Freibergs Stadion fürs Spiel gegen den VfR Aalen nicht zugelassen

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Polizei im Wasenstadion in Freiberg: Die Sportstätte erfüllt für die Regionalliga nicht die nötigen Sicherheitsvorkehrungen.
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Beim Aufsteiger dürfen aktuell keine Risiko-Spiele stattfinden - das gegen Aalen ist eins.

Aalen / Freiberg. Der SGV Freiberg hat schon vor dem ersten Spiel in der neuen Liga Sorgen. Denn das „Wasenstadion“ des Aufsteigers erfüllt nicht die Anforderungen der Regionalliga Südwest. Nach einem erneuten Ortstermin hat Jonas Ochs, Referent der Regionalliga-Geschäftsführung, klipp und klar gesagt: „Im aktuellen Stand ist das Stadion für Risiko-Spiele nicht tauglich.“

Zu den sogenannten Risiko-Spielen zählen die Partien gegen mindestens fünf Gegner: Kickers Offenbach, Hessen Kassel, Eintracht Trier, SSV Ulm 1846 und VfR Aalen.

Im Stadion fehlt es an einem abgetrennten Gästebereich. Es geht aber auch Flucht- und Rettungswege. All das kann der Aufsteiger in der Kürze der Zeit nicht bewerkstelligen, zumal es gleich am ersten Spieltag am 6. August zu einem solchen Risiko-Spiel kommt. Der Gegner: VfR Aalen. Dort kann man mit dem Kontrahenten mitfühlen. „Ich wünsche jedem Verein, dass er in seinem eigenen Stadion spielen kann“, sagt Giuseppe Lepore. Und der Geschäftsführer des VfR Aalen stellt klar, wie schwierig es ist, die Auflagen zu erfüllen. Da geht es um Fan-Trennung, da geht es aber auch um verkehrstechnische und organisatorische Dinge rund ums Spiel“, sagt Lepore und fügt hinzu, dass „es ein meilenweiter Unterschied zwischen Oberliga und Regionalliga ist“.

Nach Nöttingen umziehen

Einen Vorteil sieht Lepore aber keinen für den VfR Aalen. Wir spielen ja gegen einen Gegner und nicht gegen einen Platz. Uns belastet diese Thematik daher nicht.“ Stand jetzt muss der SGV Freiberg das Heimspiel gegen den VfR Aalen in der „Kleiner Arena“ austragen - im gut 70 Kilometer entfernten Remchingen-Nöttingen. Dort trägt sonst der Oberligist FC Nöttingen seine Heimspiele aus. Für die Freiberger ist das ein Riesenaufwand. Trotzdem ist Präsident Emir Cerkez froh, dass überhaupt ein Ausweichquartier gefunden wurde. Naheliegender wäre ein Umzug ins 24 Kilometer entfernte Aspach mit dem drittligatauglichen Stadion der SG Sonnenhof Großaspach gewesen. Verhandlungen habe es gegeben. Laut Cerkez seien die an der geforderten Miete im fünfstelligen Bereich pro Spiel gescheitert. Möglicherweise spielten aber auch atmosphärische Störungen der beiden Clubs eine Rolle - Ex-SGV-Trainer Evangelos ist nach Großaspach gewechselt. Keinen Hehl macht der SGV-Präsident aber auch darüber, dass er auf die Stadt Freiberg sauer ist. „Seit zwölf Jahren versuche ich mit verschiedenen Ideen, in der Stadionfrage weiterzukommen. Wir würden die geforderten Maßnahmen auch selbst finanzieren, aber die Stadt legt sich quer.“ Es fehlt einfach an Identifikation mit dem Verein.“

Im Jahr 2019 hat der VfR Aalen ein Testspiel beim SGV Freiberg absolviert. Für die Regionalliga ist dieses Stadion aktuell nicht tauglich.
Im Jahr 2019 hat der VfR Aalen ein Testspiel beim SGV Freiberg absolviert. Für die Regionalliga ist dieses Stadion aktuell nicht tauglich.

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