Zum Auftakt gleich ein Derby

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Der TSB spielt wieder.

Im ersten Saisonspiel empfängt der TSB Gmünd am Sonntag in der Großen Sporthalle den langjährigen Rivalen TSV Heiningen.

Schwäbisch Gmünd.

Besser hätten es die Terminplaner nicht mit dem TSB Gmünd meinen können. Zum ersten Spiel nach knapp elf Monaten Zwangspause empfangen die Jets am Sonntag um 17 Uhr den langjährigen Rivalen TSV Heiningen. Derby-Stimmung also in der Großen Sporthalle, eine große Zuschauerkulisse inklusive.

„Wer keine Motivation spürt, dem kann niemand helfen. Meine Jungs jedenfalls brauche ich nicht mehr extra heiß zu machen.“ Diese klare Ansage stammt von Dragos Oprea. Auf den Tag genau 330 Tage nach dem bislang letzten Pflichtspiel wartet der Kracher gegen Heiningen – und der TSB-Trainer hat zwei Punkte fest im Visier. Denn um den bis zu sieben Abstiegsrängen aus dem Weg zu gehen, ist ein einstelliger Tabellenplatz das formulierte Ziel. Von Druck will Oprea gar nichts wissen, aus ihm spricht die pure Vorfreude: „Zu unserem Ziel gehören natürlich möglichst viele Heimsiege. Es wird nicht einfach, doch wir werden unser Bestes geben.“

Großes Pech in der Vorbereitung hatten Christian Waibel und Gentian Krasniqi. Während sich Neuzugang Krasniqi nach seinem Kahnbeinbruch noch im Aufbautraining befindet, könnte Waibel bereits am Sonntag wieder eine Option sein. „Doch wir müssen mit dem Kopf entscheiden, nicht unbedingt mit dem Herzen“, will Oprea zuerst das Abschlusstraining beobachten. Ein adäquater Ersatz für den Abwehrchef steht bereit. A-Jugendtrainer Philipp Schwenk, der nach seinem Intermezzo bei der HSG Bargau/Bettringen künftig im TSB-Perspektivteam in der Bezirksklasse zum Einsatz kommen soll, wird im Kader stehen. Der 29-Jährige ist sicherlich mehr als nur ein Notnagel, kann Schwenk doch auf die Erfahrung von 92 Oberligaspielen (186 Tore) zurückblicken.

Einen langen und steinigen Weg zurück in die Viertklassigkeit haben die Gäste aus der Handball-Hochburg Heiningen bewältigt. Von 1982 bis 1985 war der TSV sogar in der 2.Bundesliga vertreten, im Frühjahr 2020 glückte nach sieben Jahren Abstinenz die Rückkehr in die Viertklassigkeit. Zur Erinnerung: Ein Jahr zuvor hatten sich die „Staren“ mit dem TSB noch ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Meisterschaft in der Württembergliga Süd geliefert und beim Topspiel (29:32) sogar beide Punkte aus der Großen Sporthalle entführt.

Gäste mit verändertem Kader

Allerdings ist von der Aufstiegsmannschaft nur ein Bruchteil übrig geblieben. Sieben Stammspieler mussten aus beruflichen oder privaten Gründen ersetzt werden. Neben zahlreichen jungen Talenten sind mit Simon Dürner und Andreas Schaaf (beide TSG Söflingen) auch zwei Routiniers dazu gekommen. Der Umbruch ist eine herausfordernde Aufgabe für Trainer Mike Wolz: „Es ist natürlich sehr schön, dass wir so viele Spieler hinzubekommen, doch wenn auf der anderen Seite so viele Akteure gehen, dauert es natürlich, bis die Prozesse wieder richtig funktionieren.“

Oprea wiederum äußert sich voller Respekt über die Truppe seines einstiges Mitspielers aus Göppinger Zeiten: „Sie haben eine richtig gute, stabile Formation mit verschiedenen Deckungssystemen. Es wird für beide Seiten ein wegweisendes Spiel.“

Am Sonntag starten beide Seiten wieder bei Null. „Die Ergebnisse aus der Vorbereitung zählen nicht mehr, nur noch Punkte“, betont Oprea: „Meine Mannschaft ist auf jeden Fall bereit, sie beweist es in jeder Trainingseinheit aufs Neue. Diese Einstellung überträgt sich natürlich auch auf das Spiel.“ Die eigenen Zuschauer zu begeistern, die nach fast einem Jahr wieder in die Halle kommen dürfen, steht für den TSB ganz oben auf der Agenda.

Für alle Zuschauer besteht eine 3G-Nachweispflicht inklusive Kontaktregistrierung entweder per Luca-App oder mit dem schriftlichen Formular, das vor Ort ausliegt. Kinder und Schüler sind von der Testpflicht ausgenommen, außerdem ist eine medizinische Maske ist zu tragen.

Frühzeitig in die Halle zu kommen, lohnt sich: Bereits um 15.10 Uhr bestreitet die A-Jugend ihr erstes Saisonspiel in der Verbandsliga im Lokalschlager gegen die HSG Winzingen-Wißgoldingen-Donzdorf.

Wer keine Motivation spürt, dem kann niemand helfen.“

Dragos Oprea,, Trainer TSB Gmünd

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