Wolf macht die Hornissen scharf

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Leidenschaftlicher Auftritt: Der VfR Aalen mit (von links) Kai Merk, Gino Windmüller, Daniel Stanese, Tim Grupp, Goson Sakai und Leon Volz hat dem FSV Frankfurt keine Chance gelassen. Klappt das an diesem Dienstag auch mit dem FC Astoria Walldorf?
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Trotz vorzeitigem Klassenerhalt: Der Trainer des VfR Aalen fordert Vollgas und an diesem Dienstag den nächsten Dreier gegen den FC Astoria Walldorf. Kienle und Vastic fehlen.

Aalen.

Nach dem Chancenwucher von Frankfurt kam die Frage gleich zu Beginn: „Kehrt einer der verletzten Torjäger am Dienstag in den Kader zurück?“ Uwe Wolf hat keine guten Nachrichten. „Sowohl für Steffen Kienle als auch Toni Vastic kommt das Spiel gegen Astoria Walldorf zu früh“, sagt der Trainer des VfR Aalen vor dem anstehenden Heimspiel. Anpfiff in der Ostalb-Arena: 19 Uhr.

„Die Langzeitverletzten sind auf dem Weg zurück ins Mannschaftstraining“, sagt Wolf. Was er aber auch sagt: dass keiner dieser Spieler eine Option für Dienstag ist. Trotzdem kündigt der Trainer eine Veränderung der siegreichen Startelf von Frankfurt an. „Ich habe den Gegner beobachtet, und ich habe eine Idee“, sagt Wolf und nennt den Namen: Nikita Marusenko habe gute Chancen, gegen Walldorf in die Anfangsformation zu rücken. Auch, weil sich der 22-Jährige im Training aufgedrängt hat.

Auch wenn der Klassenerhalt seit Samstag sicher ist, sieht Wolf keinen Grund, nachzulassen. Im Gegenteil: „Wer bis zum letzten Spieltag keine 100 Prozent abruft, der wird beim VfR Aalen keine Chance mehr haben. Solche Spieler brauche ich nicht!“ Gier, Wille und Laufbereitschaft, das wolle er am Dienstag wieder sehen. „In Frankfurt waren wir gegen den Ball wie die Hornissen, haben sofort nachgesetzt und Druck gemacht. So soll das gegen Walldorf auch wieder sein.“ Vor allem die letzte Reihe mit Tim Grupp, Gino Windmüller und Daniel Stanese erhielt einen Sonderlob. „Meine Dreierkette ist sattelfest, sie ist eine Bank. Das gibt Sicherheit fürs Mittelfeld und die Offensive.“ Und damit soll jetzt der nächste Dreier eingefahren werden. „Es gibt noch 21 Punkte zu vergeben, und wir wolle alle.“

Dass die Walldorf acht Punkte hinter dem VfR Aalen auf Platz 18 stehen, ist für Wolf kein Qualitätsmerkmal. Er sieht stattdessen einen personell erstklassig besetzten Gegner auf seine Elf zukommen. Nico Hammann beispielsweise, der beidfüßig ist und brandgefährliche Standards schlagen kann. Der 33-Jährige ist einer von drei Spielern beim Gegner, die Wolf selbst schon trainiert hat. Außerdem hatte er bei der TSG Hoffenheim Tabe Nyenty und Andreas Schön unter sich. Letzterer ist auch den Aalenern ein Begriff: Der inzwischen 31-Jährige spielte zwischen 2009 und 2011 selbst für den VfR. Und es gibt noch ein Wiedersehen : Waldorf-Trainer Matthias Born sei einst sein Chef gewesen, sagt Uwe Wolf. Damals, als der Aalener U19-Coach bei der TSG 1899 Hoffenheim war und Born Leiter des Nachwuchsleistungszentrums.

Merk hat ein gutes Näschen

Zurück zu den Ostälblern: Ohne Kienle und Vastic ruhen die Hoffnungen in der Sturmspitze erneut auf Kai Merk, der in Frankfurt glücklos agierte. Wolf hält trotzdem am 22-Jährigen fest. „Kai war dort, wo der Ball war, er hatte ein gutes Näschen“, lobt der Coach und ist sich sicher, dass „bei ihm der Knoten platzt, wenn er mal einen Ball über die Linie drückt“. Merk habe im Training eine unglaublich gute Quote. „Diese Unbekümmertheit muss er jetzt aufs große Feld übertragen.“

Das gilt auch für alle andere Profis des VfR Aalen.

So könnten sie spielen:

VfR: Bernhardt - Stanese, Grupp, Windmüller - Volz, Grupp, Marusenko, Sakai - Hoffmann, Abruscia, M. Müller - Merk

Holger Bux trägt die 12, Michael Schaupp die 15

Zeitfenster. Uwe Wolf macht ernst: Bereits am kommenden Samstag beim FK 03 Pirmasens will Trainer Uwe Wolf zwei weitere Optionen im Kader haben.

Arzttermine. Die beiden zu den Profis hochgezogenen Nachwuchsspieler Holger Bux und Michael Schaupp absolvieren in dieser Woche ihre sportärztlichen Untersuchungen. Bux war am Montag erstmals dran, am Donnerstag soll die zweite Untersuchung folgen. Schaupp hat seine Arzttermine am Mittwoch und Donnerstag.

Trikots. Bereits ausgewählt sind die Rückennummern der Neuen. So trägt Bux künftig die Nummer 12, Schaupp die 15. alex

Solche Spieler brauche

Uwe Wolf, Trainer des VfR Aalen

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