Hoffmanns Doppelpack zum 3:1-Sieg

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"Wenn schon, denn schon" scheint die Devise von VfR-Rückkehrer Kevin Hoffmann (rechts) zu sein. Bereits in der vergangenen Saison legte er beim 4:0-Sieg bei FSV Frankfurt mit einem Doppelpack vor. Gegen Schott Mainz sorgte er mit zwei Treffern für den 3:1-Erfolg seiner Mannschaft.
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Der VfR Aalen bleibt gegen Schott Mainz auch im dritten Spiel in Folge ohne Niederlage und gewinnt an Zuversicht. Kai Merk trifft eimal, Kevin Hoffmann zweimal.

Drei Spiele in Folge ungeschlagen. Der VfR Aalen ist wieder in der Spur. Dies hat die Elf von Cheftrainer Roland Seitz am Samstag im Heimspiel vor 645 Zuschauern mit einem verdienten 3:1-Erfolg gegen Aufsteiger Schott Mainz untermauert. Zweifacher Torschütze war Kevin Hoffmann, der nach dem Ausgleichstreffer der Gäste seine Mannschaft postwendend wieder auf die Siegesstraße geführt hat.

Wie wichtig die Rückkehr des 25-jährigen Mittelfeldstrategen aus Regensburg in die Rohrwangelf ist, das hat Hoffmann bereits nach sieben Minuten angedeutet. Sein Schuss aus gut 22 Metern war zwar etwas zu hoch angesetzt. Aber es war ein erstes Warnsignal an die Gäste aus der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt, die in den ersten Minuten vorwiegend damit beschäftigt waren, sich auf dem Grün der Ostalb-Arena zurechtzufinden. Aalen glänzte bisweilen mit schnellem Kurzpassspiel auf engstem Raum und zeigte sich spielerisch überlegen. Einziges Manko: Die Konsequenz im Torabschluss ließ zu wünschen übrig.

Dennoch schaffte es der Reginalliga-Aufsteiger, sich in die Partie zu kämpfen. Und als nach knapp 20 Minuten das Leder über Daniel Bernhardt im Netz einschlug, saß der Schock erst einmal tief. Alle, Spieler und Zuschauer, wähnten ihren VfR im Rückstand. Doch die Fahne des Schiedsrichterassistenten stand oben und signalisierte Schiri Sascha Kief eine Abseitsstellung. Schott-Trainer Sascha Meth war am Spielfeldrand kaum zu bändigen. "Der Torwart liegt im Tor und einer steht auf der Linie. Wo soll da ein Abseits gewesen sein?" Da hatte der Mainzer Coach möglicherweise recht – und die Aalener riesen Glück.

Es war die Phase, in der die Gäste tatsächlich Oberwasser bekommen hatten. Kurze Zeit später aber war der VfR wieder im Spiel zurück. Eine abgelenkte Flanke von Andreas Knipfer landete auf dem Querbalken (21. Minute). Ouadie Barini vergab gleich zweimal hintereinander in aussichtsreicher Position (27. und 28. Minute). Und als Kai Merk von Andreas Knipfer das Leder perfekt in den Lauf gespielt bekam, zielte dieser am Tor vorbei (38.). Die letzte Konsequenz im Torabschluss fehlte den heimischen Stürmern in den ersten 45 Minuten. Mit einem torlosen 0:0 wurden die Seiten gewechselt.

Ich bin sehr sehr glücklich, dass wir heute zuhause mit einem Dreier nachlegen konnten.

Roland Seitz Trainer des VfR Aalen

In der zweiten Halbzeit waren gerade einmal vier Minuten gespielt, als Kevin Hoffmann Alessandro Abruscia super in den Lauf gespielt hatte. Doch Aalens Mittelstürmer zielte am Tor vorbei. Der VfR beherrschte die Partie, agierte aber nach wie vor im Angriff zu umständlich. In der 65. Minute bediente Oliver Oschkenat Abruscia, der auf Kai Merk verlängerte. Dieser markierte endlich die längst verdiente Aalener 1:0-Führung. Doch Schott Mainz konterte. Nur vier Minuten später stand's 1:1 durch Manuel Schneider.

Aalen wusste die richtige Antwort. Kevin Hoffmann war es, der im Nachschuss nur wiederum drei Minuten später den VfR erneut in Führung brachte und dann in der 88. Minute mit einem sehenswerten Schlenzer am Mainzer Torwart Tim Hansen vorbei für den 3:1-Endstand sorgte.

"Es hat Spaß gemacht. Schade, dass wir verloren haben", sagte Gästecoach Sascha Meth nach der Partie. Und VfR-Trainer Roland Seitz zeigte sich nach den zuletzt zwei nicht verlorenen Partien (2:0-Sieg in Ulm und 2:2 beim VfB II) "sehr sehr glücklich, dass wir heute zuhause mit einem Dreier nachlegen konnten." Der Blick auf die Tabelle wirke angenehm. Am kommenden Samstag, 17. Oktober, geht's zum Schlusslicht nach Stadtallendorf.

Raphael Assibey-Mensah, gefählrichster Angreifer der Mainzer, kommt nicht an Aalens Innenverteidiger Oliver Oschkenat (vorne) vorbei.

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