Gehirnerschütterung: Sean Seitz fällt nach Zusammenprall im Training aus

+
Fehlt dem VfR Aalen am Samstag in Gießen: Torjäger Sean Seitz hat bei einem Zusammenprall im Training eine Gehirnerschütterung erlitten.
  • schließen

Debüt von Christian Demirtas: Der VfR Aalen will am Samstag mit dem neuen Trainer die Negativserie beenden. Die Reise geht zum abstiegsbedrohten FC Gießen.

Aalen / Gießen

Es war ein Zweikampf mit Folgen: Sean Seitz hat sich im Training eine leichte Gehirnerschütterung zugezogen. Der Stürmer fehlt dem VfR Aalen damit im Auswärtsspiel beim FC Gießen am Samstag. Christian Demirtas geht seine Premiere als Cheftrainer dennoch selbstbewusst an. Und wünscht sich einen Sieg zum Einstand. Anpfiff: 14 Uhr.

Christian Demirtas hat sichtlich Spaß an seiner neuen Aufgabe. „Das Engagement, das Tempo und der Wille, alles passt“, sagt der Nachfolger von Uwe Wolf. Und mit diesen Tugenden will der VfR Aalen am Samstag auch in die Erfolgsspur zurückfinden. Vier Spiele in Folge haben die Ostälbler nicht mehr gewonnen und dabei nur zwei Punkte geholt. „Innerhalb der Mannschaft ist davon aber nichts zu spüren“, sagt Demirtas. Wohl wissend, dass der Druck aufs Team wieder gestiegen ist. „Wir dürfen unseren Tabellenplatz nicht überschätzen“, sagt der 37-Jährige mit Blick auf die Abstiegsränge.

Auf einem solchen rangiert der kommende Gegner. Wobei der neue Trainer klarstellt, dass „der FC Gießen eigentlich höher anzusiedeln ist“. Denn: Die Hessen hätten viel Erfahrung im Kader mit Ex-Profis wie Michael Fink (4 Champions-League-, 137 Bundesligaspiele), Aykut Öztürk (11 Zweitligaspiele) sowie den beiden Ex-Aalenern Marian Sarr (1 Champions-League-, 2 Bundesligaspiele) und Nejmeddin Daghfous (1 Bundesliga-, 144 Zweitligaspiele). Nicht einfach sind die auch die Bedingungen in Gießen: mit den maroden Umkleidekabinen und dem extrem holprigen Platz. Letzteres sieht Demirtas allerdings locker: „Der Rasen dort ist ähnlich wie unser Trainingsplatz im Greut gerade. So gesehen ist das in Ordnung ...“

Der Rasen ist ähnlich wie unserer im Greut.“

Christian Demirtas, Trainer des VfR Aalen

Den Kampf annehmen

Entscheidend sei, dass seine Profis „die Bedingungen annehmen“. Und: „Wir müssen alles raushauen und den Kampf annehmen. Wenn wir das umsetzen, können wir auch die drei Punkte mitnehmen.“ Die Punkte, die sich Christian Demirtas für sein Debüt wünscht: „Es wäre schön, wenn ich meinen Einstand mit drei Punkten feiern könnte.“

Personell fehlen neben den drei Langzeitverletzten und dem verletzten Sean Seitz auch der rotgesperrte Tim Schmidt. Gino Windmüller ist Anwärter Nummer eins auf den freien Platz in der Innenverteidigung. Wobei Demirtas sagt, dass er sich noch nicht abschließend entschieden habe. Denn: „Michael Schaupp und Serdar Arslan haben auch sehr gut trainiert.“ Offen lässt sich der Trainer auch weitere Veränderungen und die Systemfrage. Dreier- oder Viererkette? „Ich weiß es noch nicht, wir haben aber beide Varianten trainiert“, so der 37-Jährige, der sich im Gegensatz zu Vorgänger Uwe Wolf zurückhaltend äußert und sich lieber Floskeln bedient. So will er auch nicht detaillierter auf die Stärken des Gegners eingehen, weil „wir auf uns schauen“.

Der VfR Aalen trainiert an diesem Freitag noch in Aalen und fährt direkt danach nach Gießen. Zu Spiel eins nach Uwe Wolf.

So könnten sie spielen:⋌
VfR: Paterok - Schaupp, Windmüller, Arslan, Cesen - Elfadli - Herrmann, M. Müller, Abruscia, Kindsvater - Kienle.

Der Kapitän und sein Trainer: Alessandro Abruscia (links) im Gespräch mit Christian Demirtas.

Zurück zur Übersicht: VfR Aalen

Kommentare