Braunschweig: Interesse an Michael Schiele?

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Ein Kandidat für Eintracht Braunschweig? Trainer Michael Schiele coacht seit 2017 den Drittligisten Würzburger Kickers. Wechselt der Aalener im Sommer zum Ligakonkurrenten?
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Der Trainer aus Aalen wird mit dem Ex-Zweitligisten in Verbindung gebracht.

Ist der Aalener Michael Schiele ein Kandidat als Trainer des Traditonsvereins Eintracht Braunschweig? Dessen Sportdirektor, Ex-VfR-Trainer Peter Vollmann, gibt sich bedeckt: "Wir haben noch mit niemand geredet."

Mit der Ruhe ist es derweil vorbei bei Braunschweig: Die Mannschaft bereitet sich auf den Neu-Start in der 3. Liga vor. Am Montag gab‘s auch für Sportdirektor Peter Vollmann den ersten Corona-Abstrich. Der zweite folgt an diesem Mittwoch. Im Mund und in der Nase. "Das war alles andere als angenehm", sagt der 62-Jährige, der zwischen 2015 und 2018 Trainer des VfR Aalen in der 3. Liga war.

Wenig angenehm sind für die Braunschweiger auch die neuerlichen Spekulationen zur Trainerfrage, die für die kommende Saison geklärt werden muss. Der Vertrag von Marco Antwerpen, der erst seit November 2019 im Amt ist, läuft im Sommer aus. Wie es weitergeht, ist unklar.

"Marco kennt unsere Haltung, er soll die Mannschaft jetzt aber in Ruhe auf die restliche Saison vorbereiten", sagt Vollmann. Heißt: Antwerpens Zukunft hängt vor allem von der sportlichen Entwicklung der ambitionierten Braunschweiger ab. "Ja, das ist ein entscheidender Faktor", sagt Vollmann und fügt hinzu: "In den Heimspielen haben wir zwei Punkte im Schnitt geholt, das ist gut. Auswärts aber haben wir dreimal Dresche gekriegt und einmal unentschieden gespielt. Da müssen wir unsere Spiele definitiv anders gestalten." Denn: Hätte der Tabellenzehnte unter Antwerpen in der Fremde nur einmal gewonnen, wäre er jetzt punktgleich mit dem Zweiten Waldhof Mannheim.

Es ist nichts Außergewöhnliches, dass in solchen Situationen mögliche Nachfolgekandidaten kursieren. Torsten Ziegner vom Halleschen FC ist so einer. Und ein weiterer ist jetzt hinzugekommen: Michael Schiele. "regionalsport.de" berichtet, dass der 42-Jährige den Braunschweigern "einige Nachfragen in Sachen Trainingsmethodik und Menschenführung" wert gewesen sei. Das Onlineportal will außerdem wissen, dass "es lose Anfragen zu Schiele und seinen Beratern" gegeben habe. Schiele, der aktuell den Ligakonkurrenten Würzburger Kickers trainiert, war telefonisch nicht zu erreichen. Und Peter Vollmann hält sich bedeckt und sagt nur, dass "wir derzeit mit keinem anderen Trainer pro-aktiv reden". Auch mit Schiele sei (noch) nicht gesprochen worden. "Wir werden erst in vier, fünf, sechs Wochen sehen, wie es aussieht", ergänzt Vollmann.

Michael Schiele hat sich dank konstant guter Arbeit in Würzburg einen Namen in der 3. Liga gemacht und gehört längst zu den gefragten Trainern in der Branche. Bevor der Dorfmerkinger 2017 zu den Kickers wechselte, war er Co-Trainer beim Zweitligisten Greuther Fürth und zuvor beim VfR Aalen. Mit den Ostälblern stieg er 2012 an der Seite von Trainer Ralph Hasenhüttl in die 2. Bundesliga auf. Aktiv schnürte Schiele die Kickschuhe für den TSV Nördlingen, SV Sandhausen, FC Schweinfurt 05 und den VfR Aalen, bei dem er 2010 seine Karriere beendete. Er absolvierte 2 Zweitliga-, 9 Drittliga-und 160 Regionalligaspiele.

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