Sportmosaik

Koch statt Kicker: VfR-Torjäger Steffen Kienle zaubert am Herd

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Alexander Haag

Alexander Haag über einen Hobbykoch, einen Zusammenprall und einen Neuen

„Messer, Gabel, Tor“ - Torjäger Steffen Kienle vom VfR Aalen hat sein Trikot gegen eine Schürzte getauscht und eine Stunde lang mit Kochprofi Johannes Bischof im „Vilotel“ in Oberkochen ein Essen zubereitet: Saiblings-Tatar, Avocado, Granatapfelgranité, Radieschchen und Kohlrabisalat lagen hinterher fein garniert auf dem Teller. „Das hat sehr viel Spaß gemacht“, sagt der Fußballer aus Elchingen. Und: „Es hat sogar richtig gut geschmeckt.“ Neben Kienle stand auch Leon Volz schon am Herd in Oberkochen. Und weitere Profis wollen in naher Zukunft ebenso für eine Werbemaßnahme zum Kochlöffel greifen.

Weniger Freude hatte Steffen Kienle im ersten Punktspiel nach der Winterpause: beim 1:2 gegen die TSG Balingen. „Wenn du fünf, sechs Wochen Vorbereitung hinter dir hast, hoffst du schon, dass du punktest. Aber der Ausfall von Keeper Tim Paterok, der Schnee und der teilweise vereiste Boden, all das hat Balingen in die Karten gespielt.“ Unterdessen steht noch das Urteil gegen Innenverteidiger Tim Schmidt und Trainer Uwe Wolf aus, die beide die Rote Karte gesehen haben. „Wir haben noch keine Information vorliegen, wie lange die beiden gesperrt sind“, sagt Geschäftsführer Giuseppe Lepore.

Aufatmen bei Luca Molinari: Der 19-jährige Angreifer des FC Normannia Gmünd ist nach seinem folgenschweren Zusammenprall im Testspiel gegen die Neckarsulmer SU (1:2) aus dem Krankenhaus entlassen worden. „Ich habe noch leichte Kopfschmerzen und leichten Schwindel“, sagt der Offensivspieler und fügt hinzu: „Es ist aber nichts Schlimmeres.“ Nein, an den Zusammenprall könne er sich nicht mehr erinnern. „Man hat mir erzählt, dass ich mit dem Kopf zum Ball gegangen sei. Dann hat mich wohl der gegnerische Torwart mit dem Ellbogen an der Schläfe erwischt.“ Der Youngster war minutenlang nicht ansprechbar, ehe er mit dem Rettungswagen ins Ostalb-Klinikum gebracht wurde.

Inzwischen ist Luca Molinari wieder zuhause. „Ich brauche Ruhe, und ich darf weder fernsehen noch das Handy benutzen“, sagt er. Und: „Das Handyverbot ist das Schlimmste, ich kann nichts tun ...“ Nach fünf bis sieben Tagen wolle man schauen, wie es ihm geht. „Wenn bis dahin wieder alles o.k., ist, kann ich wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.“ Was aber auch bedeutet: Luca Molinari verpasst das erste Punktspiel im neuen Jahr am kommenden Samstag gegen Calcio Echterdingen.

Der FC Ellwangen hat sich in der Winterpause verstärkt. Vom AC Milan Heidenheim ist Idris Polat zum A-Ligisten gewechselt. „Wir wollen ihn im defensiven Mittelfeld und in der Abwehr einsetzen“, sagt Spielleiter Tobias Braun, der den Blick bei achten Punkten Rückstand auf den Tabellenzweiten SGM Union Wasseralfingen I nicht mehr nach ganz oben richtet. „Nein, der Aufstieg ist nicht unser primäres Vorhaben. Unser Ziel ist stattdessen, dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben und uns in der oberen Tabellenhälfte festsetzen.“

Ein weiteres Vorhaben bei den Fußballern des FC Ellwangen: Die Gespräche mit Trainer Efendi Erol, Co-Trainer Angelo Colletti und Torwarttrainer Heiko Wiedmann zum Abschluss zu bringen. „Wir wollen mit unserem Trainer-Trio auch in die neue Saison gehen. Unser Vorstand Helmut Lutz befindet sich gerade in den finalen Gesprächen.“

Steffen Kienle

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