Zeigt der TSB Gmünd eine Reaktion?

+
Der TSB Gmünd (am Ball Wolfgang Bächle) will in heimischer Halle punkten.

Nach der Niederlage in Pforzheim will der TSB am Samstag (19:30 Uhr) zu Hause gegen Heiningen siegen.

Schwäbisch Gmünd. Zweifellos hat der TSB Gmünd mit vier Siegen und zwei Niederlagen zum Saisonstart die eigenen Erwartungen übertroffen und befindet sich als Tabellenachter voll im Soll. Auch wenn der Vorsprung zu den insgesamt sechs Abstiegsplätzen gerade einmal mickrige zwei Punkte beträgt. Doch der Auftritt am vergangenen Samstag hat durchaus ratlose Gesichter hinterlassen. „Für diese zweite Halbzeit gibt es keine Erklärung“, sagt Co-Trainer Volker Haiser, der gemeinsam mit Chefcoach Michael Stettner den Blick schnell wieder nach vorne richten wollte.

Das Gmünder Trainerduo setzt darauf, dass das Desaster aus Pforzheim die zuvor so erfolgsverwöhnte Mannschaft wachgerüttelt hat. Denn immerhin steht der prestigeträchtige Lokalschlager gegen den TSV Heiningen bevor, der als Fünfter (10:6 Punkte) mit zwei mehr absolvierten Partien knapp besser da steht als der TSB (8:4). „Im Derby muss jeder Einzelne auf seine 100 Prozent noch einmal 10 Prozent drauf legen“, verspricht Rascher den TSB-Fans.

Da sorgt es für Zuversicht, dass die Jets trotz dem Feiertag am Dienstag wieder in ihren normalen Rhythmus mit drei Trainingseinheiten und fast voller Kapelle zurückkehren konnte. Nun sind die Voraussetzungen deutlich besser. „Doch ein Derby hat sowieso immer andere Vorzeichen“, meint Volker Haiser mit Blick auf die vergangene Saison, als sich der TSB den Heiningern am ersten Spieltag deutlich mit 28:37 geschlagen geben musste. Doch ausgerechnet diese deutliche Heimschlappe geriet zum Startschuss für die bislang erfolgreichste Gmünder Oberliga-Saison. Ein fast schon verloren geglaubtes Rückspiel drehte der TSB noch in den Schlussminuten zu einem umjubelten 27:26-Auswärtserfolg. Ein solch heißer Schlagabtausch dürfte den Zuschauern auch diesen Samstag bevorstehen.

Haiser weiß um die Bedeutung des Derbys, immerhin kann der Co-Trainer des TSB selbst auf eine jahrelange Heininger Vergangenheit zurückblicken. Achtmal trug der TSB den Sieg davon, zehnmal behielt Heiningen die Oberhand und zwei weitere Male wurden die Punkte geteilt. Ziemlich gelassen blickt Haiser auf diese Rivalität, denn während seiner langjährigen Trainertätigkeit hat er zahlreiche freundschaftliche Beziehungen zum Gegner geknüpft. TSV-Trainer Mike Wolz ist ein alter Bekannter, den Rückraumlinken Felix Kohnle hatte er vor knapp zehn Jahren in der Bartenbacher A-Jugend unter seine Fittiche genommen. Dessen jüngerer Bruder Nick Kohnle spielt mit Haisers Sohn Benedikt in einer Beachhandball-Mannschaft. Heiningen stelle eine „homogene und breit aufgestellte Truppe“, wie Haiser weiß.

Der TSB-Taktiker verweist gleichzeitig auf eine weitere große gegnerische Stärke, nämlich die offensive 3-2-1 Abwehr. Um nicht ins offene Messer zu laufen, muss der TSB geduldig angreifen und sich seine Torchancen erarbeiten.

Das Derby als Chance zur Wiedergutmachung nach dem Rückschlag in Pforzheim: Die Motivation beim TSB könnte also kaum höher sein. „Wenn wir dieses Spiel gewinnen, dann ist nicht automatisch alles wieder gut“, mahnt Haiser zwar. Bis auf den verletzten Philipp Schwenk ist der Kader von Stettner und Haiser komplett. Einige der Perspektivspieler werden zuvor im Perspektivteam aushelfen, das um 17:15 Uhr den Bezirksliga-Spitzenreiter SG Kuchen-Gingen empfängt. Ab 19:30 Uhr heißt es dann: Bühne frei für das heiße Stauferland-Derby. ⋌nico

Zurück zur Übersicht: Regionalsport

Kommentare