Der VfR Aalen will im Derby die Spaßbremse sein

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Gut ein Jahr ist's her: Am 28. September 2021 hat der VfR Aalen im Gazi-Stadion gegen den VfB Stuttgart II gewonnen. Klappt es am Sonntag erneut mit einem Dreier beim Bundesliga-Nachwuchs?
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Zum Abschluss der zweiten englischen Woche: Die Elf von Tobias Cramer trifft am Sonntag im Gazi-Stadion auf den VfB Stuttgart II. Der Trainer kündigt personelle Wechsel an.

Aalen

Die Pause ist erneut kurz: Nur vier Tage nach dem 2:2 gegen Astoria Walldorf steht das nächste Punktspiel an. Der VfR Aalen trifft am Sonntag im Schwabenderby auf den VfB Stuttgart II. Nach zwei sieglosen Spielen zuletzt will die Elf von Trainer Tobias Cramer wieder dreifach punkten. Dazu müssen es die Ostälbler schaffen, dem Gegner die Lust am Fußballspielen zu nehmen. Anpfiff im Gazi-Stadion: 14 Uhr.

Es hat viel Kritik gehagelt nach dem Auftritt gegen Walldorf. Auch Tobias Cramer hat klargestellt, dass ihm taktisch einiges nicht gepasst hat. Für den A-Lizenz-Inhaber war das nichts Besonderes. „Das ist wie bei jeder anderen Arbeitsstelle, wenn sich ein Vorgesetzter über bestimmte Arbeitsmethoden seiner Angestellten äußert.“ Cramer glaubt auch nicht, dass seine Spieler das falsch auffassen oder sie damit gar runtergezogen werden. „Nein, dazu sind wir als Team viel zu gefestigt.“

Vor dem Spiel gegen den VfB II stellt der 48-Jährige außerdem klar, dass „wir nicht alles schlechtreden werden“. Im Gegenteil. „Wir haben 10 Punkte auf dem Konto, wir haben Walldorf auf Abstand gehalten, damit sollten wir alle - auch im Umfeld - zufrieden sein. Und deshalb fahren wir jetzt mit breiter Brust nach Stuttgart.“ Seine Mannschaft mache in viele Situationen viel richtig. „Wenn wir jetzt noch in den essenziellen Situationen alles richtig machen, dann sind wir absolut wettbewerbsfähig.“

Diesen nächsten Entwicklungsschritt will der Trainer am Sonntag in Degerloch sehen. Keine einfache Aufgabe allerdings gegen einen Gegner, der vor Spielfreude sprüht, wenn man ihn spielen lässt. Das gelte es zu verhindern: „Wir müssen griffig sein, wir brauchen eine hohe Körperlichkeit gegen diese U21-Mannschaft. Und wir müssen das Tempo rausnehmen aus dem Spiel.“ Der VfR Aalen will also die Spaßbremse sein gegen die jungen VfB-Kicker, die von den bislang sieben Partien nur eine verloren haben und mit 14 geschossenen Toren die drittbeste Offensive der Liga stellen.

Personell will Cramer die Startelf vom vergangenen Mittwoch verändern. „Wir werden das Rotationsprinzip anwenden“, sagt der 48-Jährige und fügt hinzu, dass „wir im vorderen Bereich eine hohe Qualität aufweisen, die unter den Spielern relativ gleich ist“. Heißt: Cramer will der Offensive neue Kräfte bringen, auch, weil Sean Seitz, Stefan Wächter und Holger Bux am Mittwoch enttäuscht haben. Vor allem Paolo Maiella und Levin Kundruweit haben sich zuletzt für einen Startelfplatz empfohlen. Keine Veränderungen soll's in der Defensive geben. Cramer setzt auch am Sonntag wieder auf die beiden jungen Innenverteidiger Mehmet Bagci (20) und Michael Schaupp (20), die angesichts der Ausfälle von Tim Schmidt, Ali Odabas und Jan Just in der Pflicht stehen. „Sie haben am Mittwoch absolut überzeugt. Warum soll man den Jungs dann plötzlich das Vertrauen entziehen?“

So könnten sie spielen:⋌VfR: Witte - Volz, Schaupp, Bagci, Cesen - Korb, Meien - Wächter, Abruscia, Maiella - Kundruweit

Ein Video gibt's unter www.schwaepo.de.

VfB-Torjäger Marco Wolf: Fünf Spiele, vier Tore

Der VfB Stuttgart II stellt mit einem Altersschnitt von 21,50 Jahren die drittjüngste Mannschaft in der Regionalliga Südwest. Nur der FSV Mainz II (20,88 Jahre) und die TSG Hoffenheim II (21,25) haben ein jüngeres Team.

Bester Torschütze beim VfB II ist Marco Wolf. Der 21-jährige Offensivspieler hat in fünf Einsätzen vier Treffer erzielt. Je zweimal getroffen haben Jannis Boziaris, Julian Kudala und Noah Ganaus.

Der älteste Spieler ist Sven Schipplock mit 33 Jahren.⋌alex

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