Das 0-von-3-Spiel als Weckruf

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Mit Rasenheizung und vielen ehrenamtlichen Helfern: Der Platz in der Ostalb-Arena ist vom Schnee befreit, die Partie gegen den FK 03 Pirmasens kann am Dienstagabend wie geplant um 19 Uhr angepfiffen werden. Nur die Zuschauerränge werden auch diesmal wieder leer bleiben.
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Nach drei Auswärtspartien spielt der VfR Aalen daheim: Vor dem Duell gegen den FK 03 Pirmasens am Dienstagabend versucht Roland Seitz, die Selbstzufriedenheit abzustellen.

Roland Seitz benutzte das Wort "sensationell". Gemeint hat der Trainer des VfR Aalen damit den Zustand des Rasens in der Ostalb-Arena. Die Schneemassen sind abgetragen, das Flutlichtspiel am Dienstagabend gegen den FK 03 Pirmasens kann wie geplant um 19 Uhr angepfiffen werden.

Bevor Roland Seitz aufs Sportliche einging, sprach er erst einmal einen Dank aus. Und zwar all den Helfern, die den Platz nach den heftigen Schneefällen frei geschippt haben. Die Rahmenbedingungen sind geschaffen, jetzt müssen seine Profis nachlegen. Die allerdings mussten sich Kritik vom Trainer gefallen lassen. "Dumm und bitter" nannte Seitz das 0:1 beim FC Astoria Walldorf, weil definitiv mehr drin gewesen sei. Aber: Die Einstellung war nicht so wie sie hätte sein sollen.

"Es war ein ähnliches Spiel wie in Stadtallendorf", sagt der Coach und bemängelt die zu schnelle Zufriedenheit seiner Kicker. Vor dem 0:1 beim Letzten habe seine Elf 7 von 9 möglichen Punkten geholt und "wohl gedacht, es geht schon irgendwie". So sei es auch am Samstag gewesen. Mit der Empfehlung einer – wie Seitz sagt – "6-von-6-Serie" (6 von 6 möglichen Punkten) die die Aalener nach Walldorf gereist und haben dann nicht alles abgerufen. "Solche Dinge müssen wir abstellen!"

Vor dem Duell gegen Pirmasens hat der VfR ein 0-von-3-Spiel im Rucksack. Und dementsprechend Wiedergutmachung zu betreiben, um der Abstiegszone fern zu bleiben. Seitz ist aber zuversichtlich: "Wir sind in dieser Saison nach Rückschlägen schon öfter aufgestanden." Wobei die Aufgabe keine einfache werde. "Die Konstellation ist ähnlich wie am Samstag: Beide müssen punkten, um über dem Strich zu bleiben." Eines stellt der 56-Jährige dabei klar: "Wer denkt, dass Pirmasens beinahe abgestiegen ist und deshalb nichts kann, der täuscht sich. Das ist jetzt eine extrem gute Mannschaft, die nah dran ist am Profibereich." Mit Daniel Bohl, Benno Mohr oder dem Ex-Aalener Dennis Chessa habe der Fußballklub mehrere drittligaerfahrene Spieler in seinen Reihen. Und noch ein ehemaliger VfRler kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück: Tom Schmitt, der auf der Ostalb verletzungsbedingt nie richtig in Tritt gekommen ist. Und noch etwas zeichnet die Pirmasenser aus: deren Auswärtsstärke. 14 der 20 Punkte hat der FK 03 in der Fremde geholt und dabei gegen die Spitzenmannschaften FC Homburg und SV Elversberg gewonnen.

Der VfR Aalen ist gewarnt. Und bereit, das Missgeschick von Walldorf zu korrigieren. Zumal Seitz wieder nahezu aus dem Vollen schöpfen kann. Tim Grupp kehrt nach seiner Gelbsperre in die Startelf zurück. Ebenso einsatzbereit ist Kevin Hoffmann, der in Walldorf vorsichtshalber ausgewechselt werden musste.

Pirmasens ist eine extrem gute Mannschaft.

Roland Seitz Trainer des VfR Aalen

Und auch wenn die Fans weiter fernbleiben müssen, ist Roland Seitz froh, nach drei Auswärtspartien endlich wieder daheim spielen zu dürfen. Und dort am Dienstagabend eine neue Serie starten zu können.

So könnten sie spielen: VfR: Bernhardt – Knipfer, Windmüller, Oschkenat, Herrmann – Sakai, Grupp, Stanese – Volz, Merk, Hoffmann

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