Lieber Herr Hofer, wir brauchen einen Platz

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Abteilungsleiter Dr. Siad Esber (rechts, neben Unterstützer Berndt-Ulrich Scholz) schaut mit Freude auf seinen TSV Essingen. Ein Aufstieg sei in der kommenden Saison aber kein Muss.
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Der TSV Essingen hat die Oberliga im Visier. Siad Esber sieht aber noch Handlungsbedarf.

Für viele ist der TSV Essingen der kommende Meister und Aufsteiger in der Fußball-Verbandsliga. Auch wegen seiner prominenten Neuzugänge – den Ex- Profis Patrick Auracher und Tobias Feisthammel. Im Interview spricht Abteilungsleiter Dr. Siad Esber über die Oberliga, andere Favoriten, und er richtet einen Appell an den Bürgermeister.

Herr Esber, der TSV Essingen muss in der kommenden Saison mit der Favoritenrolle leben, oder?

Esber: Ich sehe uns nicht als Topfavorit. Andere Mannschaften haben massiv aufgerüstet. Wir haben eine gute Mannschaft und wollen uns zu einem Spitzenteam entwickeln.

Ihr seid also noch kein Spitzenteam?

Da spielen viele Faktoren eine Rolle. Der Mannschaftsgeist und natürlich auch Verletzungen. Wie gesagt, wie wollen mit unseren Neuzugängen ein gutes Team formen. Gut möglich, dass wir dann oben mitspielen können.

Der Aufstieg ist also kein Muss?

Nein, das ist er nicht. Wir werden Platz eins oder den Aufstieg sicher nicht vorgeben. Wobei ich mir auch sicher bin, dass sich unser Trainer Beniamino Molinari selbst hohe Ziele gesetzt hat.

Was macht Sie zuversichtlich, dass Ihre Mannschaft oben mitspielen kann?

Wir haben sehr gute, charakterlich einwandfreie und erfolgshungrige Spieler zu uns geholt. Dabei haben wir die Region nicht aus den Augen verloren. Und wir haben einen Trainer mit einem riesigen Ehrgeiz.

Der TSV Essingen hat bislang 17 Feldspieler im Kader. Ist das ausreichend für die anstehende Runde mit 38 Punktspielen?

Aus meiner Sicht benötigen wir noch ein, zwei neue Spieler. Unsere Nachbarn vom VfR Aalen hoffen gegen Ende der Transferperiode auf Schnäppchen. Das hoffen wir auch. Aber dafür ist unsere sportliche Leitung verantwortlich. Wenn man verletzungsfrei bleibt, ist oft ein kleinerer Kader besser.

Zwei Neuzugänge sorgen für viel Aufsehen bei der Konkurrenz: die beiden Ex- Profis Patrick Auracher und Tobias Feisthammel, die von den Stuttgarter Kickers gekommen sind.

Bei Patrick hatten wir sicherlich das Glück, dass er der Schwager unseres Co-Trainers Simon Köpf ist. Und wir konnten das machen, weil wir den Spielern auch eine berufliche Perspektive bieten. Und was das Finanzielle betrifft: Darauf schauen wir mit Argusaugen. Wir werden finanziell auf dem Boden bleiben.

Sehen Sie auch abseits des Platzes noch Handlungsbedarf?

Auf jeden Fall. Bei uns boomt auch die Jugend, und deshalb, lieber Herr Wolfgang Hofer (Bürgermeister von Essingen, Anm. d. Red.), brauchen wir hier in Essingen dringend noch einen weiteren Trainingsplatz – egal ob Kunstrasen oder Naturrasen. Es ist jetzt schon schwierig, alles unter einen Hut zu bekommen, zumal die Leichtathletik-Abteilung ja auch drauf muss.

Und was ist der Wunsch des Abteilungsleiters für die neue Runde?

Dass wir in der Tabelle noch ein Stück weiter nach oben kommen. Klar würde ich mich freuen, wenn wir ganz vorne angreifen können. Aber dazu müssten alle mitmachen: unser Team, die Sponsoren und auch die Gemeinde. Nur dann kann es klappen.

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