Der nächste VfR-Profi: Kolja Herrmann hat Corona

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Der Nächste: Kolja Herrmann (links) wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Der Defensivspieler des VfR Aalen damit am Sonntag beim TSV Schott Mainz ebenso aus. Es ist der aktuell neunte Fall bei den Ostälblern
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Der VfR Aalen hat den nächsten infizierten Spieler zu beklagen. Wann darf der Verein eine Spielabsage beantragen?

Aalen

Neue Woche, neuer Coronafall: Defensivspieler Kolja Herrmann wurde positiv auf das Coronavirus getestet und fällt am Sonntag im Auswärtsspiel beim TSV Schott Mainz aus. Der 24-Jährige ist der neunte infizierte Profi beim VfR Aalen. Wobei bei Eduard Heckmann die Hoffnung besteht, dass er am Donnerstag wieder zurückkehrt.

Andreas Knipfer, Serdar Arslan, Tim Schmidt, Mark Müller, Daniel Eladli, Leon Volz, Sergio Gucciardo und nun auch Kolja Herrmann - diese acht Spieler fehlen bei Schott Mainz definitiv wegen ihrer Coronainfektion. „Bei Eduard Heckmann müssen wir abwarten, er darf sich am Donnerstag frei testen“, sagt Geschäftsführer Giuseppe Lepore. Ob der 19-Jährige dann allerdings gleich auf den Platz zurückkehren kann, ist ebenso fraglich. Tatsache ist: Der VfR Aalen wird wie schon gegen den FSV Mainz 05 II mit dem letzten Aufgebot antreten können.

Mit dabei wird am Sonntag wieder der U19-Spieler Mario Szabo sein. Und möglicherweise zwei weitere aus dem eigenen Nachwuchs: die Offensivspieler Thomas Diescher und Anes Handanagic. „Das wären zwei weitere Alternativen“, sagt Lepore. Ob sie tatsächlich ins Aufgebot rücken, entscheidet Trainer Uwe Wolf im Laufe der Woche.

Unterdessen kommt immer wieder die Frage auf, wann der VfR Aalen die Chance hat, ein Punktspiel wegen zu vieler Coronafälle zu verlegen? Giuseppe Lepore erklärt, dass das von der Anzahl der Spieler abhängig ist und damit von Verein zu Verein verschieden.

Erste Grundlage: die Anzahl der Profis auf der Spielberechtigungsliste. Der VfR Aalen hat aktuell 27 Spieler drauf - inklusive U19-Spieler Mario Szabo.

Zweite Grundlage: die Anzahl der Spieler, die in dieser Saison mindestens einmal auf dem Mannschaftsbogen aufgeführt worden sind. Das sind beim VfR Aalen 26. Es fehlt Keeper Daniel Bernhardt, weil er sich schon vor dem ersten Punktspiel verletzt hat und seitdem fehlt.

Dritte Grundlage: Um eine Spielabsage bei der Regionalliga Südwest beantragen zu können, muss der Verein coronabedingt weniger als 16 Spieler zur Verfügung haben. Heißt für den VfR Aalen: Bei 9 Coronafällen stehen aktuell immer 17 Spieler zur Verfügung (verletzte Spieler zählen dazu). „Wir hätten also im Moment keine Möglichkeit, eine Spielabsage zu beantragen“, sagt der Geschäftsführer. Dazu seien 11 Coronafälle nötig. Und: Nehmen die Ostälbler am Sonntag die beiden U19-Spieler Diescher und Handanagic mit in den Kader, erhöht sich künftig die Zahl entsprechend um zwei.

Wir hätten im Moment keine Möglichkeit.“

Giuseppe Lepore, Geschäftsführer des VfR Aalen

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