Der Angstgegner kommt: Besiegt der VfR Aalen den Balingen-Fluch?

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Der VfR Aalen mit Jonas Arcalean empfängt am Freitagabend den Angstgegner TSG Balingen.
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Die Elf von Tobias Cramer empfängt am Freitagabend die TSG Balingen, gegen die es bislang nur Niederlagen gab.

Aalen

Der Blick in die Statistik verheißt nichts Gutes. Fünfmal sind der VfR Aalen und die TSG Balingen in der Regionalliga aufeinandergetroffen, fünfmal haben die Ostälbler den Platz als Verlierer verlassen. Am Freitagabend kommt's in der Ostalb-Arena zum sechsten Duell, und sogar Trainer Tobias Cramer spricht im Vorfeld von einem „Fluch“. Anpfiff: 19 Uhr.

Wobei Tobias Cramer noch keine Berührungspunkte mit der TSG Balingen hatte und deshalb diesen „Fluch“ nicht an sich heranlässt. „Für mich gibt's das nicht.“ Innerhalb der Mannschaft sei es allerdings schon ein Thema. „In Aalen hat man ein bisschen das Gefühl, dass das ein Gegner ist, der alles machen kann und trotzdem das Spiel gewinnt“, sagt der 47-Jährige und fügt hinzu: „Ungefähr wie Deutschland gegen England ...“ Cramer selbst hat die Balinger natürlich tiefgründiger analysiert. Und er hat eine große Stärke festgestellt: „Wir sollten es tunlichst vermeiden, den Gegner ins Umschaltspiel kommen zu lassen. Das machen sie enorm gut und hat vielen Mannschaften in den vergangenen Jahren das Genick gebrochen.“ Und sollte die TSG doch in diese Situation kommen, „müssen wir das ganz schnell unterbinden“.

Dementsprechend wichtig wird die taktische Ausrichtung am Freitagabend sein. Während des Spiels müsse seine Elf flexibel sein, um bestimmte Räume bespielen zu können, um Balingen damit zu ärgern. Allerdings: Nach den ersten beiden Ligaspielen mit der Maximalausbeute von sechs Punkten gibt es für Cramer keinen Grund, viel zu verändern - obwohl er außer den beiden Langzeitverletzten wieder alle Mann an Bord hat. Er wolle die Nacht zum Spiel noch abwarten und sich dann für die Startelf festlegen. Ein Wackelkandidat ist Stürmer Holger Bux. Für ihn könnte Jonas Arcalean ins Team rücken.

Grundsätzlich lobt Cramer aber alle Profis in den höchsten Tönen. „Der gesamte Kader hat eine gute Qualität, die bis Spieler 20, 21 nicht abfällt“. Und nach dem glänzenden Saisonstart sei „die Stimmung innerhalb der Mannschaft hervorragend“. Das Phänomen „sechs Punkte“ werde von allen Spielern getragen. Wobei es auch welche gebe, die einen persönlichen Unmut haben, weil sie wenig zum Einsatz kämen. Aber: „Keiner dieser Spieler zeigt diesen Unmut, und innerhalb der Mannschaft ist eine hohe positive Dynamik.“

Nicht viel zu kritisieren

Gibt es angesichts der aktuellen Lage und des jüngsten 3:0-Sieges gegen die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz überhaupt etwas, das der Trainer zu kritisieren hat? „Ja, wir hätten auch 4:0 gewinnen können ...“, sagt Cramer und lacht. „Nein, ernsthaft: Nach so einem Auftritt gibt es nicht viel, was wir an negativen Elementen reinbringen kann.“ Es gebe lediglich ein paar Phasen, in denen seine Profis nicht so den Zugriff hätten, wie er es sich wünsche. „Die kann man nicht komplett abstellen, aber sie müssen kürzer werden. Dann können wir 90 Minuten stabil bestehen.“

Gerade gegen den Angstgegner TSG Balingen wird das an diesem Freitag nötig sein, um endlich mal zu punkten.

So könnten sie spielen:⋌VfR: Witte - Volz, Schmidt, Odabas, Cesen - Korb, Meien - Maiella, Abruscia, Wächter - Arcalean

Tobias Cramer lobt das Aalener Publikum

Ein Erfolgsfaktor sind für Trainer Tobias Cramer auch die Zuschauer. „Wenn man sieht, wie euphorisiert das Publikum am Samstag war und wie es schon während der 90 Minuten unsere Leistung anerkannt hat, dann ist das schon sehr positiv.“

Auch fürs Balingen-Spiel hofft Cramer auf viele Fans. Eine Sitzplatzkarte kostet an der Abendkasse 19 Euro, eine Stehplatzkarte 11 Euro. Im Vorverkauf sind die Tickets jeweils 2 Euro billiger.⋌alex

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