Hält die Serie gegen den Favoriten?

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Nach dem Befreiungsschlag gegen den FC Gießen will der VfR Aalen mit Jonas Arcalean (links) an diesem Samstag auswärts beim TSV Steinbach Haiger für eine Überraschung sorgen.
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Nach dem Befreiungsschlag gegen den FC Gießen will der VfR Aalen auswärts nachlegen: Der Gegner TSV Steinbach Haiger hat nach dem Fehlstart zuletzt aber viermal in Folge gewonnen.

Aalen

Wenn vor Saisonbeginn die Favoritenfrage gestellt wird, ist eine Mannschaft stets dabei: der TSV Steinbach Haiger. So wenig klangvoll der Vereinsname ist, so groß sind die Möglichkeiten des Clubs im Lahn-Dill-Kreis. Und der Ausbau des Sibre-Sportzentrums zeigt deutlich, wohin der Weg gehen soll: hoch in die 3. Liga. Kann der VfR Aalen ausgerechnet bei dem Team nachlegen, das zuletzt vier Regionalliga-Spiele in Folge gewonnen hat? Anpfiff am Samstag: 14 Uhr.

Vor der Ostalb-Arena gab's ein kleines Hupkonzert. Und drinnen lagen sich die Schwarz-Weißen in den Armen. Die Erleichterung war groß nach dem 1:0-Sieg am Dienstagabend gegen den FC Gießen. Nach zuvor drei Niederlagen in Folge und dem Abrutschen auf den letzten Tabellenplatz hat der VfR Aalen die rote Laterne wieder abgegeben. Und zumindest vorübergehend für Ruhe gesorgt. Auch wenn Geschäftsführer Giuseppe Lepore schon vor dem Anpfiff klarstellte, dass „ich keine Angst vor einer Trainerdiskussion habe“. Auch nach dem Spiel ging Lepore auf das Trainerthema nicht ein und sagte stattdessen, dass sich die Mannschaft „unter Trainer Uwe Wolf weiterentwickelt und das der Weg ist“.

Diesen Aufwärtstrend gilt es am Samstag zu bestätigen. Und so ambitioniert der Gegner ist, der VfR Aalen hat in den bisherigen drei Aufeinandertreffen in der Regionalliga Südwest noch nie gegen den TSV Steinbach Haiger verloren. Ein Sieg und zwei Unentschieden lautet die Bilanz gegen den Aufstiegsfavoriten, der aktuell auf dem dritten Tabellenplatz steht - mit nur einem Punkt Rückstand auf den Spitzenreiter 1. FSV Mainz 05 II. Das Kuriose: Die Hessen haben sich jetzt erst oben herangearbeitet. Denn der Saisonstart war alles andere als erfolgreich. Zwei Unentschieden, eine Niederlage und Tabellenplatz 14 standen am dritten Spieltag zu Buche. Dann die Wende: Nach dem Stotterstart folgten zuletzt Siege gegen den TSV Schott Mainz (3:2), FK 03 Pirmasens (2:1), Bahlinger SC (3:1) und jetzt am Mittwochabend bei der TSG Balingen (1:0). Der VfR Aalen ist definitiv gewarnt, wobei die Elf von Trainer Uwe Wolf gegen Gießen selbst gezeigt hat, dass sie absolut in der Lage ist, in dieser Regionalliga mitzuhalten.

Dreierkette hat funktioniert

„Die Mannschaft hat an sich geglaubt“, sagt Lepore, dem die Erleichterung ebenso anzumerken war. Was das Team auch hate: deutlich mehr Stabilität als zuletzt. Der Wechsel zurück zur Dreierkette hat funktioniert, auch, weil die Defensiver im Flutlichtspiel tiefer stand und deutlich weniger Risiko ging. Rückkehrer Gino Windmüller war für die Abwehrkette ebenso ein Gewinn wie Daniel Elfadli, der in der ungewohnten Rolle des Innenverteidigers eine starke Partie ablieferte. Stark war auch das Debüt von Keeper Tim Paterok. Kapitän Alessandro Abruscia glänzte als Ideengeber und Mittelfeldmotor, und der 31-Jährige leitete zudem das entscheidende Tor ein. Dass das Benjamin Kindsvater erzielte, war kein Zufall. Der Neuzugang wirbelte einmal mehr auf der linken offensiven Außenbahn. Was jetzt noch fehlt: ein Treffer des Top-Torjägers Steffen Kienle, der erneut viel arbeitete, aber wieder nicht seinem ersten Saisontreffer kam.

Der soll dem 26-Jährigen jetzt endlich gelingen. Und an den TSV Steinbach Haiger hat der Stürmer sehr gute Erinnerungen: In der vergangenen Runde schafften die Schwarz-Weißen dort ein achtbares 3:3. Zwei der drei Aalener Tore erzielte Steffen Kienle.

Die Mannschaft hat an sich geglaubt.“

Giuseppe Lepore, Geschäftsführer des VfR Aalen

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