Achim Hägele pflegt seit 28 Jahren Aalens Fußballprofis

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20160423, Erfurt, Steigerwaldstadion, Fussball, DFB 3.Liga, Saison 2015-2016, 35. Spieltag, FC Rot-Weiss Erfurt vs. VfR Aalen 2-0, in d. Mitte Sebastian Neumann ( Aalen ) verletzte sich im Spiel, wird von li. Frank Metz ( Aalen Physiotherapeut ) und re.
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Der Masseur des VfR hört zum Monatsende im Aalener Rohrwang auf. Gespräche für einen Nachfolger laufen bereits.

Aalen

Die Zweit- und Drittliga-Zeiten, in denen der medizinische Stab beim VfR Aalen noch aus mehreren Funktionsträgern bestand, die die Mannschaft zu den Spielen begleiteten, sind vorbei. Kein Mannschaftsarzt sitzt mehr am Spielfeldrand, kein Physiotherapeut. Geblieben ist Masseur Achim Hägele. Seit 28 Jahren kümmert er sich um die großen und kleinen Wehwehchen von Aalens VfR-Fußballern. Zum Monatsende ist Schluss. Beim Heimspiel am Samstag, 27. November wird er zum letzten Mal in der Ostalb Arena auf der Bank am Spielfeldrand Platz nehmen.

„Es ist eine Entscheidung, die mir nicht leicht gefallen ist“, sagt der 59-Jährige. Mit dem Verein habe dies nichts zu tun. „Ich habe diese Aufgabe sehr gerne gemacht und werde bestimmt auch weiterhin im Stadion sein.“ Nun freue er sich auf seine neue Stelle bei einem hiesigen Physiotherapeuten.

Es ist eine Entscheidung, die mir nicht leicht gefallen ist.“

Achim Hägele, Masseur des VfR Aalen

Bedauern klingt auch aus den Worten von VfR Aalens Geschäftsführer Giuseppe Lepore: „Wir haben ein sehr sehr gutes Verhältnis zueinander. Seine Arbeit schätze ich sehr. Ich bedauere das sehr, dass der Achim aufhört.“ In einem „sehr guten Gespräch“ habe Hägele ihm die Entscheidung erläutert. Der Verein sei bereits in Gesprächen mit möglichen Nachfolgern. Und, sagt Lepore: „Wir werden diese Stelle auch ausschreiben.“

Dass der medizinische Stab bei den Profifußballern am Spielfeldrand auf eine Person geschrumpft ist, ist nicht nur beim VfR Aalen so. Nicht nur, dass die finanziellen Möglichkeiten eines Vereins in der Regel mit denen in der 3. oder gar 2. Liga nicht zu vergleichen sind. Giuseppe Lepore macht auch keinen Hehl aus der Tatsache, dass „die zwei Jahre Corona in wirtschaftlicher Hinsicht auch bei uns ihre Spuren hinterlassen haben.“ Die Situation treffe alle Profifußballvereine gleichermaßen. „Den wirtschaftlichen Gegebenheiten müssen wir Rechnung tragen.“

Drei Spiele noch wird Achim Hägele das Regionalligateam des VfR Aalen als Masseur begleiten. Am kommenden Samstag nach Kassel, eine Woche später zuhause gegen Astoria Walldorf. Das Heimspiel am Samstag, 27. November, gegen die Bundesligareserve des FSV Mainz 05 wird sein ganz persönliches Abschiedsspiel sein. Nach erlebnisreichen 28 Jahren.

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