Zum Auftakt Silber und Bronze für Marie Fuchs

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Schwimmen

Bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin wird Schwester Paula Fuchs Fünfte.

Berlin. Besser hätte der Auftakt für das Team des Schwimmvereins Gmünd (SVG) bei den bis Samstag laufenden Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in der Schwimm- und Sprunghalle des Europasportparks in Berlin nicht sein können.

Gleich am ersten Tag übertraf Marie Fuchs (Geburtsjahrgang 2005) alle Erwartungen und holte sich über 50 Meter Freistil unerwartet die Bronzemedaille. „Dass sie sich fürs Finale qualifizieren konntein dieser Disziplin, die eigentlich eine „Nebenstrecke“ für sie ist, hatten war im Stillen erhofft“, sagte SVG-Trainer Björn Koch, „nicht aber den Sprung aufs Podest.“ Bereits im Vorlauf erzielte Marie Fuchs mit 26,76 die drittschnellste Zeit. Im Finale steigerte sie sich auf den neuen württembergischen Altersklassenrekord von 26,43 Sekunden; nur Nina Jazy (SG Dortmund) mit 25,75 Sekunden und Lisa-Marias Finger (SG Neukölln Berlin) mit 25,96 Sekunden waren schneller. Die Überraschung war aber, dass auch Maries Zwillingsschwester Paula den Sprung in den Endlauf der besten acht schaffte. Sie steigerte sich nach 26,99 Sekunden im Vorlauf auf 26,67 Sekunden und schlug als Fünfte an.

Auf diesem Platz kam Marie Fuchs auch im Finale über 50 Meter Brust ans Ziel. Nach 33,96 Sekunden im Vorlauf verbesserte sie im Finale ihre Bestzeit auf 33,94 Sekunden. Lenny Kientz (2007) war bei seinen ersten deutschen Meisterschaften verständlicherweise sehr aufgeregt, er verfehlte mit guten 34,08 Sekunden über 50 m Brust seine Bestzeit um gerade mal eine Zehntelsekunde.

Am zweiten Wettkampftag legte Marie Fuchs nochmals kräftig nach. Über 200 Meter Lagen sicherte sie sich die Silbermedaille. Bereits im Vorlauf war sie mit 2.23,42 Minuten die Zweitschnellste. Im Finale steigerte sich Marie auf die Bestzeit von 2.20,08 Minuten, die Goldmedaille war aber Lisa-Marie Finger von der SG Neukölln Berlin in 2.17,71 Minuten nicht zu entreißen. Karin Stotz (ebenfalls Jahrgang 2005) schaffte mit starken 2.30,15 Minuten einen beachtlichen zwölften Platz, zum Finale fehlten ihr nur 1,18 Sekunden.

Nach Platz vier im Vorlauf mit 1.05,87 Minuten zog Paula Fuchs auch über 100 Meter Rücken überraschend sicher ins Finale ein. Da steigerte sie sich auf 1.05,61 Minuten und wurde gute Fünfte – zu Platz drei und der Bronzemedaille hätte sie lediglich 81 Hundertstel Sekunden schneller sein müssen.

Ida Schneider (2005) war über 200 m Freistil als Zehnte mit 2.09,90 Minuten am dichtesten dran, 98 Hundertstel fehlten. Kathrin Stotz folgte mit 2.12,08 Minuten auf Rang 19. Marit Bommers (2008) schaffte nach 2.18,56 Minuten den 23. Platz und Jan Klein (2005) platzierte sich mit 2.01,26 Minuten an 21. Stelle. Nach 100 Metern und 57,40 Sekunden lag er noch auf Finalkurs. „Wichtig ist, bei solchen Wettkämpfen zu lernen“, kommentierte Björn Koch die Leistung des hoffnungsvollen Talentes.

Die Stimmung in der riesigen Schwimmhalle des Europaparks „ist trotz strenger Corona-Regelungen einfach toll“, berichten Björn Koch und Co-Trainerin Dany Fuchs aus Berlin: „Es ist ein sehr schönes Erlebnis, dass nach über eineinhalb Jahren die Schwimmer wieder von Zuschauern angefeuert werden!“ Mittlerweile dürfen sich wieder insgesamt 2500 Personen in der Halle aufhalten. „Maskenpflicht gilt überall (außer am Start), was in einer Schwimmhalle mit hohen Temperaturen und Luftfeuchtigkeit nicht sehr angenehm ist - aber wenn es den Wettkampf möglich macht, tragen wir sie alle gerne“, meint Dany Fuchs.

„Für unsere Youngster, die zum ersten Mal bei Deutschen Meisterschaften starten dürfen, ist die große Schwimmhalle, die professionelle Wettkampfatmosphäre und einfach die Tatsache, zu den besten deutschen Schwimmern zu gehören, natürlich sehr aufregend, entsprechend nervös sind sie auch vor ihren Starts“, weiß Björn Koch.

Die „Routiniers“ Marie und Paula Fuchs freuen sich, in Berlin fast ihre gesamte Trainingsgruppe mit am Start zu haben: „Das macht ein ganz besonderes Mannschaftsgefühl.“ Da die fünf Wettkampftage mit Vorläufen und Finals voll. ausgefüllt sind, bleibt für Besichtigungsfahrten durch die deutsche Hauptstadt keine Zeit. „Auch diejenigen, die keinen Wettkampf haben, sind trotzdem in der Schwimmhalle dabei und unterstützen durch Anfeuern und Mitfiebern“, berichtet Dany Fuchs. Auch einige Eltern der Gmünder Schwimmer sind nach Berlin als Zuschauer gereist. Sofern sie eines der 400 begehrten Tickets ergattern konnten, sind sie in der Halle beim Anfeuern lautstark zu hören – sie sind aber strikt getrennt von Trainern und Sportlern,

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