: Neuzugang Daniel Elfadli (Mitte) hat im zentralen defensiven Mittelfeld eine ordentliche Partie abgeliefert. Der 24-Jährige hat auch bei 1860 München wieder Ansprüche auf einen Platz in der Startelf angemeldet.
  • schließen

Spätes Elfmetergeschenk verhindert Sieg im Testspiel: Der VfR Aalen überzeugt in der ersten Hälfte und kommt beim Drittligisten 1860 München zu einem 1:1 (1:0). Kolja Herrmann trifft.

München.

Uwe Wolf ließ sich die gute Laune von dem fragwürdigen Pfiff nicht verderben. Nur der äußerst fragwürdige Elfmeter in der Schlussminute verhalf dem Drittligisten 1860 München noch zu einem 1:1 (0:1) gegen den VfR Aalen, der vor allem im ersten Durchgang durchaus zu gefallen wusste.

Für Uwe Wolf war der Test an der Grünwalder Straße die Generalprobe fürs WFV-Pokalspiel am Freitag beim Göppinger SV (Anpfiff: 19 Uhr). Dementsprechend ist der VfR-Trainer in der aktuell bestmöglichen Formation angetreten. Und die hat ihn nicht enttäuscht. „Das war eine sehr gute geschlossene Mannschaftsleistung“, sagt Wolf, der „keinen großen Klassenunterschied“ gesehen hat. Klar, er wisse auch, dass 1860 nicht komplett angetreten ist. Aber sein Team habe alle taktischen Vorgaben umgesetzt. Und deshalb verrät er schon jetzt, dass „die Elf, die in München begonnen hat, plus Andreas Knipfer und Kristjan Arh Cesen die 13 Spieler sind, die fürs Pokalspiel in Frage kommen“.

Daniel Bernhardt (35 Jahre) im Tor, davor die Dreierkette mit Gino Windmüller (32), Daniel Stanese (27) und Ali Odabas (27) und davor zentral Alessandro Abruscia (31) - Wolf hat hinten mit viel Erfahrung abgesichert. Mit Erfolg: Die Sechziger hatten in den ersten 45 Minuten keine einzige gefährliche Aktion vor dem VfR-Tor. Ganz anders Aalen. Nachdem Leon Volz zunächst schlampig flankte (6.), war er an der frühen Führung maßgeblich beteiligt. Abruscia bediente mit einem herrlichen Diagonalball Volz, dessen Flanke köpfte Sean Seitz am zweiten Pfosten zurück, und Kolja Herrmann musste nur noch einnicken - 1:0 (11.). Aalen zeigte weiter eine hohe Lauf- und Einsatzbereitschaft und setzte die Münchner mit dem frühen Anlaufen unter Druck. Die letzte Gelegenheit vor der Pause hatte noch einmal Volz nach toller Vorarbeit von Eduard Heckmann - doch Keeper Marco Hiller parierte glänzend (43.).

VfR erneut ohne drei Angreifer

Nach der Halbzeit musste der VfR Aalen einen Gang zurückschalten, und Wolf bemängelte mehrfach die ausbleibenden Bälle in die Tiefe. Wobei der Trainer hinterher auch Verständnis zeigte. „Da haben uns die Körner gefehlt aufgrund der intensiven Vorbereitung.“ Dennoch: Mark Müller hätte nach Vorarbeit von Volz auf 2:0 erhöhen können (72.). Und der Drittligist kam auch nach der Pause nur dreimal gefährlich vors VfR-Tor. Ngounou Djayo zirkelte einen Freistoß an den Außenpfosten (76.), und der fehlerfrei agierende Daniel Bernhardt war gegen Mansour Ouro-Tagba zur Stelle (83.). Die dritte „Löwen“-Chance war jener fragwürdige Elfmeter, der zum 1:1-Endstand durch Tim Linsbichler führte.

Angesichts der teilweise fehlenden Durchschlagskraft erinnert Uwe Wolf daran, dass „uns quasi der gesamte Sturm fehlt“. Steffen Kienle, Benjamin Kindsvater und Jonas Arcalean gehörten auch am Sonntag noch nicht zum Kader.

1860 München - VfR Aalen 1:1 (0:1)

1860: Hiller - Goden (63. Bell), Wicht (76. Ouro-Tagba), Lang, Gresler - Mannhardt, Dressel (46. Freitag) - Greilinger (46. Linsbichler), Staude - Knöferl, (46. Morgalla), Ngounou Djayo (76. Wörl)

VfR: Bernhardt - Windmüller, Stanese, Odabas - Volz, Elfadli, Abruscia, Heckmann (46. Arh Cesen) - Herrmann (46. Knipfer), Seitz (60. Steckbauer/ 85. Arslan)

Tore: 0:1 Herrmann (11.), 1:1 Linsbichler (90.+1/ Foulelfmeter)

Zuschauer: 186

Da haben uns die Körner gefehlt.“

Uwe Wolf, Trainer des VfR Aalen

Nummer eins und Kapitän stehen noch nicht fest - Bernhardt spielt im Pokal

Torwartfrage. Bei der Generalprobe bei 1860 München spielte Daniel Bernhardt die gesamten 90 Minuten durch. Fehlerfrei. Uwe Wolf stellt aber klar, dass noch nicht geklärt ist, wer künftig seine Nummer eins ist. „Diese Entscheidung habe ich noch nicht getroffen“, sagt der Trainer. In München habe Bernhardt durchspielen müssen, weil sich Matthias Layer an der Mittelhand verletzt hat. „Er muss jetzt erst zur Kernspintomografie.“

Pokalspiel. Fest steht damit, dass Routinier Daniel Bernhardt am Freitag im WFV-Pokalspiel beim Göppinger SV im Tor stehen werde. „Bernes bringt sich sehr gut ein, und sportlich gab es noch nie einen Kritikpunkt. Er hat immer seine Leistung gebracht.“

Kapitänsfrage. Nicht der langjährige VfR-Spielführer Daniel Bernhardt, sondern Alessandro Abruscia trug bei 1860 München die Kapitänsbinde. „Auch die Entscheidung, wer künftig unser Kapitän sein wird, ist noch nicht gefallen“, sagt Wolf. Fest steht: Der Trainer bestimmt den Spielführer. „Und das werde ich gegen Ende der Vorbereitung tun.“ alex

Zurück zur Übersicht: Regionalsport

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL