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Bundesligakeeper als Trainer

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Alexander Haag und Werner Röhrich über ein Talent, das nicht landet

Jan Holldack musste tatenlos zusehen. Der Mittelfeldspieler des VfR Aalen konnte nicht mitwirken, als sein VfR Aalen das Testspiel beim TSV Essingen mit 2:4 verlor. Klar, dass ein Profi seiner Klasse an allen Ecken und Enden schmerzlich vermisst wurde. Holldack hat sich im Training eine Rückenverletzung zugezogen, die bis in den Oberschenkel ausstrahlte. "Es ist nichts Schlimmes, aber ich wollte nichts riskieren und habe drei Tage komplett pausiert", sagt der Achter. Beim Spiel am Samstag bei den SF Dorfmerkingen will er auf dem Platz stehen.

Es war ein kurzes Gastspiel: Dreimal hat Darius Held beim VfR Aalen mittrainiert – unter Trainer Roland Seitz wohl nicht so richtig überzeugen können. VfR-Geschäftsführer Giuseppe Lepore jedenfalls bestätigt, dass der 21-jährige Außenverteidiger, der zuletzt für den Regionalligisten FC Memmingen am Ball war und beim VfB Stuttgart und 1. FC Kaiserslautern ausgebildet worden ist, nicht verpflichtet wird. "Darius ist kein Kandidat mehr", sagt Lepore. Dabei wäre Held ein Kicker aus der Region gewesen: Seine Familie lebt in Aalen, ganz in der Nähe der Ostalb-Arena.

Die Gmünder Normannia hat den nächsten Neuzugang an Land gezogen: Angelos Sanozidis hat Trainer Zlatko Blaskic und den Sportlichen Leiter Stephan Fichter in mehreren Probetrainings überzeugt. Der Verbandsligist wurde sich mit dem 19-Jährigen einig. Der Grieche kann sowohl als rechter Verteidiger als auch im Mittelfeld eingesetzt werden. "Angelos ist ein junger, robuster Spieler mit Potenzial, sich bei uns weiter zu entwickeln." sagt Fichter. In der Jugend durchlief er die Mannschaften der Stuttgarter Kickers und kam in der U17- und U19-Bundesligamannschaft der Kickers auf 44 Einsätze.

"Wir trainieren richtig gut. Er hat einen klaren Plan. Für den Verein ist das ein Glücksgriff", sagt dereinstige Keeper der HSG Oberkochen/Königsbronn, Sebastian Fabian, der schon seit 2006 beim heutigen Handball-Oberligisten TSB Gmünd im Kasten steht. In dieser Saison hat er das Vergnügen, einen echten Handballprofi mit internationaler Erfahrung als Trainer zu haben. Primoz Prost. Der ehemaligen slowenische Nationaltorhüter steht seit dieser Saison neben Johannes Bitter beim Bundesligisten TVB Stuttgart im Tor und ist damit Teamkollege von Gmünds Handballprofi Max Häfner. Einmal in der Woche greift er abends seinem Freund und TSB-Coach Dragos Oprea unter die Arme und leitet in der Großsporhalle das Torwarttraining.

Außer wenn er nicht kann. Wie zum Beispiel vor einer Woche. Da weilten Prost, Häfner & Co. im Trainingslager in Zell am Ziller in Österreich. Am letzten Tag ist es dann passiert. Primoz Prost hat sich den kleinen Finger der rechten Hand gebrochen. Jetzt trägt er eine Armmanschette.

Es ist ein Fehler, für den Uwe Lutz nichts kann. In unserer "Frage der Woche" stand unter seinem Namen zu lesen, dass Holger Sanwald Trainer des Fußball-Zweitligisten sei. Die Verwechslung ist ein Lapsus der Redaktion – Lutz weiß natürlich, dass Sanwald Vorstandsvorsitzender ist, und der FCH-Trainer Frank Schmidt heißt. Zumal Lutz selbst lange auf der Trainerbank saß: beim damaligen SV Germania Fachsenfeld, bei der TSG Abtsgmünd und der DJK Schwabsberg/Buch.

Zehn Jahre war Jürgen Roder Trainer der U19 bei der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach. Zur neuen Saison wird er in den aktiven Bereich wechseln und beim TSV Hüttlingen die Geschicke an der Seitenlinie leiten. "Jürgen Roder und die TSG – das war vom ersten Tag an eine Erfolgsgeschichte", sagt TSG-Vorsitzender Achim Pfeifer. Als der ehemalige Spieler des SV Lippach und der DJK-SG Wasseralfingen an den Sauerbach wechselte, befand sich die Nachwuchsabteilung des Aalener Weststadtclubs gerade in einer Umstrukturierung. Der frühere Angreifer sollte die A-Jugend auf Verbandsebene führen. Mit Erfolg: 2016 stieg Roder mit der TSG in die Verbandsstaffel Nord auf und hielt diese Staffel bis heute. Spieler wie Kai Horlacher, Julian Köhnlein, Maxi Blum und Niklas Schwarzer gehören heute zum Kader des Verbandsligateams von Benjamin Bilger und Patrick Faber. "Die Türen bei uns stehen ihm jederzeit offen", so TSG-Vorsitzende.

TSG-Vorsitzender Achim Pfeifer (links) verabschiedet Jürgen Roder im Kreise "seiner" Jugendlichen.

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