Michael Schiele feiert Sieg über Heidenheim

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Heidenheims Goalgetter Christian Kühlwetter zieht ab. Doch das Leder landet in den Beinen des gut postierten Ex-Aaleners Tim Kister.
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Der SV Sandhausen serviert den FCH im Freitagabendspiel mit 4:0 ab.

Das hatten sich die Heidenheimer anders vorgestellt. Mit 0:4 verlor die Elf von Frank Schmidt am Freitagabend ihr Zweitligaspiel beim SV Sandhausen. SVS-Trainer Michael Schiele feierte nach der Amtsübernahme Ende November seinen zweiten Sieg und darf neue Hoffnung auf den Klassenerhalt schöpfen. Heidenheim, das bei Halbzeit bereits 0:2 zurücklag, muss am kommenden Wochenende gegen Darmstadt auf Kevin Sessa verzichten, der wegen einer Notbremse das Feld vorzeitig verlassen musste.

Die Elf des Ex-Aalener Profikickers Michael Schiele, der 2012 als Co-Trainer an der Seite von Ralph Hasenhüttl den Aufstieg des VfR Aalen in die 2. Liga gefeiert und vergangenes Jahr die Würzburger Kickers in die 2. Liga geführt hat, ging sofort in die Offensive. Keine zwei Minuten waren gespielt, da hätte Sandhausen bereits in Führung gehen können. Nach einer Ecke von Alexander Rossipal verpasste Aleksandr Zhirov das Leder nur knapp.

In der Folgezeit entwickelte sich ein temporeiches Zweitligaspiel, bei dem das Team von Schiele seinen Gästen von der Ostalb zusehends den Rang ablief und bereits in der neunten Minute durch Julius Biada in Führung ging. Für Sandhausen war es nach zuletzt 18 Gegentreffern in Folge der lang ersehnte eigene Torerfolg.

Es sollte nicht der letzte an diesem Abend sein. Gut organisiert in der Defensive durch den 34-jährigen Abwehrchef Tim Kister – auch er zählte 2012 zur Aufstiegself des VfR Aalen – ließen die Hardtwälder nicht locker. Erneut Biada war es, der in der 23. Minute Fahrt aufnahm, und durch Kevin Sessa kurz vor dem Strafraum nur per Notbremse gestoppt werden konnte. Schiedsrichter Florian Badstübner blieb nichts anderes übrig, als dem 20-Jährigen, der sich im Heidenheimer Mittelfeld zuletzt stark präsentiert hatte, die Rote Karte zu zeigen.

Der FCH spielte fortan in Unterzahl. Sandhausen blieb die druckvollere Mannschaft und baute die Führung nach einer halben Stunde verdient auf 2:0 aus. Nils Röseler ließ nach einer Ecke von Rossipal dem Heidenheimer Keeper Kevin Müller mit seinem Kopfball keine Chance.

Wenn den Sandhäusern noch vor dem Seitenwechsel das 3:0 gelungen wäre, hätte sich Heidenheim nicht beklagen dürfen. In der 42. Minute netzte Biada ein. Doch bereits Passgeber Dennis Diekmeier war im Abseits. In der 45. Minute scheiterte Biada zunächst an FCH-Keeper Müller und dann zweimal im Nachschuss an FCH-Abwehrspieler Marvin Busch, der den Ball jeweils von der Linie putzte.

Nach dem Seitenwechsel standen die Gastgeber etwas tiefer. Doch Heidenheim vermochte es in Unterzahl nicht, das Spiel an sich zu reißen.

Im Gegenteil. Per Freistoß versetzte Alexander Rossipal den FCH-Keeper und baute die SVS-Führung auf 3:0 aus. Der eingewechselte Kevin Behrens besorgte in der 82. Minute den 4:0-Endstand, mit dem der SV Sandhausen den ersten Zweitligasieg seiner Geschichte gegen die Heidenheimer sichergestellt haben.

Heidenheim hat die Chance verpasst, näher an die Spitzengruppe heranzurücken. Der SV Sandhausen hat mit diesem Sieg erst einmal die Abstiegszone verlassen.

SVS: Wulle – Röseler, Kister, Zhirov – Diekmeier, Paurevic (89. Ouahim), Teffertshofer (70. Zenga), Rossipal, – Biada (76. Behrens) – Keita-Ruel (89. Bouhaddouz), Esswein (76. Peña Zauner) FCH: Müller – Busch, Mainka, Hüsing, Theuerkauf (66. Steurer) – Burnic (36. Schöppner), Sessa – Leipertz (66. Schimmer), Thiel (36. Geipl) – Thomalla (66. Föhrenbach), Kühlwetter. Tore: 1:0 Biada (9.), 2:0 Röseler (32.), 3:0 Rossipal (59.), 4:0 Behrens (82.). Rote Karte: Sessa (23. / Notbremse) Schiedsrichter: Florian Badstübner (Windsbach)

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