Das Ende nach nur 81 Tagen

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Am Ende nach knapp drei Monaten: Michael Schiele wurde beim SV Sandhausen mit sofortiger Wirkung freigestellt. Der Trainer aus Dorfmerkingen hat den Zweitligisten erst am 26. November 2020 übernommen.
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Nach knapp drei Monaten trennt sich der SV Sandhausen von Trainer Michael Schiele. "Ich bin überrascht", sagt der 42-Jährige.

Es ist eine Herausforderung, aber es ist definitiv kein Himmelfahrtskommando." Diesen Satz sagte Michael Schiele vor gerade einmal gut zwei Monaten. Da übernahm der 42-jährige Dorfmerkinger den SV Sandhausen. Jetzt – 14 Pflichtspiele später – hat der Zweitligist seinen Trainer schon wieder entlassen.

Es war seine bislang kürzeste Amtszeit als Trainer: Michael Schiele musste den SV Sandhausen nach nur 81 Tagen wieder verlassen. In 13 Ligaspielen hatte er das Sagen. Die Bilanz: 3 Siege, 1 Unentschieden, 9 Niederlagen. Hinzu kommt das Aus im DFB-Pokal beim Bundesligisten VfL Wolfsburg (0:4). Dennoch war die Entwicklung unter dem Ex-Aalener klar zu sehen: Das bestätigt auch Präsident Jürgen Machmeier: "Leider hat die intensive Arbeit von Michael Schiele, die auch messbare Verbesserungen in jeder Hinsicht gezeigt haben, in den vergangenen Wochen nicht die erwarteten Punkte gebracht." Es seien aber auch "die nötigen Ergebnisse und Erfolgserlebnisse ausgeblieben, insbesondere in den zurückliegenden Partien". Machmeier stellt klar, dass er "nach wie vor als Trainer und Mensch sehr viel von Michael hält". Aber: Für den SV Sandhausen sei es wichtig, mit einem neuen Impuls die Weichen für das Erreichen des Klassenerhalts zu stellen. Schiele selbst weiß auch, dass "die Punkte weggeblieben sind". Dennoch: "Ich war jetzt überrascht über die Trennung, vor allem nach den jüngsten Gesprächen." Was ihn besonders ärgert: "Wir haben im Jahr 2021 sechsmal geführt und nur zweimal gewonnen. Diese Punkte hätte ich gerne über die Linie gebracht ..."

Der Vater aus Dorfmerkingen will jetzt erst einmal zur Ruhe kommen und "Zeit mit meiner Familie verbringen". Denn: "Die vergangenen Wochen ware sehr anstrengend." Bei all den unerfreulichen Resultaten, drei Siege durfte der Dorfmerkinger feiern: das 2:0 gegen den 1. FC Nürnberg, das 3:2 gegen seinen Ex-Verein Würzburger Kickers und das beeindruckende 4:0 gegen den 1. FC Heidenheim.

Nach dem Derby ist Schluss

Die Punkte sind weggeblieben.

Michael Schiele Fußballlehrer aus Dorfmerkingen

Was hm nicht gelungen ist: den SV Sandhausen aus der Abstiegszone zu führen. Als Schiele den Verein nach dem achten Spieltag übernahm, war der SVS 15. Aktuell rangieren die Badener gar auf dem Relegationsplatz 16. Zum Verhängnis wurde Schiele ausgerechnet das kuriose Derby gegen den Karlsruher SC. Sandhausen führte als Außenseiter zur Halbzeitpause mit 2:0 – und stand am Ende beim 2:3 wieder einmal mit leeren Händen da.

Und Michael Schiele jetzt sogar ohne Job.

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