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Erst rot – dann Achillessehnenriss

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Daniel Dörrer jubelt nach einer seiner K.O.-Siege. Am 19. Dezember soll es wieder genauso aussehen...

Alexander Haag und Werner Röhrich über eine verpasste Wiedersehenschance

Sollte die Fußball-Regionalliga Südwest nicht per Gerichtsbeschluss vom geplanten Re-Start an diesem Wochenende abgehalten werden, wird der VfR Aalen am Samstag um 14 Uhr Sonnenhof Großaspach in der Ostalb-Arena empfangen. Auf das geplante Wiedersehen mit ihrem einstigen Ersatztorhüter Oliver Schnitzler müssen die VfR-Spieler definitiv verzichten. Der 25-Jährige, der in der Zweitligasaison 2014/15 und eine Saison später in der 3. Liga die Nummer zwei hinter Daniel Bernhardt war, hat über Heidenheim, den Halleschen FC und Preußen Münster zu dieser Runde den Weg nach Großaspach gefunden. Der einstige Junioren-Nationalkeeper stand in den ersten sechs Partien bei den Aspachern im Tor, ehe er gegen Freiburg eine Rote Karte kassierte, zwei Spiele gesperrt war und seither David Nreca-Bisinger den Vortritt im Kasten des selbsternannten Dorfclubs lassen musste. Am Montag hat er sich im Training die Achillessehne gerissen und fällt nun definitiv mehrere Monate aus.

Nils Anhölcher ist der zweite Ex-Aalener im Kader der SG Sonnenhof Großaspach. Die Chance, dass er am Samstag an seiner ehemaligen Wirkungsstätte im Aalener Rohrwang auf dem Platz stehen wird, scheint relativ gering zu sein. Bisher hat es der 21-jährige Angreifer in seinem neuen Team lediglich auf zwei Kurzeinsätze (Einwechslungen) gebracht.

Fußball-Verbandsligist Normannia Gmünd nutzte die Zwangspause, um wichtige Weichen für die Zukunft zu stellen. Dabei setzt der Verein in diesen unruhigen Zeiten auf Kontinuität. Das Präsidium hat sich mit dem sportlichen Leiter Stephan Fichter, dessen Vertrag nächsten Sommer ausgelaufen wäre, zusammengesetzt. Die Gespräche waren erfolgreich: die Zusammenarbeit wird um zwei weitere Jahre verlängert. "Stephan hat in den letzten anderthalb Jahren sehr gute Arbeit geleistet. Er ist exzellent vernetzt in der württembergischen Fußballszene. Der junge, talentierte Kader trägt seine Handschrift, wir verfolgen zusammen ein klares Konzept. Zudem verstehen wir uns perfekt. Deshalb freue ich mich mit der gesamten Vereinsführung, dass die Zusammenarbeit fortgesetzt wird.", so Marco Biegert, im Präsidium für Fußball zuständig. Stephan Fichter dazu: "Ich fühle mich in der Normannia-Familie pudelwohl und schätze die Zusammenarbeit mit der Vereinsführung als auch mit dem gesamten Team sehr."

Vom Fußball zum Kunstturnen: Im Halbfinale war Nestor Abad der einzige Ausländer im Team des TV Wetzgau. Wenn's dann am 19. Dezember gegen die TG Saar um Gold geht, soll ein zweiter dazu komnen: Artur Dalaloyan. Der 24-Jährige lebt und trainiert in Moskau, und er hat den Showdown in Schwäbisch Gmünd fest vor Augen. "Wenn die Formalien vollends erledigt sind, sieht es gut aus, dass Artur kommt", sagt Teamkapitän Helge Liebrich. Und fügt hinzu, dass "er unsere Qualität im Team nochmal steigern würde". Kein Wunder, Dalaloyan ist mehrfacher Weltmeister ...

Die Schwimmer sitzen derzeit – wegen Corona natürlich – auf dem Trockenen. Trotzdem hat der SV Gmünd allen Grund zur Freude: Hans Peter Gratz ist zum Disziplinchef im Allgemeinen Deutschen Hochschulverband ernannt worden – gemeinsam mit Dorothea Brandt aus Bremervörde. Für Bundestrainer Hannes Vitense sind die Verpflichtungen der beiden der Idealfall: "Für uns als Deutscher Schwimmverband ist diese Konstellation mit zwei ehemaligen Aktiven, die früher selber auch in diesem Bereich gestartet sind, natürlich ein großes Glück."

Ein turbulentes Jahr geht auch für den TruckTrial Sport zu Ende. Völlig zurecht wurden alle Läufe aufgrund der anhaltenden Covid-Pandemie abgesagt. Nach einer langen Durststrecke freute sich der neunfache Europameister, das HS-Schoch-Hardox Team mit seinem Fahrer Marcel Schoch und Beifahrer Johnny Stumpp auf einen Testlauf in Langenaltheim. Zusammen mit dem BFS Trucksport Team wurden vor einigen Wochen auf dem Gelände Sponsoren und Kunden begrüßt. Der Steinbruch in Langenaltheim war ein ideales Gelände für diesen Testlauf. Jetzt haben Marcel & Co. aber immerhin fünf Monate Zeit. Der erste Lauf 2021 und damit die 32. Ausgabe der Europameisterschaft startet voraussichtlich am 22.-23.05. in Montalieu-Vercieu in Frankreich. Wenn alles nach Plan läuft, findet das Finale der Meisterschaft vom 4. bis 5. September in Lauchheim-Hülen statt. Damit haben die amtierenden Europameister Heimspiel und hoffen natürlich umso mehr auf ihren Sieg und den damit zehnten Europameistertitel.

Seit knapp drei Jahren lebt, trainiert und kämpft der Ellenberger Daniel Dörrer auf der thailändischen Insel Koh Samui. Am 19. Dezember wird der mehrfache Weltmeister in der Hauptstadt des Landes, in Bangkok, seinen nächsten Kampf bestreiten. In einem Schwergewichtskampf wird der Sportlehrer gegen den Profikämpfer Tang Mo von den Philippinen antreten. "Dies wird mein 227. Kampf. Mein letzter Fight in Deutschland war 2019. Ich hoffe, dass ich bald mal wieder in meiner Heimat kämpfen kann", freut er sich schon auf eine Rückkehr.

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