Eiskalt ist nur der falsche VfR

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Richtiger VfR Aalen gegen falscher VfR Aalen: Wegen einer Trikotpanne musste der FSV Frankfurt im roten Auswärts-Outfit der Ostälbler antreten. Das hat den Hessen Glück gebracht, sie gewannen am Ende knapp und glücklich mit 2:1 (1:0).
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Eine Panne sorgt für Aufregung: Der FSV Frankfurt muss in den Auswärtstrikots des VfR Aalen spielen und schlägt diesen dann mit 2:1 (1:0). Seitz ärgern die vielen Fehlschüsse.

VfR Aalen gegen VfR Aalen? Was bitte war am Dienstagabend in der Ostalb-Arena los? Weil der FSV Frankfurt nur ein schwarz-weißes Outfit im Gepäck hatte, gab's vor dem Anpfiff große Aufregung. Am Ende mussten sich die Gäste die roten Auswärtstrikots des VfR Aalen überziehen. Diese brachten ihnen Glück und bescherten den Hessen einen knappen und glücklichen 2:1 (1:0)-Sieg. "Ich kann meiner Mannschaft keine großen Vorwürfe machen", sagt Roland Seitz.

Nach dem Schlusspfiff hob der Trainer der VfR Aalen zuerst das Positive hervor: "Wir haben super gekämpft, haben die Frankfurter nicht zur Entfaltung kommen lassen, und hinten raus hatten wir viel mehr Körner." Und: Seitz' Plan hätte auch aufgehen können. "Wir müssen das Ding einfach mal reinmachen", forderte der Trainer im Vorfeld der Partie. Die Chancen dazu waren da, doch einmal mehr standen sich die Aalener selbst im Weg. 8. Minute: Kristjan Arh Cesen kommt aus dem Lauf aus 18 Metern völlig frei zum Schuss, doch der ansonsten starke Linksverteidiger setzt den Ball knapp neben das Tor. 13. Minute: Nach einer Flanke von Michael Senger muss Jordan Brown aus fünf Metern nur einköpfen, doch der Stürmer trifft den Ball nicht richtig. Es war nicht die einzige unglückliche Aktion des 24-Jährigen. Die Nachlässigkeiten der Gastgeber brachten dann Schwung ins Frankfurter Spiel. Der ehemalige Zweitligist ging nicht nur aggressiv, sondern auch überaus lautstark auf dem Platz zu Werke. Und der VfR ließ sich davon beeindrucken. Denn plötzlich waren es die Gäste, die das Geschehen an sich rissen. Andreas Knipfer rettete nach einem Konter zur Ecke (14.). Es war die erste Torannäherung der Hessen, und weitere sollten folgen. Zunächst fehlten Arif Güclü freistehend nur Zentimeter zum Torerfolg (17.). 60 Sekunden später führte dann der fünfte Frankfurter Eckball zur Führung: Dominik Nothnagel hämmerte diesen aus 14 Metern volley ins Tor – weil sich niemand für den Torschützen zuständig fühlte (18.). "Wir haben da eigentlich eine klare Zuordnung ...", ärgerte sich Seitz.

Sakai mit dem Anschlusstreffer

Aalen war allerdings nur kurz geschockt und fand nach einer halben Stunde zurück ins Spiel. Eine starke Balleroberung von Cesen bescherte den Ostälblern die nächste Möglichkeit, Brown aber verstolperte kläglich (32.). Als der Stürmer dann auch noch unbedrängt ausrutsche, hatte Seitz genug. Er schickte Kai Merk noch vor dem Pausenpfiff zum Warmlaufen. Und nach der Halbzeit auch für Brown aufs Feld.

Wir hatten hinten raus viel mehr Körner.

Roland Seitz Trainer des VfR Aalen

Und Merk passierte Sekunden nach Wiederanpfiff ein ähnliches Missgeschick: Auch er rutsche im Strafraum weg, die nächste Möglichkeit war vertan (46.). Dennoch: Der VfR Aalen war nun wieder tonangebend, was einzig fehlte: die Effektivität. Alessandro Abruscia versuchte es vergeblich aus der zweiten Reihe (52./ 54./ 60.). Ganz anders die Gäste: Erneut Nothnagel stand am langen Pfosten völlig blank – 0:2 (61.). Die Aalener protestierten, wollten vor dem Treffer einen Ellbogenschlag gesehen haben. Schiedsrichter Felix Prigan aber gab den Treffer. Die Entscheidung?

Nein, weil der VfR Aalen schnell zurückschlug. Einen Freistoß verlängerte Oliver Oschkenat, Goson Sakai stand goldrichtig – 1:2 (66.). Aalen warf in der hektischen Schlussphase alles nach vorne. Beim allerletzten Eckball verpasste zuerst der aufgerückte Keeper Daniel Bernhardt, ehe Sakai den Ball übers Tor drosch. Das war's!

Der VfR Aalen hat das letzte Heimspiel des Jahres verloren.

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