Die „TAAlentschmiede“ des VfR Aalen

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Training der Jugend im Greut
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Struktur, Mentalität und Ausbildung - all das passt in der VfR-Jugendabteilung. Zudem jongliert die „Schmiede“ mit Namen wie Balakov, dem VfB Stuttgart und Schlotterbeck.

Aalen

Die Jugendabteilung des VfR Aalen boomt. Über viele Jahre hinweg hat man in der „TAAlentschmiede“ das Grundgerüst für zahlreiche Fußballkarrieren in familiärer Umgebung gelegt. Martin Steidle ist in Bezug auf die Ausbildungsstätte des VfR Aalen der Ansprechpartner Nummer 1 und gibt einen Einblick in die Nachwuchsabteilung.

Eine VfR-Institution: Seit 2007 ist Martin Steidle Teil der VfR-Familie und nicht mehr wegzudenken. „Ich habe mehrere Jahrgänge trainiert und war auch im Scouting unterwegs“, so Steidle. Seit zwei Jahren koordiniert er den gesamten Jugendbereich (außer der U19). Und: „Seit knapp einem Monat bin ich Leiter der „TAAlentschmiede.“ Mit seiner langjährigen Erfahrung ist Martin Steidle eine der wichtigsten Säulen.

Die Teams: Sieben Mannschaften sind aktuell im Spielbetrieb. „Von der U12 - wobei auch talentierte U11-Spieler integriert werden - geht es hoch bis zur U19. Alle Mannschaften, bis auf die U12, spielen auf Verbandsebene.“ Zudem spielt die U13 „in der höchsten Liga, die es gibt, der Talentrunde, und wurde erfreulicherweise Zweiter. Die U19 spielt seit mehreren Jahren in der Oberliga“. Viele Argumente, die für die Ausbildung beim VfR sprechen. Außerdem sagt Steidle: „Es floriert mehr denn je. Wenn ich sehe, wie die aktiven Mannschaften der Ober-, Verbands- und Landesligisten durchdrängt sind von ehemaligen Spielern, ist das ein Indiz für gute Jugendarbeit.“

Von der „Schmiede“ zum Profi: Auch der aktuelle VfR-Kader profitiert von seiner Ausbildungsstätte. „Letztes Jahr waren es drei und dieses Jahr zur Winterpause schon zwei Spieler, die wir aus der U19 übernommen haben“, sagt der Jugendleiter. Dabei sind U19- und Profitrainer im regen Austausch. „So engt sich der Kreis ein. Diese Spieler werden dann ins Training und zu Freundschaftsspielen eingeladen. Am Ende kommt man dann zu einem Entschluss“, erklärt Steidle. Holger Bux, Mark Müller und Michael Schaupp sind Beispiele für etablierte Profi-Spieler aus der eigenen Jugend.

Balakov und der VfB Stuttgart: Mit diesen zwei großen Namen kooperiert der VfR Aalen im Jugendbereich. Die VfR-Fußballschule, bei der Kinder von 5 bis 12 Jahren trainiert werden, profitiert beispielsweise auch von Trainer Plamen Mihov, ein Trainer der Fußballschule Balakov. „Jede Woche kommt ein Fußballlehrer der Schule Balakov, der das Training leitet. Auch der VfB ist wöchentlich zum Fördertraining hier“, sagt Steidle. So werden in regelmäßigen Abständen Talentsichtungen des VfB Stuttgart auf dem VfR-Gelände - übrigens DFB-Stützpunkt seit zwei Jahren - ausgeschrieben. „Dort werden Spieler gesichtet - einerseits für den VfB, andererseits für den VfR“, verrät Steidle. „Wir haben eine sehr gute Balance zwischen Leistungsfußball und familiärer Atmosphäre gefunden.“

Sponsoring mit Herz: Claudia Dolis, VfR-Sponsorin und Ansprechpartnerin der VfR-Fußballschule, bestätigt das Wir-Gefühl. „Ich habe erst gedacht, man muss als Sponsor viel Geld mitbringen - das hat sich widerlegt.“, sagt Dolis. „Es ist wichtig, dem Verein vor Ort unter die Arme zu greifen - auch mit ehrenamtlichen Dingen.“ Auch Peter Bollongino, Koordinator Sport, betont: „Es ist ein Verein mit Herz und Hand.“

Nico Schlotterbeck: Der DFB-Debütant hat eine VfR-Vergangenheit. „Er war in der U17 ein Jahr hier“, sagt der Jugendleiter. „Da wurde schnell erkannt, dass er ein Ausnahmetalent ist.“

Stadion-Catering + VIP-Bereich: Die Jugend ist mit Hilfe ihrer Eltern auch für das Catering zuständig – ehrenamtlich und die komplette Saison über. Für den VIP-Bereich übernimmt die U19 den Auf- und Abbau der Bestuhlung. Unterstützung bekommen sie von ehrenamtlichen Helfern.

Großes Lob: „Alle Trainer und Mitarbeiter setzen sich in außerordentlichen Maße für den VfR ein und sind mit Herzblut dabei“, lobt Martin Steidle.

17 Trainer und 108 Honiggläser

17 Trainer, zwei Scouts, ein Koordinator Sport, ein Shuttle-Service zwischen Bahnhof und Gelände, ein Jugend-Physiotherapeut und Zugang zur medizinischen Abteilung der Profis - all das für die Nachwuchs-Kicker des VfR Aalen.

108 Honiggläser wurden vom eigenen Bienenstock auf dem VfR-Gelände geerntet. Zusätzlich soll ein Bienenlehrpfad errichtet werden, um soziale Projekte mit Kindergärten und Schulen durchführen zu können.

4 Container werden für den Platz im Greut umgebaut. So finden sich dadurch künftig zusätzliche Kabinen, Schulungsräume und ein Aufenthaltsraum für Eltern ein. Ein fünfter Container soll für die Profis hinzukommen. ag

Martin Steidle, Leiter der TAAlentschmiede
Training der Jugend im Greut

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