Wolf will weiter Vollgasfußball

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Alessandro Abruscia soll den VfR Aalen am Samstag bei der TSG Balingen zum Sieg führen.
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Auf Bahlingen folgt Balingen: Die Ostälbler gastieren am Samstag beim Tabellenletzten, der noch sieglos ist. Trainer Uwe Wolf hat alle Feldspieler an Bord. Anpfiff: 14 Uhr.

Aalen

Die TSG Balingen setzt sich selbst unter Druck. Auf der vereinseigenen Homepage ist zu lesen, dass die Mannschaft jetzt „unter Zugzwang“ stehe. Das allerdings tut auch der VfR Aalen. Nach der 2:3-Niederlage gegen den Bahlinger SC will die Elf von Trainer Uwe Wolf am Samstag endlich wieder Punkte auf der Habenseite verbuchen. Anpfiff: 14 Uhr.

Uwe Wolf weiß genau: „Die Ergebnisse stimmen nicht.“ Nach der jüngsten Pleite hat der VfR-Trainer die vier absolvierten Partien detailliert analysiert. Auffällig sind die unterschiedlichen Halbzeiten. „In den bisherigen vier ersten Halbzeiten haben wir 10 Punkte und 4:0 Tore eingefahren“, sagt der Fußballlehrer. Ganz anders sieht's in den zweiten 45 Minuten aus: 2:8 Tore und gerade einmal einen Punkt. Dass seine Profis anfangs ein zu hohes Tempo gehen, will Wolf nicht gelten lassen. „Nein, es liegt nicht an der Physis. Unsere Werte sind sehr gut“, sagt der 54-Jährige und stellt klar, dass er auch künftig „Vollgasfußball“ spielen lassen wird. Allerdings: Wolf erwartet von seinen Spielern, dass sie konsequenter verteidigen. „Gegen Bahlingen sind alle Gegentore nach individuellen Fehlern entstanden“, sagt der Trainer, den vor allem die Treffer nach Standards ärgern. „Das ist uns dreimal nacheinander gegen Schott Mainz, Pirmasens und nun Bahlingen passiert.“

Einen nimmt Wolf jetzt besonders in die Pflicht: Matthias Layer. Der Keeper, der gegen Bahlingen keine glückliche Figur machte, müsse „mehr aus sich herausgehen“. Der Trainer erwartet ein lauteres Auftreten von seiner aktuellen Nummer eins. „Als Torwart hat er das Spiel vor sich.“ Dass Layer mit seinen 22 Jahren damit überfordert sein könnte, sieht Wolf nicht so: „Er genießt unser vollstes Vertrauen.“

Arcalean und Seitz sind fit

Noch einmal zurück zum „Vollgasfußball“. Der Trainer will, dass seine Spieler marschieren. Zumal er die Möglichkeit habe, fünfmal zu wechseln. „Da kann ich von jedem Tempo erwarten.“ Allerdings: Er sagt auch, dass es nötig ist, dass die Einwechselspieler funktionieren. Gegen Bahlingen hat Manuel Botic die Erwartungen nicht erfüllt und wurde nach zehn Minuten ausgewechselt. „Ich brauche hier keine Diven.“

Allen anderen macht er trotz der Niederlage keinen Vorwurf. Im Gegenteil. „Wir haben eine klasse Leistung abgeliefert.“ Und deshalb will er sich nicht von seinem Weg abbringen lassen. „Unsere Einsatz- und Laufbereitschaft stimmt, jetzt müssen wir uns nur wieder das Spielglück erarbeiten.“

Wolf ist sich sicher, dass „wir dann auch belohnt werden“. Erfreulich: Am Samstag hat der VfR Aalen alle Feldspieler an Bord. Auch Jonas Arcalean und Sean-Andreas Seitz, die zuletzt noch verletzungsbedingt gefehlt haben. „Sie sind beide wichtige Optionen“, sagt der Trainer. Ob einer der Rückkehrer gleich in der Startelf stehen wird, will der Trainer noch nicht verraten.

Der kommende Gegner war am vergangenen Wochenende spielfrei, davor haben die Balinger gegen Bahlingen trotz der 1:2-Niederlage ihre bis dato beste Saisonleistung abgerufen - wobei die Messlatte angesichts bisher überschaubarer Vorstellungen im Pokal und in der Runde dafür nicht allzu hoch lag.

Dennoch: Für den Tabellenletzten war beim Bahlinger SC durchaus ein Punktgewinn drin. Gut eingefügt bei der TSG hat sich Neuzugang Jan Ferdinand, der erstmals von Beginn an auflief und die Bälle geschickt festmachte. Und: Er erzielte zudem den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich: mit einem sehenswerten Schlenzer in den Winkel. Es war bereits Ferdinands zweites Saisontor im zweiten Spiel.

Der VfR Aalen ist gewarnt. Und die bisherigen Auftritte haben gezeigt, dass die Qualität für einen Auswärtssieg beim Tabellenletzten da ist.

So könnten sie spielen:

VfR: Layer - Volz, Stanese, Odabas, Heckmann - Korb, Elfadli - Müller, Abruscia, Kindsvater - Kienle

Wir müssen uns das Spielglück erarbeiten.“

Uwe Wolf, Trainer des VfR Aalen
  • Steffen Kienle: OP noch nicht vom Tisch
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