Derby beim VfR Aalen: Der Tabellenführer kommt mit Respekt

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Einer von insgesamt sechs Ulmern mit VfR-Vergangenheit: Thomas Geyer trifft am Samstag auf seinen Ex-Verein.
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Vor dem Derby beim VfR Aalen: Der SSV Ulm 1846 redet den Gegner stark, und Markus Thiele nimmt die Emotionen raus.

Aalen / Ulm

Drei Spiele in Folge ohne Sieg, nur ein Punkt und zuletzt viel Kritik: Beim VfR Aalen läuft's gerade nicht rund. Vor allem der jüngste Auftritt beim VfB Stuttgart II gibt Grund zur Sorge, weil die Elf von Trainer Tobias Cramer ohne Leidenschaft aufgetreten ist. Ausgerechnet jetzt kommt der Tabellenführer SSV Ulm 1846 zum Derby in die Ostalb-Arena. Anpfiff am Samstag: 14 Uhr.

Nein, Sorgen mache er sich keine“, sagt Alessandro Abruscia. Aber jeder müsse jetzt wieder eine Schippe drauflegen. Der Kapitän des VfR Aalen ist sich sicher, dass dann auch gegen die „Spatzen“ etwas zu holen ist. Und: „Jetzt müssen wir gegen Ulm punkten.“

Dass das nicht einfach wird, wissen alle auf der Ostalb. Acht Spiele, sieben Siege, ein Unentschieden, 16:3 Tore. Der SSV 1846 stürmt scheinbar unaufhaltsam in Richtung 3. Liga. Trotzdem ist Zurückhaltung angesagt beim Spitzenreiter. Und Respekt. Ganz besonders bei Markus Thiele. „Letztendlich können wir uns von den ersten acht Spielen nicht viel kaufen. Der VfR Aalen ist auch mit drei Siegen gestartet und hat jetzt nur zehn Punkte“, sagt Geschäftsführer, der bekanntlich eine lange VfR-Vergangenheit hat und in Aalen lebt. Aber: „Wenn wir unsere PS auf die Straße kriegen, dann können wir eine gute Rolle spielen.“

Auch Thomas Wörle sieht den VfR Aalen stärker als er sich zuletzt präsentiert hat. „Es ist eine Mannschaft, die erst einmal heimstark ist. Sie haben sieben von zehn Punkten zuhause geholt. Das ist auffällig“, sagt der SSV-Trainer. Und: Aalen sei „eine junge, dynamische, fleißige, laufstarke und aggressive Mannschaft, die ihr Spiel so aufzieht, dass sie Ballbesitz haben will. Sie spielt sehr variabel mit vielen Positionswechseln und will dem Gegner schon auch gegen den Ball etwas aufdrücken. Es wird spannend. Und wie schon angedeutet ein Derby. Da kommt dann nochmal etwas mehr dazu an Emotionen und Leidenschaft. Deshalb erwarten wir ein spannendes Spiel .“

Nicht nur spannend, sondern auch besonders wird die Partie für Markus Thiele, der einer von insgesamt sechs Ulmern, die schon beim VfR tätig waren. „Klar ist es etwas Besonderes, wenn man vor der Haustüre sein Auswärtsspiel bestreiten kann“, sagt der Geschäftsführer. Allerdings will er im Vorfeld des Derbys nicht zu viel Öl ins Feuer gießen. „Das Spiel bei meinem Ex-Verein ist aber nichts, wo ich sage, da kochen die Emotionen extra hoch oder man ist da besonders motiviert. Ich glaube, die Jungs beeinflusst das relativ wenig. Deswegen sollen sie sich auf das Spiel konzentrieren. Dass es vor meiner Haustüre stattfindet, tangiert unsere Mannschaft relativ wenig ...“

Zwei gelbe Karten: Markus Thiele führt Rangliste an

Markus Thiele ist nicht nur mit dem SSV Ulm 1846 Spitzenreiter. Der Geschäftsführer der „Spatzen“ liegt auch in der Sündertabelle der Funktionsträger ganz vorne.

Zwei gelbe Karten hat Thiele in der laufenden Saison bereits gesehen - als einziger Funktionsträger in der gesamten Liga. Das Team des VfR Aalen steht dagegen noch bei null Verwarnungen.

Der SSV-Geschäftsführer sagt vor dem Derby, dass sich diese Tatsache auch aufs Spiel am Samstag gegen seinen Ex-Verein auswirkt: „Nachdem ich die Gelbe-Karten-Statistik anführe, bin ich in Aalen emotional zurückhaltend ...“⋌alex

Einsatz fraglich: Levin Kundruweit hat sich in Stuttgart am Fuß verletzt.
Muss sich deutlich steigern: Leon Volz spielte in Stuttgart schwach.
Klare Sache: In der vergangenen Saison war der VfR Aalen mit Sean Seitz in Ulm chancenlos.

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