Aufatmen beim VfR Aalen: Zwei späte Tore bringen den lang ersehnten Sieg

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Nach sieben sieglosen Spielen ist die Wende endlich geschafft: Der VfR Aalen hat gegen den Aufsteiger Eintracht Trier verdient mit 3:1 (1:0) gewonnen und damit für große Erleichterung innerhalb des Vereins und im Umfeld gesorgt.
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Nach sieben sieglosen Regionalliga-Spielen klappt's mit dem Dreier: Der VfR Aalen schlägt den Aufsteiger Eintracht Trier mit 3:1 (1:0). Nach dem Ausgleich treffen Jan Just und Levin Kundruweit.

Aalen

Aufatmen beim VfR Aalen. Die Elf von Tobias Cramer hat die Negativserie beendet und den Aufsteiger Eintracht Trier in der heimischen Ostalb-Arena mit 3:1 (1:0) geschlagen. Der Trainer gibt zu, dass nach dem Ausgleich „der Puls zu rasen begann“. Dann aber sorgten Jan Just und Levin Kundruweit mit ihren späten Toren für große Erleichterung. „Ich bin zufrieden“, sagt Cramer, der bereits in die Kritik geraten war.

Tobias Cramer darf gar nicht dran denken, was los gewesen wäre, wenn Christopher Spang beim Stande von 2:1 statt an die Latte ins Tor getroffen und das 2:2 erzielt hätte (88.). „Dann wären wir womöglich wieder mit leeren Händen dagestanden, weil der Kopf angefangen hätte zu rattern ...“ So aber hat's noch einmal im Tor von Eintracht Trier gerattert, und spätestens nach dem 3:1 in der 90. Minute war allen klar, dass die sieglose Zeit beim VfR Aalen endlich vorüber ist. Und nicht nur die: „Im Umfeld war enorm viel Unruhe entstanden, aber wir haben den Druckbedingungen standgehalten“, sagt Cramer und hofft, dass jetzt erst einmal Ruhe einkehrt.

Es war ein ereignisreicher (Fußball-)Tag in Aalen. Nach den Krawallen in der Innenstadt mit einem Großeinsatz für die Polizei lieferten sich die Ultras der beiden Vereine auch im Stadion verbale Wortgefechte. Und auf dem Rasen war schnell zu spüren, dass viel auf dem Spiel stand für die zuletzt viel gescholtenen VfR-Profis. Aber die junge Aalener Mannschaft stellte sich dem Druck und kämpfte sich mit viel Leidenschaft in die Partie - ohne allerdings spielerisch zu glänzen. Aber: Die Cramer-Elf kam schnell zu Chancen.

Solo von Seitz bringt das 1:0

Holger Bux (2.) und Kristjan Arh Cesen (9.) ließen die ersten beiden ungenützt, die dritte aber saß. Sean Seitz kam an der Mittellinie an den Ball, und der pfeilschnelle Stürmer spurtete mit einem tollen Solo durch die gesamte Trierer Abwehr und vollendete zum 1:0 (20.). „Es ist frustrierend und tut richtig weh, dass da keiner von uns da ist und sagt: 'Stopp! Hier geht's nicht weiter!'“, sagt SV-Trainer Josef Cinar. Nachdem VfR-Keeper Michel Witte herausragend gegen Maurice Roth klärte, hatte der VfR Aalen mehrmals die Chance, auf 2:0 oder gar 3:0 zu erhöhen. Zweimal scheiterte Vico Meien aus kürzester Distanz (29./ 32.), und der überragende Sascha Korb setzte einen Freistoß knapp neben das Tor (35.). Der Applaus der Aalener Fans zur Halbzeitpause war überaus verhalten. Und vielleicht ahnten die bereits, dass das Spiel trotz einer überlegenen ersten Hälfte längst nicht entschieden war.

Und wie schon in Bahlingen waren die Ostälbler nach Wiederanpfiff weniger fokussiert und präsent. Und wieder wurde das bestraft. Sven König hatte im Strafraum viel zu viel Platz, und der Trierer ließ Witte keine Chance - 1:1 (64.). Es folgte die beste Phase der Gäste, aber anders als zuletzt ließen sich die Aalener nicht unterkriegen. Im Gegenteil. Einen Eckball köpfte Michael Schaupp vors Tor, und Jan Just staubte ab - 2:1 (82.). Der VfR Aalen jubelte ausgelassen und wäre beinahe wieder kalt erwischt worden. Aber Spang hämmerte den Ball aus kürzester Distanz an den Querbalken (88.). Statt langem Zittern in der Nachspielzeit erzielte Kundruweit nach einer starken Balleroberung von Korb das entscheidende 3:1 (90.). Es war die Entscheidung in einem hart umkämpften Spiel.

