Christian Demirtas macht's wie sein Vorgänger Uwe Wolf

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Premiere in Gießen: Der neue VfR-Trainer Christian Demirtas.
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Neues System, leise Töne und eine Gemeinsamkeit: der Einstand des neuen Trainers beim VfR Aalen.

Gießen. Für Uwe Wolf war sie meist zu klein: die Coachingzone. Der entlassene Trainer des VfR Aalen lief während des Spiels auf und ab. Er kommentierte, gestikulierte, brüllte und - er beleidigte auch. Selbst Wortgefechte mit den Fans auf der Tribüne hat's gegeben. Mit den gegnerischen und den eigenen.

Sein Nachfolger Christian Demirtas, zuvor Co-Trainer von Wolf, ist genau das Gegenteil. Er positionierte sich bei seiner Premiere in Gießen zwei Plastikstühle vor der Ersatzbank. Links war Demirtas' Platz, rechts der seines Co-Trainers Petar Kosturkov. Nur: Nebeneinander gesessen sind sie fast nie. Weil sich der neue Cheftrainer gleich nach dem Anpfiff an den äußeren Rand der Coachingzone stellte und vor dort aus arbeitete. Sein Aktionsradius: maximal ein Meter. Demirtas ist ein leiser Typ. Er coacht selten emotional, aber doch sehr gezielt. Er spricht einzelne Spieler direkt an. Sachlich. Und ruhig. Und: Der Neue ist keiner, der länger im Schatten seines Vorgängers stehen will. Das zeigt beispielsweise die Systemumstellung von der Vierer- auf die Dreierkette (Windmüller, Stanese, Odabas) und einer Doppelspitze (Kindsvater, Kienle). Vom 4-1-4-1- aufs 3-5-2-System.

Und doch haben Uwe Wolf und sein Nachfolger etwas gemeinsam: Wolf ist beim VfR Aalen mit einem 1:1 gestartet. Auswärts bei Schott Mainz. Dasselbe Ergebnis hat Demirtas nun in Gießen geschafft.

Sein zweites Spiel hat Uwe Wolf übrigens gewonnen. Knapp mit 2:1.

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