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Der VfR Aalen hat kein Gesicht

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Alexander Haag
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Alexander Haag über die erneute Insolvenz des VfR Aalen.

Es ist die Hiobsbotschaft für alle Fans: Der VfR Aalen ist erneut insolvent. Noch ist ungewiss, ob die Zahlungsunfähigkeit das vorzeitige Ende des Profifußballs bedeutet. Und noch ist ungewiss, ob es in Zukunft noch Regionalliga-Fußball in der Ostalb-Arena zu sehen gibt.

Ja, der VfR Aalen hat in den vergangenen zwei Jahren gelitten. Corona hat den Verein mit voller Wucht getroffen. Die Zuschauer sind ausgeblieben, die Einnahmen dadurch eingebrochen. Sponsoren haben ihre Engagement gekürzt oder sogar ganz eingestellt. Das alles hat den Club vor große Herausforderungen gestellt. Aber: Der VfR Aalen ist damit nicht allein. Fast alle Ligakonkurrenten plagen dieselben Probleme. Dass es ausgerechnet die Ostälbler nicht geschafft haben, kommt nicht überraschend. Denn der VfR Aalen hat es auch in den vergangenen Jahren nicht geschafft, die Sympathien auf seine Seite zu ziehen. Weder in der Bevölkerung, noch bei vielen finanzstarken Firmen in der Region. Zum einen, weil immer wieder fragwürdige (Trainer-)Entscheidungen getroffen worden sind. Zum anderen, weil der Verein kein Gesicht hat. Markus Thiele, der heute auf dem besten Weg ist, den SSV Ulm 1846 in die 3. Liga zu führen, hätte eine solche Identifikationsfigur werden können. Ex-Kapitän Daniel Bernhardt ebenso. Beide hatten ihre Bereitschaft erklärt - beide wurden abgelehnt.

Stattdessen wurde Giuseppe Lepore die komplette Verantwortung übertragen. Zu einer solchen Identifikationsfigur ist der Geschäftsführer aber bis heute nicht geworden.

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