Corona greift wieder so richtig ein

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Die Zahl der abgesetzten Fußballspiele ist laut WFV zuletzt von Woche zu Woche leicht angestiegen – bisher haben rund 93 Prozent der angesetzten Spiele regulär statt gefunden.
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Die steigenden Infektionszahlen und ihre Folgen: Vor dem kommenden Wochenende nimmt die Zahl der abgesagten Sportveranstaltung deutlich zu.

Erst positive, dann negative Testergebnisse beim FC Heidenheim, ein Handballverein, der alles absagt, eine stattliche Zahl von vorerst gestrichenen Fußballspielen im Bezirk und Kegler, die lieber daheimbleiben: Die Corona-Pandemie greift an diesem Wochenende wieder stärker in den Spielplan der Sportarten ein.

Was bedeutete "leicht positiv"? – Rätseln um den FCH

Rätselraten um den Fußball-Zweitligisten FC Heidenheim: Bei planmäßigen Tests am Mittwoch wird unter anderem der Spieler Maximilian Thiel getestet, am Donnerstag kommt das Ergebnis: "leicht positiv", wie es der FC Heidenheim in einer Mitteilung ausdrückte. Also wird erneut getestet, am Freitag heißt das Ergebnis für Thiel negativ, dafür gelten jetzt fünf andere Personen auf Basis des am Donnerstag durchgeführten Tests als positiv. Und dann? Nochmal testen, diesmal durch ein anderes Labor, lautete der Entschluss. Weil man die "Möglichkeit von Fehltestungen" sehe. Der am Freitag durchgeführte Test ergab am Abend durchweg negative Ergebnisse. Wenn der nächste Test am Samstagmorgen wieder negativ ausfällt, wird trainiert –und am Sonntag gespielt zuhause gegen den VfL Osnabrück (13.30 Uhr, Voith-Arena).

Update am Samstag: Alle Coronatests sind negativ. Das Spiel am Sonntag findet ohne Zuschauer statt.

VfR fährt nach Homburg – zuhause 500 Zuschauer erlaubt

Beim VfR Aalen läuft derzeit alles nach Plan weiter, das Regionalliga-Spiel beim FC Homburg soll an diesem Samstag um 14 Uhr angepfiffen werden – wegen der aktuell geltenden Verordnung im Saar-Pfalz-Kreis findet das Spiel ohne Zuschauer statt.

Fürs kommende Heimspiel des VfR (Dienstag, 19 Uhr, gegen den FC Gießen) steht inzwischen die erlaubte Zuschauerzahl fest: Man habe sich mit der Stadt Aalen auf eine Zuschauerkapazität von 500 geeinigt, so teilt der Verein mit.

Absagen im Fußball-Bezirk – und Geisterspiele in Mögglingen

Steigende Corona-Fallzahlen ziehen auch im Bezirk Ostalbkreis weitere Spielabsagen am Wochenende nach sich. Bereits am Donnerstag wurden zwei Spiele im Bereich Aalen abgesagt: das Spiel in der der Kreisliga A II zwischen Stödtlen und Unterschneidheim sowie in der B IV zwischen Röttingen/Oberdorf/Aufhausen und der SG Kirchheim/Trochtelfingen.

Am Freitag folgten, vor allem im Bereich Gmünd, weitere coronabedingte Absagen. Folgende Spiele sind betroffen: Bezirksliga: Schnaitheim – Lauchheim. Kreisliga A I: FC Durlangen – TSB Gmünd. Kreisliga B I: SV Pfahlbronn - FC Ermis Gmünd. Kreisliga B II: SV Lautern II - TSV Heubach II, FC Eschach - TSV Bartholomä. Kreisliga BI-Reserve: TV Herlikofen II – TSB Gmünd. Kreisliga BII-Reserve: Eschach - TSV Bartholomä. Außerdem das Spiel in der Kreisliga B III: DJK-SG Schwabsberg-Buch II - SV Dalkingen.

Wenn es uns gelingt, auf die dritte Halbzeit zu verzichten, können wir noch lange Fußball spielen.

Jens-Peter Schuller, Fußball-Bezirksvorsitzender

Gestrichen ist auch das lang erwartete Derby in der Kreisliga A I zwischen dem SV Lautern und dem TSV Heubach, so teilt Staffelleiter Robert Demurtas mit. Der Grund: Zwei Brüder beim SV Lautern – der eine kickt in der ersten, der andere in der zweiten Mannschaft, die Kontaktpersonen waren. Und die Fußballspiele des FC Mögglingen werden am Wochenende ohne Zuschauer über die Bühne gehen. Die Gemeinde hat ein Zuschauerverbot ausgesprochen.

Jens-Peter-Schuller, der Bezirksvorsitzende, bleibt trotz allem verhalten optimistisch: "Es ist gut zu wissen, dass man sich beim Kicken nicht ansteckt, das Problem ist eher die dritte Halbzeit. Aber wenn es uns gelingt darauf zu verzichten, dann können wir noch lange Fußball spielen."

Keine Spiele: Handballern der SG2H ist das Risiko zu hoch

Die Verantwortlichen der Spielgemeinschaft Hofen/Hüttlingen haben ihre Handball-Spiele vorsichtshalber abgesagt. "Aufgrund der Überschreitung der Sieben-Tage-Inzidenz von 50 im Ostalbkreis und den benachbarten Landkreisen" habe man sich dazu entschlossen, "alle Handballspiele vorläufig abzusetzen", so Manuel Linsenmaier von der SG2H. "Wir haben in die Mannschaften reingefragt, und das war Konsens", sagt SG2H-Vorstand Philipp Röhrer.

Und noch mehr Sportarten – KC-Kegler bleiben daheim

Die Absagen ziehen sich durch die Sportarten. Im Badminton etwa hat der Spielausschuss des Baden-Württembergischen Verbands beschlossen, die gesamte Hinrunde des Spielbetriebes in allen Ligen unterhalb der BW-Liga abzusagen.

Die Kegler des KC Schwabsberg haben für sich entschieden: "Wir fahren nicht zum Auswärtsspiel nach Berlin, sagt KC-Vorsitzender Reinhard Prickler über seine Erste Mannschaft – man habe sich mit dem Gegner auf eine Spielverlegung geeinigt. Auch die zweite Mannschaft des KC wird nicht in Heilbronn antreten: "Ich schicke meine Leute nicht nach Heilbronn, das ist es uns nicht wert. Die Gefahr ist einfach zu groß, die Gesundheit unserer Spieler wichtiger."

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