Wolf setzt wieder auf Tim Grupp

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Schnee lag beim Hinspiel gegen den FK Pirmasens im Januar in der Ostalb-Arena. Alessandro Abruscia (verdeckt) hat gerade den Ausgleich zum 1:1-Endstand erzielt.
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Beim FK Pirmasens soll der 26-jährige Gmünder am Samstag wieder im Aalener Abwehrzentrum stehen. VfR-Ziel bleibt: Mindestens sechs Teams hinter sich lassen.

Aalen.

Nur noch zwei Absteiger gibt es in der Regionalliga Südwest. Der VfR Aalen hat die Liga gesichert. Für Cheftrainer Uwe Wolf ist das kein Grund, nachzulassen. „Wir halten an unserem Ziel fest. Wir wollen mindestens sechs Mannschaften hinter uns lassen“, sagt er. Am Samstag (14 Uhr) geht die Reise zum FK Pirmasens und damit zu jenem Team, das derzeit genau den sechstletzten Tabellenplatz belegt. Drei Punkte sind das klare Aalener Ziel für die Heimreise an den Kocher.

Verzichten muss der VfR weiterhin auf seine verletzten Stürmer Toni Vastic und Steffen Kienle. Dafür ist Abwehrchef Tim Grupp wieder mit an Bord.

Zwei 0:2-Niederlagen (gegen Astoria Walldorf und SSV Ulm) stehen für die Gastgeber aus Rheinland-Pfalz aus den bisherigen zwei der drei Heimspiele dieser Englischen Woche zu Buche. Die Fans von der Ostalb hätten gegen ein solches Ergebnis am Samstag sicherlich nichts einzuwenden. Dann wäre der VfR Aalen im siebten von acht Spielen unter seinen neuen Trainer Uwe Wolf unbesiegt.

Genau das ist das Ziel. Der 53-Jährige fordert von seiner Mannschaft, dass sie es endlich einmal schafft, durch eine bessere Chancenverwertung früher „den Deckel drauf zu machen.“ Auch zuletzt beim knappen 2:1 am Dienstag gegen Astoria Walldorf wäre das möglich gewesen. Hätten seine Jungs früher einige der 16 Torgelegenheiten, die der Coach bei der Videoanalyse gezählt hat, genutzt, hätte die Mannschaft nicht so lange bibbern und sogar einem Rückstand hinterherlaufen müssen.

Für die späten Tore zum 2:1-Sieg (67. und 83.) Minute hatte Mittelfeldmotor Alessandro Abruscia gesorgt. Der Mittelfeldspieler ist seit dem verletzungsbedingten Ausfall der etatmäßigen Stürmer Steffen Kienle und Toni Vastic in Sachen Tore schießen in die Bresche gesprungen.

Ob er diese Aufgabe auch am Samstag in Pirmasens wieder übernehmen wird, wird sich zeigen. Dass die Stürmer sich schwertun mit dem Tore schießen, das hat Wolf am Dienstagabend auf die Palme gebracht. Seinen Ärger bekam Ouadie Barini deutlich zu spüren, der - gerade eingewechselt - wegen vergebener Chancen nach acht Minuten wieder ausgewechselt wurde. „Er wird am Samstag wieder dabei sein“, sagt Aalens Übungsleiter, bezeichnet das Geschehen vom Dienstag lediglich als „Momentaufnahme“ und setzt darauf, dass Barini aus dieser Situation gelernt hat.

Weiterhin nicht dabei sein werden Toni Vastic und Steffen Kienle. Während Vastic wieder voll am Mannschaftstraining teilnimmt und vor seiner Rückkehr aufs Feld steht, hat sich Kienle in dieser Woche erneut - dieses Mal im Bauchmuskelbereich - gezerrt und sich ins Rehazentrum nach Ettlingen begeben.

Dafür wird Tim Grupp wieder in der Abwehrzentrale der Dreierkette stehen. Der 26-Jährige musste gegen Walldorf passen, weil es ihm nach seiner Corona-Impfung schlecht ging. „Er war beim Arzt und hat sich nochmals checken lassen“, sagt Wolf. Am Donnerstag ist Grupp wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen.

Wie wichtig der Gmünder im Mannschaftskorsett seines Teams ist, spiegelt sich an den Chancen des Gegners wider. Die Aalener hatten gegen Walldorf nämlich nicht nur 16 Mal die Möglichkeit, selbst zu Toren zu kommen. 16 Mal hatten sie auch verdammtes Glück. „Da hat uns ein herausragender Daniel Bernhardt im Spiel gehalten“, bedankte sich Uwe Wolf bei seinem Keeper und Kapitän. Am Samstag zuvor beim FSV Frankfurt ließ die VfR-Abwehr - mit Tim Grupp im Abwehrzentrum - nur zwei gegnerische Torchancen zu.

Den FK Pirmasens sieht Uwe Wolf als eine „robuste Mannschaft“, die versuche, vor allem mit langen Bällen zum Erfolg gekommen. Die Fäden zieht dabei mit Dennis Chessa einer, der bei den Amateuren von Bayern München groß geworden ist und den die Aalener Fans noch gut aus seiner Zwei- und Drittligazeit kennen, als er das schwarz-weiße Trikot des VfR getragen hat. Der heute 28-jährige Linksfuß zeichnet sich nicht nur als Vorlagengeber aus. Er trifft auch. Sechs Mal bereits in dieser Saison. Darüber hinaus sind fast nur noch die Stürmer Dennis Krob (9 Treffer) und Tom Schmitt (7) fürs Tore schießen zuständig. Ein Faktum, das die Mannschaft offensichtlich ausrechenbar macht.

So könnten sie spielen:

VfR: Bernhardt - Appiah, Grupp, Windmüller - Volz, Stanese, Abruscia, Hoffmann - Ramaj, Merk

Wir müssen auch mal früher den Deckel drauf machen.“

Uwe Wolf, Cheftrainer des VfR Aalen

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