2209 Zuschauer: Rekordkulisse beim dritten Streich

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Jubel beim VfR Aalen nach dem Führungstreffer.
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Neun Punkte in der englischen Woche: Der VfR Aalen beherrscht einen harmlosen FSV Frankfurt und gewinnt hochverdient mit 1:0 (1:0). Großes Elfmeterglück in der Nachspielzeit.

Aalen

Besser geht's nicht: Der VfR Aalen hat alle drei Spiele in der englischen Woche gewonnen und damit den Sprung aus der Abstiegszone geschafft. Zum Abschluss gewann die Elf von Trainer Uwe Wolf vor der Rekordkulisse von über 2200 Zuschauern mit 1:0 (1:0) gegen den FSV Frankfurt. In der Nachspielzeit hatten die Ostälbler allerdings mächtig Glück, dass es keinen Elfmeter gegen sie gab.

„Ja, wir hätten uns nicht beschweren können“, sagt Ali Odabas über die Szene in der 93. Minute. Dem Innenverteidiger sprang der Ball im Strafraum an die Hand. Der Elfmeterpfiff blieb aus, die Aalener durften endgültig jubeln. Und das zurecht. Vier Tage nach dem starken Auftritt beim VfB Stuttgart II (2:1) legte der VfR im Heimspiel nach. Wieder zeigte die Wolf-Elf viel Leidenschaft, Kampf- und Laufbereitschaft. „Wir waren einfach nicht gut genug, Aalen hat das bessere Spiel gemacht“, anerkannte hinterher auch FSV-Trainer Thomas Brendel. Was die Ostälbler auch hatten: ein tolles Publikum. Schon nach acht Minuten forderte der harte Kern auf der Osttribüne: „Steht auf, wenn ihr Aalener seid ...“

Zu dem Zeitpunkt hatten die Profis auf dem Rasen bereits alles im Griff, Mark Müller kam erstmals gefährlich vors Frankfurter Tor, der Abschluss des Youngsters war aber harmlos (13.). Danach blieben klare Torchancen zunächst Mangelware, weil auch die VfR-Defensive mit einem kompromisslosen Gino Windmüller nichts zuließ. Bis zur 41. Minute. Da hatten die Frankfurter gleich doppelt die Möglichkeit zur Führung. Zuerst rettete Odabas in höchster Not gegen Andu Yobel Kelati (41.). Beim folgenden Eckball durfte Jake Hirst unbedrängt köpfen, Eduard Heckmann kratzte den Ball von der Linie (42.). Aber auch der VfR kam noch einmal gefährlich vors Tor. Jonas Arcalean setzte sich auf der linken Seite durch, der Abpraller landet vor den Füßen von Alessandro Abruscia, und der Kapitän hämmerte den Ball unhaltbar ins lange Eck - 1:0 (45.). Zur Halbzeitpause gab's viel Applaus von den Rängen.

Mark Müller verpasst das 2:0

Auch die erste Möglichkeit in den zweiten 45 Minuten gehörte dem VfR. Keeper Daniel Endres war bei Leon Volz' 16-Meter-Schuss aber zur Stelle. Frankfurt tat nun mehr fürs Spiel, richtig gefährlich wurde es aber nicht, weil der VfR Aalen weiter sehr kompakt agierte und das Geschehen kontrollierte. Der eingewechselte Denis Mangafic versuchte es aus 16 Metern, der Schuss wurde aber geblockt (63.). Mehr brachten die Gäste nicht zustande. Ganz anders der VfR. Müller setzte sich stark durch und hatte nach einem Doppelpass mit Kolja Herrmann freie Bahn, der Ball aber strich Zentimeter am Pfosten vorbei (80.). Ins Tor getroffen hat Bejamin Kindsvater, dem vermeintlichen 2:0 ging aber eine Abseitsstellung voraus (89.). Es folgte die dreiminütige Nachspielzeit, in der die Frankfurter noch einmal über die rechte Seite nach vorne kamen. Mangafic zog in den Strafraum, Ali Odabas warf sich dazwischen. Es war jene besagte Szene, in der der VfR Aalen das (Elfmeter-)Glück auf seiner Seite hatte. „Da hat wohl jeder im Stadion die Luft angehalten“, sagte FSV-Trainer Brendel. Wolf wollte da nicht widersprechen.

Stattdessen gab's vom Trainer viel Lob für seine Profis. „Wir haben das Spiel von der ersten Minute an dominiert.“ Uwe Wolf sprach von einer „ganz tollen Mannschaftsleistung“. Und davon, dass „die Mannschaft lebt“.

Und inzwischen auch fleißig Punkte sammelt.

Ja, wir hätten uns nicht beschweren können.“

Ali Odabas, Innenverteidiger des VfR Aalen
  • Stimmen zum Spiel: „Wenn's mal läuft, dann läuft's“
  • Ali Odabas, VfR-Innenverteidiger: „Wir waren schon in den ersten Spielen die bessere Mannschaft. Deshalb haben wir immer weitergemacht und uns Chancen erarbeitet. Wir waren vorne nur nicht konsequent und haben hinten zu einfach Tore bekommen. Jetzt sind wir viel stabiler, selbstbewusster und wir spielen wieder zu Null.“
  • Mark Müller, VfR-Mittelfeldspieler: „Wir waren sehr aggressiv, alle haben gecoacht und wenn's mal läuft, dann läuft's. Wir sind gut drauf, und wir haben alle drei Spiele in der englischen Woche dominant bestritten. Ohne überheblich zu werden, der Blick geht aber auch nach oben.“
  • Michael Weißkopf, VfR-Präsidiumsmitglied: „Das war eine ganz starke erste Halbzeit, in der wir verdient in Führung gegangen sind. Und in der zweiten Halbzeit haben wir leidenschaftlich verteidigt.“
  • Uwe Wolf, VfR-Trainer: „Ich wünsche mir, dass die Leistung meiner Mannschaft endlich honoriert wird.“ alex
Alessandro Abruscia erzielte das entscheidende Tor für den VfR Aalen.
Youngster Mark Müller mit einer ganz starken Leistung.
Abräumer im defensiven Mittelfeld: Daniel Elfadli gehörte zu den Besten beim VfR Aalen

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