Der VfR Aalen verlässt mit diesem Sieg wieder die Abstiegsränge, und auch die Fans sind vorerst besänftigt. „Ich bin froh und glücklich fürs Trainerteam, dass eine Mannschaft mit fünf U23-Spielern in der Startelf den Sieg eingefahren hat. Das war sicherlich keine einfache Situation, aber die Jungen haben bewiesen, dass sie es können“, sagt Tobias Cramer, der nicht der einzige war, der sichtlich erleichtert war.

VfR Aalen – Eintracht Trier 3:1 (1:0)

 Aalen: Witte – Just, Schaupp, Bagci, Cesen – Korb, M. Müller – Meien, Wächter (72. Heckmann), Seitz (89. Schmidt) – Bux (81. Kundruweit). Trainer: Cramer

Trier: Wieszolek - Weiß, Maurer, Spang, Heinz - Garnier, Roth (75. Wrusch) - Debrah (69. Siga), Kinscher (75. Wimmer), König - Brandscheid. Trainer: Cinar

Tore: 1:0 Sean Seitz (20.), 1:1 Sven König (64.), 2:1 Jan Just (82.), 3:1 Levin Kundruweit (90.)

Gelbe Karten: Witte, Seitz, Bux - Garnier, Roth, Weiß 

Schiedsrichter: Martin Wilke

Zuschauer: 1255

Stimmen zum Spiel: „Nach dem 1:1 habe ich mir keine Sorgen gemacht“

Michel Witte, VfR-Keeper: „Wir mussten gewinnen, und das haben wir gemacht. Ich glaube, wir haben es gut gemacht. Wir haben im Vergleich zu Bahlingen noch einmal eine Schippe draufgelegt. Das tut uns richtig gut. Nach dem 1:1 habe ich mir keine Sorgen gemacht.“

Jan Just, VfR-Rechtsverteidiger: „Der Ball ist reingekommen, ich warte in der Mitte und dann habe ich mich nur reingeworfen. Ich wollte das Ding unbedingt machen. Ausschlaggebend war die kämpferische Leistung, jeder wollte, jeder hat gekämpft.“

Giuseppe Lepore, VfR-Geschäftsführer: „Entscheidend war der Wille der Mannschaft, der 90 Minuten lang gegeben war, und so gewinnt man dann auch Spiele. Nach dem 1:1 habe ich mir zwar keine Sorgen gemacht, aber ich habe schon beobachtet, wie die Mannschaft damit umgeht. In Bahlingen zuletzt ist das Spiel gekippt, diesmal hat aber alles geklappt. Wir müssen jetzt einfach fleißig weiterarbeiten.“

Alessandro Abruscia, erkrankter VfR-Kapitän: „Letztendlich zählen die drei Punkte. Dass nach der Pause ein kleiner Bruch da war, ist mir einfach egal.“

Josef Cinar, SV-Trainer: „Ich bin heute das erste Mal so richtig enttäuscht aufgrund der ersten Halbzeit. Wir haben sehr, sehr vieles vermissen lassen, wir hatten viele Spieler, die nicht an ihre Leistungsgrenze gekommen sind.“⋌alex

Nach sieben sieglosen Spielen ist die Wende geschafft: Der VfR Aalen hat sich gegen den Aufsteiger Eintracht Trier zu einem 3:1 (1:0)-Sieg gekämpft.
Nach sieben sieglosen Spielen ist die Wende endlich geschafft: Der VfR Aalen hat gegen den Aufsteiger Eintracht Trier verdient mit 3:1 (1:0) gewonnen und damit für große Erleichterung innerhalb des Vereins und im Umfeld gesorgt.
Trainer Tobias Cramer.
Nach sieben sieglosen Spielen ist die Wende endlich geschafft: Der VfR Aalen hat gegen den Aufsteiger Eintracht Trier verdient mit 3:1 (1:0) gewonnen und damit für große Erleichterung innerhalb des Vereins und im Umfeld gesorgt.
Trainer Tobias Cramer.
Nach sieben sieglosen Spielen ist die Wende endlich geschafft: Der VfR Aalen hat gegen den Aufsteiger Eintracht Trier verdient mit 3:1 (1:0) gewonnen und damit für große Erleichterung innerhalb des Vereins und im Umfeld gesorgt.

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