Mit Traumstart zum ersten Dreier

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Kollektiver Jubel nach dem ersten Saisonsieg: Der VfR Aalen feierte am Dienstagabend einen hochverdienten 3:2 (3:1)-Erfolg gegen die Würzburger Kickers. Vor allem in den ersten 45 Minuten lieferten die Ostälbler vor knapp 3900 Zuschauern eine bärenstarke Vorstellung ab.
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Zwei schnelle Tore ebnen den Weg: Der VfR Aalen liefert eine starke erste Hälfte ab und schlägt die Würzburger Kickers mit 3:2 (3:1). Sascha Traut, Matthias Morys und Marian Sarr treffen.

Es war ein Fußballabend ganz nach dem Geschmack der knapp 3900 Zuschauer: Zuerst besiegte der VfR Aalen dank einer tollen ersten Halbzeit die Würzburger Kickers mit 3:2 (3:1) . Und hinterher gab's noch einen Neuzugang als besonderes Schmankerl obendrauf: Nicolas Sessa kommt vom VfB Stuttgart II.

Der 22-Jährige saß gemeinsam mit seinem Berater Kevin Kuranyi und VfR-Präsidiumsmitglied Hermann Olschewski auf der Tribüne und durfte miterleben, wie seine neuen Mannschaftskameraden den Plan ihres Trainers Argirios Giannikis zumindest eine Hälfte lang glänzend umsetzten: direkte Ballstafetten, Tempo – und diesmal auch Tore. "Ich denke, wir haben ein sehr gutes Spiel gesehen", sagte Giannikis. In der Tat: Es war ein Spiel, das Spaß gemacht hat. Auch, weil der VfR Aalen einen Traumstart erwischte.

3. Minute: Nach einer tollen Einzelleistung von Matthias Morys kommt der Ball zu Patrick Schorr. Dessen Flanke hämmert Sascha Traut mit einer herrlichen Direktabnahme aus 18 Metern in die Maschen – 1:0. Ein Traumtor!

8. Minute: Über den unheimlich fleißigen Gerrit Wegkamp kommt der Ball zu Luca Schnellbacher, der mit einem Pass in die Tiefe Morys bedient. Der Torjäger umkurvt Keeper Patrick Drewes – 2:0.

"Wir haben temporeich durchkombiniert und bei beiden Toren gezeigt, was wir spielen wollen", freute sich der Coach, dem allerdings nicht entgangen ist, dass auch die Kickers zu Möglichkeiten kamen. "Wir haben über die Flügel nicht gut verteidigt", sagte Giannikis. Beispielsweise in der 23. Minute, als sich der Ex-Aalener Fabio Kaufmann auf der rechten Seite durchsetzte und in der Mitte Dennis Mast bediente. Dessen Schuss blockten Royal-Dominique Fennell und Marian Sarr gemeinsam in der Mitte. Kaufmann war es auch, der den Anschlusstreffer einleitete. Wieder kam Mast im Zentrum zum Abschluss, diesmal machte er seine Sache aber besser – 2:1 (31.).

Ich denke, wir haben ein sehr gutes Spiel gesehen.

Argirios Giannikis Trainer des VfR Aalen

Der VfR Aalen ließ sich dadurch aber nicht von seinem Weg abbringen. Im Gegenteil. Zuerst scheiterte Fennell aus 14 Metern an der Latte (33.). Dann stellten die Ostälbler mit einem Standard den alten Abstand wieder her: Eckball Traut, Kopfball Sarr, 3:1 (37.). Zur Halbzeitpause gab es zurecht viel Applaus von den Rängen. "Wir haben uns das ganz anders vorgestellt", sagte Kickers-Trainer Michael Schiele und fügte hinzu: "0:2 nach acht Minuten, da mussten wir erst einmal durchschnaufen ..." Das Durchschnaufen in der Pause schien den Würzburgern geholfen zu haben. Denn die hatten in den zweiten 45 Minuten deutlich mehr Zugriff. Der fehlte dem VfR Aalen zunehmend. Und doch hätten sich die Ostälbler ein langes Zittern in der Schlussphase ersparen können. Nach toller Vorarbeit von Wegkamp hatte Schnellbacher freie Bahn, doch der Angreifer brachte den Ball nicht an Drewes vorbei. Vertan war damit die hundertprozentige Chance zum 4:1 – und zur Entscheidung (62.).

Bernhardt pariert glänzend

Bei Aalen schwanden nun die Kräfte, und die Würzburger kamen immer besser ins Spiel. Daniel Bernhardt parierte zunächst einen Schuss von Janik Bachmann glänzend (65.). Machtlos war der Keeper dann aber in der 82. Minute: Simon Skarlatidis zirkelte einen Freistoß herrlich über die Mauer zum 2:3. Die Schlussphase samt der vier Minuten Nachspielzeit wurden zu einer echten Nervenprobe für den Aalener Anhang. Dann aber war der erste Sieg in dieser Saison perfekt. Erleichtert waren nicht nur die Fans. Auch die Profis genossen das Glücksgefühl. "Am Ende zählen nur die drei Punkte", sagte Daniel Bernhardt. Der Kapitän blickte gleich nach vorne: "Jetzt fahren wir mit breiter Brust nach Meppen. Dort wollen wir dann auch wieder gewinnen."

Der erste Saisonsieg hat Lust auf mehr gemacht.

Hat seinen neuen Mannschaftskollegen am Dienstagabend gegen Würzburg die Daumen gedrückt: Neuzugang Nicolas Sessa (rechts) saß gemeinsam mit VfR-Präsidiumsmitglied Hermann Olschewski und seinem Berater Kevin Kuranyi (links) auf der Haupttribüne.

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