Nach dem laschen Auftritt: VfR-Trainer Demirtas fordert mehr Härte

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Zwei Sorgenkinder des VfR Aalen: Gino Windmüller (Mitte) hat sich mit dem Coronavirus infiziert und fällt sicher aus. Ali Odabas (rechts) ist angeschlagen. Lediglich Tim Schmidt ist bereit fürs Heimspiel gegen den VfB Stuttgart II.
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Gino Windmüller hat Corona, Ali Odabas ist angeschlagen: Dem VfR Aalen droht am Freitag im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart II ein Engpass in der Defensive. Anpfiff: 19 Uhr.

Aalen

Der Ton wird rauer beim VfR Aalen: Trainer Christian Demirtas hat seinen Profis eine klare Ansage gemacht, was er am Freitagabend im Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten VfB Stuttgart II erwartet: Leidenschaft, Härte - und den ersten Dreier im Jahr 2022. Denn: „Es geht jetzt nur noch um den Klassenerhalt. Wer das noch nicht verstanden hat, versteht es nie.“

Nach der enttäuschenden 1:2-Niederlage bei der SG Sonnenhof Großaspach wurde beim VfR Aalen Klartext geredet. „Damit jeder weiß, worauf es ankommt“, sagt Demirtas. Er ist aber überzeugt, dass „jetzt jeder den Ernst der Lage erkannt hat“. Auch die jungen Spieler, die so eine Situation nicht nie erlebt haben. Am meisten gestört habe den Trainer, dass „wir uns nicht gewehrt haben“. Dass die Zweikämpfe nicht konsequent geführt wurden.

Genau da will Demirtas am Freitagabend ansetzen. „Wir müssen die Zweikämpfe hart angehen und auch mal ein Zeichen setzen.“ Für einen Erfolg gegen den spielstarken VfB Stuttgart II sei die Basis, dass „wir unser Tor verteidigen und die Null halten“. Dazu verlangt Demirtas vor allem viel Leidenschaft von seinen Kickern. Damit aber nicht genug: Verbesseret werden müsse auch die Effektivität vor dem gegnerischen Tor. „Wenn der Gegner eine Chance hat, nutzt er sie eiskalt. Wir dagegen gehen viel zu fahrlässig mit unseren Möglichkeiten um.“ Der Trainer erinnert an die Großchance von Benjamin Kindsvater in Großaspach. „Wenn er da das 1:1 macht, ist es ein Spiel auf Augenhöhe.“ Ein solches erwartet Demirtas auch am Freitagabend gegen den VfB II. Denn die Stuttgarter seien „besser als der aktuell 15. Tabellenplatz“. Denn: „Die Spieler sind top ausgebildet, das sind fußballerisch sehr gute Jungs.“

Bundesligaprofis als Vorteil?

Dass die Schwaben zuletzt Bundesligaprofis wie Daniel Didavi, Roberto Massimo oder Wahid Faghir eingesetzt haben, sieht Demirtas entspannt. „Das hat der VfB in den vergangenen Spielen immer gemacht, das spielt keine Rolle.“ Vielleicht sei es sogar ein Vorteil, wenn solch namhafte Spieler auf dem Platz stehen. „Das sollte für unsere Spieler ein zusätzlicher Anreiz sein, wenn sie sich mit solchen Gegnern messen dürfen.“

Apropos eigene Spieler: Der VfR Aalen ist nicht sorgenfrei vor dem Schwabenderby. Denn: Gino Windmüller wurde positiv auf das Coronavirus getestet und fällt sicher aus. Und Ali Odabas hat wegen Adduktorenproblemen das Training abgebrochen. Hinter dem Einsatz des zweiten erfahrenen Innenverteidigers steht noch ein Fragezeichen. Bleiben nur noch die jungen Tim Schmidt, Serdar Arslan und Michael Schaupp für diese Positionen übrig, weil auch Daniel Stanese (Muskelfaserriss) weiter fehlt. „Vielleicht ziehe ich auch Daniel Elfadli nach hinten“, sagt Demirtas. Und es gibt noch einen weiteren Wackelkandidaten: Benjamin Kindsvater hat seit seinem Bänderriss Probleme.

Für Christian Demirtas ist das keine Ausrede: „Wir wollen gegen den VfB ein Feuerwerk abbrennen und endlich den ersten Sieg im Jahr 2022 feiern.“

So könnten sie spielen:

VfR: Paterok - Knipfer, Odabas, Schmidt, Heckmann - Elfadli, Volz, M. Müller, Abruscia - Kienle, Kindsvater

Wir wollen ein Feuerwerk abbrennen.“

Christian Demirtas, Trainer des VfR Aalen

VfR Aalen verteilt 1000 Freikarten

  • Der VfR Aalen hat den Vereinen aus Aalen und Umgebung 1000 Freikarten zur Verfügung gestellt. Dieses Angebot traf auf große Resonanz, dass inzwischen fast alle Tickets in Anspruch genommen wurden und die Vereine vereinzelt Busse gemietet haben, um am Freitagabend in die Ostalb-Arena zu kommen..
  • 16 VfR-Profis besuchten die verschiedenen Jugendmannschaften im Training und verteilten die Tickets.
  • Beim Spiel gegen den VfB II veranstaltet der VfR eine Tombola-Aktion, bei der ein Teil der Einnahmen an die Stelp-Organisation gespendet werden. Die Stelp-Organisation ist direkt vor Ort in der Ukraine und hilft dort.

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